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Ratgeber Garten – Juni 2008

Themen in dieser Ausgabe sind: Start in die Balkon und Terrassensaison, Kästen und Kübel, Pflanzenkombinationen, Beispiele für Schattenlagen, Hängekörbe, Staudenbeete, Staudenpflege, Gärtnern mit dem Mond im Juni.

Start in die Balkon und Terrassensaison

Liebe Leser und Leserinnen, wenn nicht schon geschehen, wird es nun Zeit, sich über die Bepflanzung Ihres Balkons oder Ihrer Terrasse Gedanken zu machen. Die Auswahl an Sommerblumen ist groß, und das Angebot der Gartencenter verlockt zum Spontankauf. Überlegen Sie aber vorab, für welche Lage Sie Pflanzen benötigen und welche Sie miteinander kombinieren möchten. Auch die Auswahl der Gefäße will überlegt sein. Tipps hierzu und mehr heute im Newsletter. Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in die Balkonsaison.

Kästen und Kübel

Balkonkästen werden in den unterschiedlichsten Maßen angeboten, zum Beispiel in Längen von 40, 60, 80, 100 cm und sogar mehr. Als Wurzelvolumen sollten möglichst 20 cm Tiefe und 20 cm Breite zur Verfügung stehen. Sonst trocknet die Erde zu schnell aus, und Sie kommen mit dem Gießen nicht mehr nach.

Viereckige oder runde Pflanzgefäße gibt es in allen Varianten. Eckige Kübel können Sie enger stellen, aber runde sehen meist schöner aus. Vorsicht aber bei bauchigen Gefäßen: Beim Umpflanzen ist es sehr schwer, einen durchgewachsenen Wurzelballen heil aus der zu engen Öffnung zu bekommen; entweder geht der Ballen oder das Gefäß dabei kaputt. Zweitens sind solche Gefäße auch stärker von Frostschäden bedroht.

Schalen können Sie entweder gezielt für flach wurzelnde Pflanzen einsetzen, die mit weniger Substrat vorlieb nehmen. Wichtig: Egal welches Gefäß Sie verwenden, ein Abzugsloch für Wasser ist unverzichtbar.

Pflanzenkombinationen

Wenn Sie Pflanzen miteinander im Balkonkasten kombinieren wollen, sollten Sie einige Tricks beherzigen. Legen Sie zunächst ein bis zwei Leitpflanzen fest, die durch Größe oder Auffälligkeit die anderen Pflanzen dominieren. Das können Geranien, Petunien, Begonien, Strauchmargeriten oder Ziertabak sein.

Diese verteilen Sie symmetrisch in den Kästen, also links und rechts mit gleichem Abstand zur Mitte und eventuell noch in der Mitte. Bei genügend breiten Kästen kommen die aufrechten Arten versetzt in die zweite Reihe, während die hängenden Arten den Vordergrund und meist auch die Ränder beherrschen.

Zwischen diese Leitpflanzen können Sie nun die weniger auffälligen oder ausdauernden Begleitpflanzen setzen. Nach Möglichkeit sollte man dazu Pflanzen mit einigermaßen ähnlichen Ansprüchen in einem Kasten kombinieren, weil sie einheitlich gegossen und gedüngt werden müssen.

Beispiele für Schattenlagen

Balkone und Terrassen in völlig absonniger Lage sind eher selten. Häufig handelt es sich um Übergangsbereiche oder um nach innen versetzte Standorte, an die weniger Licht dringt. Aber auch hier gedeiht eine Vielzahl von Pflanzen, allen voran Fleißiges Lieschen und Fuchsien, Semperflorens- und Knollenbegonien, Pantoffelblume, Zigarettenblümchen und Blaumäulchen. Diese kommen hervorragend im Halbschatten zurecht. Die Schneeflocke blüht hier zwar nicht so reich wie in sonniger Lage, aber dauerhafter.

Andere Pflanzen wie Strauchmargeriten, Männertreu und Verbenen, Elfensporn, Husarenknöpfchen und Silberstrohblume sowie Sommerblumen wie Tagetes oder Leberbalsam gedeihen hier auch zufriedenstellend. Etliche Schatten- und Halbschattenpflanzen wie Efeu, Buntnessel, Taubnessel, Weihrauch, Gundermann und Ananasminze überzeugen mehr durch ihr Laub als durch ihre Blüten.

Hängekörbe

Besonders empfehlenswert für kleine Balkone sind bepflanzte Hängekörbe. Dies sind meist mit Moos gepolsterte Gitterkörbe. Die Pflanzen können Sie nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch seitlich durch das Gitter einsetzen. So wirkt alles sehr natürlich.

Aufgrund ihrer überhängenden Wuchsform eignen sich viele Balkonarten für die Bepflanzung. Je nach Größe des Gefäßes können Sie eine einzelne Art zur Wirkung bringen oder mehrere sich ergänzende Wuchsformen und Farbtöne kombinieren. Praktisch ist ein Seilzug, an dem Sie den Korb zum Wässern herablassen können.

