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Tomatenparadies Ratgeber Garten – Oktober

Garten-Ratgeber für den Monat Oktober von Permakultur-Designer und Öko-Gärtner Walter Schneider für die Balaton Zeitung

GARTENARBEITEN IM OKTOBER

Gemüse und Kräuter laufend ernten

Der Oktober ist der Monat für die Obst Ernte. Aus dem Fallobst lässt sich hervorragend Saft für den Winter keltern. Der Saft wird aromatischer wenn man nicht nur die süßen Sorten verwendet, sondern auch die Gerbstoffreicheren Mostobstsorten mit verarbeitet.

Jetzt können wir mit weiteren Aussaaten von Feldsalat, Wintermöhren und Spinat beginnen. Auch werden jetzt die letzten Stangenbohnen, langsam aber sicher, abgeerntet. Kürbisse, wenn sie reif sind, können auch schon in den Keller. Weiterhin können wir jetzt Knoblauch und Zwiebeln stecken. Es beginnt auch die Zeit um Hecken, Sträucher und Obstbäume zu pflanzen.

Zum Monatsende, wenn der Laubfall einsetzt, die Bäume mit scharfem Wasserstrahl abspritzen und das Laub unter Bäume und Sträucher verteilen, dort wird es von Mikroorganismen zu wertvollem Humus verarbeitet. Von Rasenflächen sollte es allerdings entfernt werden.

Pflanzzeit für Bäume, Sträucher und Stauden noch bis Monatsmitte

Graben Sie ein Pflanzloch in der benötigten Größe und mischen Sie reifen Gartenkompost und Hornspäne unter die ausgehobene Erde.

Wässern Sie die Pflanzen vor dem Einsetzen gründlich und lockern Sie das Wurzelwerk etwas. Stellen Sie die Pflanze so ins Pflanzloch, dass sie genauso tief sitzt wie zuvor im Topf. Drücken Sie die Erde gut fest.

Gründlich gießen, auch an Regentagen, und dann etwas Kompost und darüber Mulch um die Pflanze verteilen, dies hemmt den Wuchs von Unkraut, aktiviert das Bodenleben, verlängert die Anwachszeit und reduziert die Verdunstung von Wasser.

Zwerggehölze für den Winter

Wenn die Sommerblumen allmählich verblühen ist es an der Zeit, die Sommerpflanzung durch herbstblühende Stauden, Gräser und Blattschmuckpflanzen zu ersetzen, die bis in den Winter hinein attraktiv bleiben.

Besonders schön wirken immergrüne Zwergsträucher in Kästen. Pflanzen sie diese gleich zusammen mit Zwiebelblumen. So haben sie im Frühjahr gleich attraktive Kombinationen, die sie nur noch mit einigen blühenden Zweijährige ergänzen brauchen. Die schönsten Zwerggehölze für den Balkon sind die Blaue Igelfichte, Krummholzkiefer, Zwergkiefer, Kissen-Ginster oder die Polsterberberitze.

Blütenhecken pflanzen

Wenn Sie etwas Platz haben, es gerne natürlich möchten und sich vor neugierigen Blicken schützen wollen probieren Sie es einmal mit einer Blütenhecke, das heißt, eine Hecke aus verschiedenen attraktiv blühenden Sträuchern. Eine solche Blütenhecke hat übrigens den Vorteil gegenüber Schnitthecken, das sie viel weniger Arbeit macht.

Die Sträucher werden in einem Abstand gepflanzt, der etwa 3/4 ihrer erreichbaren Wuchsbreite entspricht. Bei zu dichter Pflanzung behindern sich die Gehölze gegenseitig und die Hecke wirkt dann unproportioniert. Pflanzen Sie gemischte Hecken in mehreren Reihen auf Lücke, wobei die höheren Arten in den Hintergrund kommen und die niedrigen nach vorne. Wässern Sie in der ersten Woche nach der Pflanzung täglich und sparen Sie dabei nicht mit Wasser. Dies ist eine entscheidende Phase für das Einwachsen der Wurzeln.

