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Italienische Salatwiese & Kompost – Gartenratgeber August 2017

Salate für den Herbst, Feldsalat säen, Gemüse anhäufeln und aussäen, italienische Salatwiese aussäen, Teekräuter, Knoblauch pflanzen, Unterschlüpfe für Igel, Himbeeren mulchen, Erdbeerpflanzung, Obst ernten, Obstbaumschnitt, Brombeerernte, Gartengold-Saison: Kompost, Mondkalender im August 2017 uvm.

Hauptsaison im Garten, Foto: Sebastian Starke
Hauptsaison im Garten, Foto: Sebastian Starke

Salate für den Herbst pflanzen

Im August können Sie noch Salate für die Herbsternte pflanzen: Kopfsalat, Eissalat, Endivien, Romana-Salat und Radicchio sollten locker stehen, damit sie nach Taubildung und Niederschlägen rasch abtrocknen können, sonst ist die Gefahr von Pilzinfektionen groß.

Feldsalat säen

Im August können Sie bereits Feldsalat säen, und zwar in Reihen oder breitwürfig (zum Beispiel unter die Tomaten). Vorsicht: Die Samen des Feldsalates müssen besonders flach gesät werden.

Gemüse anhäufeln und aussäen

Buschbohnen, Fenchel, Kohl und Lauch sollten jetzt angehäufelt werden. Außerdem können im August folgende Gemüsearten für die Überwinterung ausgesät werden: Frühlingszwiebeln, Petersilie, Löffelkraut, Schwarzwurzel, Spitzkohl, Winterwirsing, Winterportulak, Kümmel und Winterkresse.

Eine italienische Salatwiese aussäen

Selbst angebauter Salat, knackfrisch aus dem eignen Garten, ist ja schon ein Hochgenuss. Er lässt sich mit gekauftem Salat aus dem Supermarkt überhaupt nicht vergleichen. Hinzu kommt die Gewissheit, dass er nicht mit Stickstoff überdüngt wurde. Denn Salat hat leider die unangenehme Eigenschaft, besonders in den zarten, jungen Blättern viel Stickstoff in Form von Nitrat einzulagern.

Liebhaber von bunten Salattellern haben nun die Möglichkeit, die Geschmacksrichtung ihrer Salatvariationen interessant zu gestalten. In Form von Saatbändern können sie zusätzlich zum grünen Salat eine italienische Salatwiese anbauen, die sehr wenig Platz benötigt, rasch keimt und bis in den Spätsommer angebaut werden kann.

Mischt man einige der auch noch sehr hübsch aussehenden Blätter unter den grünen Salat, erhält man einen wohlschmeckenden, pikanten Salat mit einer leicht nussigen Note. Die italienische Salatwiese kann als Schnittsalat verwendet werden und wächst somit immer wieder nach. In der Mischung befinden sich der Hirschhornwegerich, die Salatrauke, der Radicchio ’Palla Rosso’ und die zartaromatische Blattzichorie ’Blondissima de Trieste’.

Die Blätter können schon im Jungstadium geerntet werden. Bis zur Blüte sollte man es nicht kommen lassen. Durch einen vorzeitigen Rückschnitt lässt sich dies aber gut verhindern. Die Salatwiese steht gern hell, benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit und braucht einen humosen Gartenboden. Sie keimt am besten bei einer Bodentemperatur von ca 16 °C.

Teekräuter

Thymian, Pfefferminze, Salbei und Oregano sollten immer als Teekräuter in der Küche vorhanden sein. Sie werden nach dem Schnitt an einem dunklen, trockenen Ort getrocknet und dann einfach mit heißem Wasser aufgegossen. Die ätherischen Öle der vier Kräuter halten gesund und munter. Welche Mischung Ihnen am besten schmeckt, sollten Sie selbst ausprobieren. Tipp: Mischen Sie doch einmal Salbei und Thymian.

Knoblauch pflanzen

Zwischen August und Oktober sollten Sie es nicht verpassen, Knoblauch zu pflanzen. Das Zwiebelgewächs sieht nicht nur apart aus, sondern schützt auch andere Pflanzen vor Pilz- und Insektenbefall, so zum Beispiel Rosen vor Sternrußtau und Erdbeeren vor Grauschimmel. Auch dem Sommerphlox und Tomaten soll Knoblauch als Nachbar gut tun.

Nützliche Helfer: Unterschlüpfe für Igel

Mit den Sommerschnittmaßnahmen hat man die Möglichkeit, Fehler des letztjährigen Winterschnittes bzw. des Baumaufbaues elegant zu korrigieren und akuten Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Gleichzeitig können stark wachsende Bäume beruhigt werden. Der Sommerschnitt kann bei allen stark wachsenden Baum- und Strauchobstarten angewendet werden. Ausnahmen: Kein Sommerschnitt bei zu schwachem Wachstum, kein Sommerschnitt bei hoher Sonneneinstrahlung und Hitze – Sonnenbrandgefahr! In Jahren mit stärkerem Feuerbrandbefall sollte bei Wirtspflanzen dieses Bakteriums wie Apfel, Birne oder Quitte kein Sommerschnitt durchgeführt werden.

