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Milliarden-Betrug in Ungarn aufgeflogen

Geldwäsche und Steuerbetrug im Umfang von mehreren Milliarden Forint (eine Milliarde Forint entspricht etwa vier Millionen Euro) hat der Zoll in Ungarn aufgedeckt. Die Machenschaften gingen von einem Rechtsberater in Budapest aus, der gegen Bezahlung im Namen rumänischer Staatsbürger Wirtschaftsgesellschaften gründete und anmeldete, berichtete der Zoll am Mittwoch. So wollte der Mann der Steuerzahlung entgehen. Dabei schrieb er Firmen, die hohe Steuerschulden angehäuft hatten, auf die Namen der neuen Gesellschaften.

Die Verdächtigten lieferten Rechentechnik von slowakischen, deutschen, holländischen, österreichischen und polnischen Großhändlern im Namen der fiktiven Unternehmen nach Ungarn und überwiesen den Wert der Ware auf die Bankkonten der Firmen, die keine tatsächliche Tätigkeit ausführten. Diese Gelder gelangten schließlich zu den Tatverdächtigen.

Diese setzten Waren im Wert von etwa sechs Milliarden Forint (etwa 24 Millionen Euro) in Ungarn ab und zahlten etwa anderthalb Milliarden Umsatzsteuer nicht. Sechs Menschen wurden wegen des Betrugs bisher in Haft genommen.