Gefro Banner

Budapest investiert in seine Bäder

Die Hauptstadt Budapest ist seit 1934 Bad Budapest, eine Bäderstadt mit 123 Thermalquellen und sieben großen Heilbädern. Täglich sprudeln 70 Millionen Liter heilsames Wasser aus den Quellen, es wird für Trinkkuren, Bäder und zum Wellness genutzt. Die Römer kannten bereits die segensreichen Quellen und bauten mindestens 14 Bäder in der Stadt.



Von den heutigen Kurbädern – Dagály, Dandár, Gellért, Király, Lukács, Rudas und Széchenyi – wurde ein großer Teil während der türkischen Besetzung des Landes vor fünfhundert Jahren gebaut. Die typische türkische Form blieb erhalten und neuerdings gibt es auch wieder türkische Badekultur.

Budapest, das Mekka für Rheumakranke, hat sich bis heute seine Badekultur erhalten. Einige Bäder zeigen jedoch noch immer den veralteten sozialistischen Charme, aber das ändert sich von Jahr zu Jahr. Budapest hat phantastische Gegebenheiten und holt im Service und Angebot zügig auf.

Der Generaldirektor der BGYH Zrt. – Heilbäder und Thermen Budapest gAG -, László Szőke, stellte Mitte Dezember 2014 seinen Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre vor. Zusammen mit den Strandbädern – Csillaghegyi, Palatinus, Paskal, Pünkösdfürdö, Römisches Bad – werden in dieser Zeit 15 Milliarden Forint bei zehn Projekten in die Verbesserung der Infrastruktur investiert. Zwei Drittel der Gelder kommen aus eigenen Mitteln, den Rest gibt die Stadt als Eigentümer der Bäder dazu. „Seit 2010 ist es uns nicht nur gelungen, die Einnahmen von 5,5 Milliarden Ft pro Jahr auf 8 Milliarden Ft zu erhöhen, sondern auch die Defizite abzubauen und Gewinne von einigen Hundert Millionen Forint zu generieren“, so Szőke.

Mit den geplanten Investitionen werden die Bäder weiter modernisiert und erlangen damit höhere Anziehungskraft, die sich in den Einnahmen niederschlagen wird. Zu den langfristigen Zielen gehört der Bau von Kurhotels in der Nähe der Bäder. „Unsere Firma hat außerdem ihr Marketing verbessert, wir haben uns der Budapest Card und dem Citypass angeschlossen, um noch mehr Gästen Rabatte gewähren zu können“, schloss der Direktor.