Attraktive Ampelpflanzen sind beispielsweise der Fuchsschwanz, Goldtaler, Goldzahn, Blaues Gänseblümchen, Zauberglöckchen, Gebirgs-Hängenelke, Zigarettenblümchen, Hänge-Fuchsie, Elfensporn, Fleißiges Lieschen, Männertreu, Hornklee, Elfenspiegel, Glockenwinde, Hänge-Geranie, Petunien oder Portulakröschen.

Weitere Gartenarbeiten im Juni

Staudenbeete

Spektakulär und bescheiden, verspielt und streng, zart und kräftig: Die Welt der Stauden ist verschwenderisch in ihrer Fülle, verführerisch und berauschend zugleich. Besonders im Juni zeigen sich viele Stauden von ihrer schönsten Seite. Überall grünt und blüht es: Glockenblumen, Rosen, Margeriten, Rittersporn, Gladiolen, Lilien, Lavendel, Lupinen, Mohn und, und, und.

Staudenbeete machen wenig Arbeit und bringen viel Freude. Stauden sind Pflanzen, deren oberirdische Teile im Winter absterben. Die Knospen überwintern knapp unter oder an der Bodenoberfläche und treiben jedes Jahr im Frühjahr wieder aus. Viele Stauden kommen bei uns wild vor – auf Wiesen, im Gebirge, entlang von Bächen oder am Waldrand. Zu den Stauden gehören auch die Blumenzwiebeln und die Knollenpflanzen.

Staudenpflege

Besonders hoch gezüchtete Gartenformen bedürfen einiger Aufmerksamkeit. Hohe Stauden müssen gestützt werden. Am einfachsten geht dies durch lockeres umbinden mit einer Schnur. Stäbe und spezielle Stützvorrichtungen gibt es in allen Preisklassen und Ausführungen im Fachhandel. Oder, besonders schön: Bauen Sie aus Haselnuss- oder Weidenstecken selber Pyramiden und Zelte. Diese werden an der Spitze fest miteinander zusammengebunden und über die Pflanze gestellt. Zur Stabilisierung können Sie die Seitenteile durch Flechtwerk verbinden. Das sieht nicht nur schön aus, es kostet auch nicht viel.

Tipp: Mulchen Sie Ihre Staudenbeete im Spätwinter mit halbreifem Kompost vom Vorjahr. Dies versorgt die Pflanzen mit hochwertigem Dünger und schützt die jungen Triebe vor Spätfrösten. So halten Sie besonders Stauden die lange an einem Ort stehen fit und gesund.

Stauden sind wählerisch und anspruchsvoll in Bezug auf den Standort und die Bodenqualität. Probieren Sie aus, welche wo am besten gedeiht. Pflanzen Sie ruhig einmal um, bis der richtige Platz gefunden ist.

Empfehlenswerte Beetstauden für den Anfang: Astilben und Herbstanemonen (Schatten), Eisenhut, Taglilien und Rittersporn (Halbschatten) und Schwertlilien, Astern, Pfingstrosen, Lupinen, Phlox oder Sonnenhut (sonnige Lage). Von allen gibt es Sorten in unterschiedlichen Farben. Kombinieren Sie diese so, wie es Ihnen gefällt und entscheiden Sie, in welcher Jahreszeit die Hauptblüte stattfinden soll.

Viele Stauden haben eine begrenzte Lebensdauer von etwa acht Jahren. Mit der Zeit bilden sie große Horste, die von innen verkahlen. Auch wollen sie dann nicht mehr so recht blühen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Pflanzen zu teilen und umzupflanzen. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte im Herbst oder, besonders für Gräser, Herbstastern, Sonnenbraut und Staudenphlox, im Frühjahr. Polsterstauden können sie ganzjährig teilen.

Graben Sie die Staude vorsichtig aus und schneiden sie die Wurzelballen mit einem scharfen Messer in mehrere Teile, robuste Pflanzen können auch mit dem Spaten zerteilt werden. Belassen Sie mindestens drei Triebe an jedem Teilstück und pflanzen Sie sie an anderer Stelle neu ein.

Stauden, die möglichst nicht geteilt werden sollten: Adonisröschen, Akelei, Tränendes Herz, Diptam, Schleierkraut, Taglilien, Lupinen, Blutweiderich, Malven, Missouri-Nachtkerze, Pfingstrosen, Türkischer Mohn, Küchenschelle.

Gärtnern nach dem Mond im Juni

Juni: Fruchttage: 7, 8, 9, 17, 18, 27, 28. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 10, 11, 19, 20, 21, 29, 30. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 12, 13, 22, 23. Blütentage wirken positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus. Blatttage: 5, 6, 14, 15, 16, 24, 25, 26. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist im Juni wieder von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mittwoch ab 14 Uhr und am Wochenende nur nach telefonischer Absprache unter 06-30-9142456. Im Angebot sind hausgemachtes Bärlauch-Pesto, Marmeladen und Säfte aus 100% ungespritzten Früchten, Kräutertees, Boden und Pflanzenhilfsmittel, Verfrühungsfließ und Mulchfolie. Bis 15. Juni Pflanzenverkauf: Salat-, Gemüse-, Kräuter-, Blumen- Tomaten- und Paprikapflanzen in mehr als 150 Sorten.

Natürlich stehe ich – Öko-Gärtner Walter Schneider – für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
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