Laut Analysten, die sich gegenüber der Nachrichtenagentur MTI äußerten, kam es nicht überraschend, dass der Rat für Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Union (Ecofin) auf seiner Sitzung am Freitag den überarbeiteten Wiederaufbau- und Resilienzplan (RRF) Ungarns angenommen hat. Dies ermöglicht die Auszahlung von rund 10 Milliarden Euro an Ungarn, die sich aus etwa 6,5 Milliarden Euro nicht rückzahlbaren Zuschüssen und etwa 3,5 Milliarden Euro Darlehen zusammensetzen. Der genehmigte Betrag könnte bereits bis zum Jahresende eintreffen – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
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Zoltán Árokszállási, Direktor des MBH-Analysezentrums, betonte: Es sei zu erwarten gewesen, dass Ungarns Wiederaufbauplan auf der Ecofin-Sitzung angenommen werde. Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn die Annahme des Plans jetzt gescheitert wäre, erklärte er. Er wies darauf hin, dass zum einen bereits vor Wochen eine politische Einigung zwischen der neuen ungarischen Regierung und der Europäischen Kommission erzielt worden sei und dies seitdem zu erwarten gewesen sei. Andererseits habe der Finanzminister selbst bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch unter dem Titel „Haushaltsbilanz“ angedeutet, dass der RRF seiner Meinung nach im Rat der Finanzminister genehmigt werden würde. Er fügte hinzu: Ungarn könne den Betrag schnell, noch bis Ende dieses Jahres, erhalten, doch dafür sei es auch notwendig, die MFB zu rekapitalisieren. Aus diesem Grund war es beispielsweise erforderlich, dass die ÁKK vor einigen Tagen Devisenanleihen emittierte. Die über den RRF fließenden Mittel werden das Haushaltsdefizit in diesem Jahr um einige Zehntel Prozent des BIP verringern und können auch zum BIP-Wachstum beitragen, wobei letzterer Effekt jedoch eher erst ab 2027 zu erwarten ist – schrieb Zoltán Árokszállási.
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