Tomaten trocknen

Die Tomaten werden in der Mitte durchgeschnitten. Bei dieser Methode wird das Innenleben und die Samen der Tomate nicht entfernt. Nun werden sie auf einen Rost oder ein Brett gelegt und an der Sonne getrocknet. Dies kann 3 bis 4 Tage dauern. Immer vorausgesetzt es ist wirklich warm, Abends sollten sie reingeholt werden, damit sie keine Nachtfeuchte ziehen. Wenn die Tomaten die richtige Konsistenz haben (wie Apfelringe) werden sie wie folgt weiter verarbeitet: Pflücken Sie frische Basilikumblätter und waschen Sie sie. Nach dem Abtrocknen (Tuch oder Küchenkrepp) wird auf eine Tomatenhälfte ein Basilikumblatt gelegt und darauf reichlich Meersalz. Dann wird die Tomate mit der anderen Hälfte geschlossen. Die Tomate wird nun in ein Glas gelegt und der Vorgang wiederholt bis Sie Ihr Glas voll haben. Zum Abschluss wird die obere Lage mit Salz bedeckt und das Glas mit Oliven- oder Rapsöl gefüllt. Die Tomaten können sofort verzehrt werden. Wenn sie aber ca. 4 Wochen in dem geschlossenen Glas bleiben haben sie den Basilikumgeschmack richtig angenommen.

Kraut und Braunfäule

Wenn auch Ihre Tomaten durch den vielen Regen im August von der Braunfäule befallen sind sollten Sie die Pflanzen jetzt auf jeden Fall ausreißen und zusammen mit den befallenen Früchten verbrennen. Die Asche mischen Sie unter Ihren Kompost. Damit erreichen Sie eine Stärkung der Abwehrkräfte Ihrer Tomaten im nächsten Jahr durch Sensibilisierung.

Den Boden auf dem Sie Ihre Tomaten im nächsten Jahr pflanzen wollen spritzen Sie noch 2 – 3 mal mit unverdünntem Schachtel-halm Tee und decken ihn dann mit Stroh oder anderem Mulchmaterial ( Pferedemist ) ab. Mit diesen Maßnahmen haben Sie den Boden gut für den Winter vorbereitet. Im Frühling wird der Boden dann noch zweimal mit 1:5 verdünntem Schachtelhalm Tee gespritzt. Damit wäre von der Bodenvorbereitung alles getan um einen erneuten Befall weitgehend zu verhindern. Einen absolut zuverlässig wirksamen Schutz erreichen Sie allerdings nur mit einer Überdachung Ihrer Tomaten-pflanzen, da diese besonders Abends Regen überhaupt nicht vertragen können. Regen am Abend hält die Pflanzen während der kühlen Nachtzeit feucht und begünstigt dadurch die Entwicklung des Braunfäule Pilzes, da sich dieser bei Feuchtigkeit und Temperaturen unter 15 Grad am besten entwickelt.

Neuanlage von Staudenbeeten Schritt für Schritt

Der Oktober ist der beste Monat für die Neuanlage von Staudenbeeten und Pflanzzeit für frühjahrs- und sommerblühende Stauden. Jeder Neupflanzung sollte eine gründliche Planung und Bodenvorbereitung vorangehen. Die Auswahl der Stauden richtet sich in erster Linie nach dem zukünftigen Standort.

Folgende Kriterien müssen berücksichtigt werden: Sonne, Schatte, Halbschatten, Bodenfeuchtigkeit, Bodentyp, Nährstoffversorgung. Je nach Standortbedingungen werden entsprechende Pflanzen ausgewählt. Ein Staudenbeet wird am schönsten, wenn die ganze Gartensaison hindurch einige Stauden blühen. Kombinieren Sie in Ihrem Staudenbeet also immer früh- mit mittel- und spätblühenden Arten. Wenn Frühblüher von Sommer- und danach von Herbstblühern abgelöst werden, steht Ihrem Blühmarathon nichts mehr im Wege.

