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Mörder von Visz verurteilt

Anwalt und Angeklagter gingen in Berufung, somit wird der Prozess in Pécs fortgesetzt. Auch die späte Reue konnte den Angeklagten nicht vor der hohen Haftstrafe retten. „Ich habe die Tat nicht geplant, es tut mir leid, was passiert ist“, so Balázs Sz.



Das Gericht konnte der Angeklagte mit seinem Bedauern nicht beeindrucken, denn die siebzig Jahre alte Frau war in der Nacht vom 15. November 2014 wegen Geldes und durchaus geplant brutal erschlagen worden. Der neunzehnjährige Mann wurde wegen Mordes aus Habgier und niederen Beweggründen zu einer zwanzigjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Als mildernde Umstände sah das Gericht das Alter und die begrenzten Fähigkeiten des jungen Mannes an, der seit seiner Verhaftung umfassend geständig war.

Der arbeitslose Angeklagte verdiente sein Geld mit Sportwetten und Gelegenheitsjobs und versuchte, sein Leben zu ändern. Im November letzen Jahres erhielt er ein Jobangebot von einer Firma in Zalaegerszeg. Da er kein Geld für die Fahrt zu seinem neuen Arbeitgeber hatte, entschied er sich, das nötige Kleingeld bei der alleinstehenden Frau in Visz zu beschaffen.

Der Angeklagte wusste, dass es auf dem Grundstück keinen Hund gab und so kletterte er mit Gesichtsmaske, sowie über die Hände gezogenen Socken über den Zaun. Er schaltete das Licht auf der Terrasse aus. Als die ältere Frau aus dem Haus trat, um nachzusehen, schlug der Angeklagte mit einem Stock etwa fünfzehn Mal auf ihren Kopf ein. Danach schlug er die wehrlose Frau noch mehrfach mit den Fäusten. Die ältere Frau erlag ihren schweren Verletzungen noch am Tatort. Anschließend durchsuchte der Mörder das Haus und erbeutete 14.500 Forint, etwa 40 Euro.

P.W.

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