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Sommer-Wochenende mit tragischen Unfällen

Am Nachmittag des 31. Juli 2016 wurde unweit vom Hafen in Balatonboglár eine männliche Leiche entdeckt. Bei dem Mann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Vermissten mittleren Alters aus dem Komitat Somogy, nach dem seit Freitag gesucht worden war. Der Mann war mit Freunden bei einem Segelausflug, als er im offenen Wasser ein wenig schwamm und plötzlich aus bisher nicht geklärten Gründen verschwand. Die Bootsbesatzung suchte lange Zeit im Wasser nach ihm und alarmierte die Wasserpolizei. Die Suche der Polizei und des Wasserrettungsdienst blieb ebenfalls ergebnislos.



Am Sonntag kam es bei bestem Sommerwetter landesweit zu weiteren tragischen Unfällen in Gewässern. Im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg gingen in der Gemeinde Benk zwei Teenager mit einer erwachsenen Person zum Baden in die Theiß. Aus bisher ungeklärten Gründen verschwanden die 12- und 13-jährigen Brüder plötzlich im Fluss, der sie begleitende Mann mittleren Alters konnte von einem Bekannten mit einem Brett aus dem Wasser gerettet werden. Er erlitt einen schweren Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die alarmierte Wasserpolizei, der Wasserrettungsdienst, Spezialeinheiten mit Hunden und Taucherverbände nahmen die Suche auf. Erst am 2. August wurde einer der beiden Jungen etwa zehn Kilometer flussabwärts tot aus dem Wasser geborgen. Die Suche nach dem anderen Jungen dauert an. Ein Taucher sagte Medien gegenüber, dass die beiden Jungen von einer Sandbank ins Wasser gegangen seien, wo die Strömung besonders stark und tückisch ist. Vor diesem Abschnitt in der Theiß wurde immer wieder gewarnt, der Mann und die beiden Jungen wussten von den Warnungen aber nichts.

Am Sonntag ertrank ein 46-jähriger Deutscher bei Balatonszárszó im Balaton. Er war etwa 400 Meter vom Ufer von der Luftmatratze ins Wasser gefallen. Er konnte ein paar Stunden später nur noch tot geborgen werden, teilte der Sprecher der Bezirkspolizei Somogy den Medien gegenüber mit. Seit Sonntag wurde auch bei Zamárdi nach einem 24-jährigen Mann gesucht, der etwa 300 Meter vom Ufer entfernt von der Luftmatratze ins Wasser gefallen und spurlos verschwunden war. Sein Leichnam wurde am Montag gefunden. In Zánka konnten Rettungsschwimmer und Notdienst ein 8-jähriges Kind wiederbeleben, das beim Spielen im Wasser in eine Notsituation geraten war.

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