Pflanzen Sie von einer Art immer 3 – 4 Pflanzen in Gruppen zusammen und berücksichtigen Sie auch die Wuchshöhe der Pflanzen. Bei Rundbeeten kommen die höchsten in die Mitte, nach außen immer niedriger werdend. Bei Randbeeten pflanzet man die hohen Leitstauden am weitesten hinten, nach vorne abfallend.

Ganz wichtig bei der Planung ist auch die Blütenfarbe. Sie haben die Wahl zwischen Ein- oder mehrfarbigen Beeten. Versuchen Sie doch mal ein Beet ganz in Ihrer Lieblingsfarbe, Ton in Ton. Wer es lieber bunt mag wechselt am besten kräftige Blütenfarben mit weißen und hellen Vermittlern ab. Bevor Sie mit dem Pflanzen beginnen, stellen Sie Ihre Pflanzen erst mal in der geplanten Anordnung im Topf an den vorgesehenen Platz, um sich so einen Gesamteindruck zu ermöglichen. So kann immer noch umgestellt werden. Erliegen Sie nicht der Versuchung zu eng zu Pflanzen, die Stauden brauchen ausreichend Platz um sich zu entfalten.

Tauchen Sie jeden Topf vor dem Pflanzen so lange in einen Eimer mit Regenwasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, um die Pflanze gleich mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.
Das Pflanzloch sollte doppelt so tief und breit als der Topf sein. Bei schwerem Boden geben Sie Sand und reifen Kompost in das Pflanzloch um für guten Wasserabzug zu sorgen. Der Wurzelballen wird dann mit Gartenerde eingebettet, genau so tief wie vorher im Topf. Die Erde festtreten, halbreifen Kompost aufbringen, angießen und mit reichlich Mulchmaterial bedecken.
Die Staudenpflanzung sollte bis Monats-mitte abgeschlossen sein.

Frühlingsblühende Zwiebelblumen können noch im Oktober in die Erde gesteckt werden, ebenso winterharte Sommerblüher.
Auch Lilien können noch im Oktober gepflanzt werden. Setzen Sie die Zwiebeln doppelt so tief in den Boden, wie sie hoch sind. Sorgen sie für gute Wasserdurchlässigkeit des Bodens, Lilien vertragen Staunässe überhaupt nicht. Eine Dränageschicht aus Kies oder grobem Sand ist bei schwerem Boden unerlässlich

Nicht Winterharte Knollen und Zwiebelblumen

Gladiolen, Begonien, Indisches Blumenrohr, Dahlien, Freesien, Jakobslilien und Blutblume. Diese Zwiebeln und Knollen müssen im Herbst aus dem Boden genommen werden und frostfrei, am besten in einem Kistchen mit Sand überwintert werden. Beschriften Sie jede Art nach Farbe und Blühzeitpunkt, damit Sie im nächsten Jahr nicht den Überblick verlieren. Die Zwiebeln und Knollen sollten sich nicht berühren und zu hohe Feuchtigkeit sollte vermieden werden. Der Winterplatz kann ruhig dunkel sein, muß aber unbedingt frostfrei, jedoch kühl sein.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Vom neunundzwanzigsten September bis ersten Oktober findet in Öriszentpeter der traditionelle Bio-Markt mit Kürbisfest statt. Ein buntes Programm mit Theater, Musik und Kulturellen Vorträgen sorgt für Unterhaltung. Bei dieser Gelegenheit besteht auch die Möglichkeit alle Produkte aus unserer Produktion zu verkosten. In unserem Hofladen führen wir Bio Holundersirup, Säfte, Marmeladen und Kompotte aus ungespritzten Früchten, verschiedene Minze-, Basilikum- und Salbei Sorten, hausgemachten Kefir mit original Kaukasischem Kefirpilz gezüchtet. Den Geschmacksunterschied muß man probiert haben.

Natürlich stehe ich für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr. Mittwoch ab 16 Uhr geschlossen!