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Zahlreiche Verkehrsunfälle in Somogy

Nach einer längeren Kälteperiode stiegen am 13. Januar im Komitat Somogy plötzlich die Temperaturen, am Morgen regnete es, am Mittag ging der Regen in Schnee über und verwandelte die Straßen in regelrechte Eisbahnen. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst hatten an diesem Tag alle Hände voll zu tun. Viele Autofahrer waren mit Sommerreifen, andere zu schnell oder unsicher auf den Straßen unterwegs. Zahlreiche Verkehrsunfälle waren die Folge.



Mit Freitag, dem 13. hat das wohl nichts zu tun, eher mit Unvernünftigkeit und Leichtsinn. Ironische User fassten die Situation im Internet so zusammen: „Ein paar Zentimeter Schnee“ – ungarischer Katastrophenfilm. Die Unfallserie begann mit einem Unfall auf der 61 zwischen Pogányszentpéter und Nagykanizsa, wo zwei Autos miteinander kollidierten und zwei Personen verletzt wurden. Der Verkehr musste stundenlang über Inke abgeleitet werden.

Um 15 Uhr stießen am Kilometer 121 auf der M7 in Richtung Budapest zwei Lkw zusammen. Zum Unfall rückte die Feuerwehr von Siófok aus. Eine halbe Stunde später kam am Kilometer 170 ein Lkw ins Schleudern und blockierte die Fahrbahn. Die Autobahn in Richtung Budapest musste gesperrt werden. Zur gleichen Zeit gab es auf der Landstraße 68 zwischen der Autobahn M7 und der Hauptstraße 7 einen Auffahrunfall mit drei Pkw, Personen wurden nicht verletzt. Die Straße war bis zur Bergung der Fahrzeuge gesperrt.

Um 17 Uhr blieb der Linienbus zwischen Fiad und Kaposvár bei Bonnya stecken, Personen wurden nicht verletzt. Bei Kapoly landete ein Kleintransporter im Straßengraben und stürzte auf die Seite. Das Fahrzeug musste mit großem Gerät herausgezogen werden. In der Orci út von Kaposvár kam ein Stadtbus ins Rutschen und stellte sich auf der Kreuzung quer, Personen wurden nicht verletzt.

Zwischen Balatonmária und Balatonkeresztúr landete ein Pkw im Straßengraben, nachdem er zwei kleinere Bäume gestreift hatte. Glück im Unglück: es wurde niemand verletzt und nach dem Herausziehen des Fahrzeuges durch die Feuerwehr Marcali konnte der Pkw weiterfahren. Auch bei Mike landete ein Kleintransporter im Straßengraben und überschlug sich. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Bei Böhönye kollidierten ein Pkw und ein Lkw, wodurch der Pkw in den Straßengraben geschleudert wurde. Auch bei Bárdudvarnok, sowie bei Szenyér mussten mehrere Autos aus dem Straßengraben gezogen werden.

Kurz vor Mitternacht fasste der Katastrophenschutzdienst den Tag zusammen: die Feuerwehren des Komitates mussten in kaum 12 Stunden zu insgesamt 37 Verkehrs- und sonstigen Unfällen ausrücken. Die kroatischen Behörden machten derweil wegen der außerordentlichen Wetterlage kurz nach 16 Uhr die Grenzübergänge für Lkw ab 7,5 Tonnen zu. Pkw-Fahrer mussten Schneeketten vorweisen, bevor sie die Grenze passieren durften.

1930 Haushalte ohne Strom

Am Abend des 13. Januar 2017 glühten die Telefone beim Stromversorger des Komitates Somogy: in zwanzig Gemeinden des Komitates gab es keinen Strom, insgesamt gingen in mehr als 1930 Haushalten die Lichter aus. Die Mitarbeiter von E.on arbeiteten mit Hochdruck an der Behebung der Fehler, die vermutlich durch den gefrierenden Regen und die Schneelast auf den Leitungen und an Verteilerstationen verursacht wurden. Die Anfahrt zu den betroffenen Stellen wurde durch die Schneeverhältnisse auf den Straßen erschwert. Mancherorts waren die Straßen gesperrt oder ein schnelles Durchkommen wegen umgestürzter Bäume nicht möglich.

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