Himbeeren mulchen

Setzen Sie zur Unkrautbekämpfung oder Bodenlockerung in den Himbeeren auf keinen Fall die Hacke ein. Selbst kleinste Verletzungen bilden Eintrittspforten für die Erreger der Himbeerrutenkrankheit. Daher die Himbeeren am besten mit Laub oder Gras mulchen, um Unkräuter zu unterdrücken und die Bodenstruktur zu verbessern.

Erdbeerpflanzung

Erdbeeren können bis Mitte August gepflanzt werden. Als Pflanzgut verwendet man zugekaufte Grünpflanzen (Bündelware) oder selbstgewonnene Ableger. Am besten sind jedoch Pflanzen mit einem Jiffy-Presstopf-Erdballen. Wichtig ist, dass die Pflanzen gesund und gut bewurzelt sind. Nach dem Pflanzen benötigen sie auf jeden Fall eine Bewässerung. Die Pflanzabstände betragen 60 bis 80 cm und in der Reihe 30 bis 35 cm.

Obst ernten

Geerntet wird Obst am besten frühmorgens, dann ist das Obst noch recht kühl. Niemals in der Mittagshitze ernten! Zur Verbesserung der Haltbarkeit sollte geerntetes Stein- und Beerenobst möglichst schnell an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank aufbewahrt werden. Alle Obstarten vertragen Temperaturen bis 1 °C ohne Probleme. Je schneller und je tiefer das Obst nach der Ernte heruntergekühlt wird, desto länger und besser ist die Haltbarkeit.

Obstbaumschnitt

Nach der Ernte können besonders die Stein- und Beerenobstarten direkt geschnitten werden. Das fördert die Wundheilung, ein Verstreichen ist nicht notwendig. Die verbliebenen Triebe und Knospen bekommen so mehr Licht, was deren Qualität und Ausreife fördert. Dabei können kranke Astpartien, wie zum Beispiel durch Monilia, Kräuselkrankheit und Mehltau geschädigte Triebe, direkt mit entfernt werden, besonders aber auch verbliebene faulige Früchte, die sogenannten Fruchtmumien.

Ab Anfang August können Sie bei den Obstbäumen auch alle steil oder nach innen wachsenden diesjährigen Triebe, die im Winter ohnehin entfernt werden müssten, abschneiden, damit der Baum seine Kraft in die zukünftigen Triebe lenken kann.

Brombeerernte

Im August ist der Höhepunkt der Brombeerernte. Lassen Sie die Früchte gut ausreifen, sodass sie bereits weich werden und sich leicht vom Kelch lösen lassen.

Gartengold-Saison: Kompost

Jetzt fällt im Garten jede Menge Pflanzenmaterial an. Ideales Ausgangsmaterial zu Kompostieren. Beherzigt werden sollte, dass viele unterschiedliche Komponenten miteinander vermischt werden; Kompost kommt schließlich von „com-ponere“ = zu-sammen tun. Ganz gleich, ob es sich um Laub, verblühte Blüten, Fruchtansätze, Rasenschnittgut, überreife Früchte, Pflanzenrückschnitt oder Erntereste wie Kohlstrünke oder Bohnenlaub handelt, grundsätzlich eignet sich das alles zum Kompostieren.

Sofern die Pflanzenteile nicht durch hartnäckige Pilzkrankheiten vorzeitig abgestorben sind, kann grundsätzlich alles auf dem Kompost entsorgt werden. Weniger aggressiver Pilzbefall, etwa Mehltau der an den Pflanzen nur gelegentlich bei ungünstiger Witterung auftritt, darf ebenfalls auf den Kompost, denn bei einer guten Rotte steigen die Temperaturen im Inneren des Haufens so stark an, dass Sporen hinreichend zuverlässig abgetötet werden und keine Neu-Infektionen durch Kompost im Folgejahr zu befürchten sind. Stärker befallene Triebe und Blätter, etwa die von Rosen, die unter Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau leiden, oder Kohl, der von Kohlhernie befallen ist, gehören in den (grünen) Abfall bzw. die Biotonne.

Je dünner und feiner die Pflanzenreste sind, desto leichter können sie verrotten. Laub zerfällt ohne weiteres Zutun sehr gut; feste und große Pflanzenteile sollten zerschnitten werden. Äste und Zweige, die nach Schnittaktionen anfallen sollten durch einen Häcksler zerkleinert werden, ehe sie auf den Kompost gelangen. Gleiches gilt für zuweilen sehr feste Stielreste von Stauden. Wichtig ist wie immer eine gute Mischung der Materialien die aufeinander geschichtet den besten Kompost ergeben.

Gärtnern mit dem Mond im August 2017

Fruchttage: 4, 5, 13, 14, 22, 23, 31. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 6, 7, 8, 15, 16, 17, 24, 25, 26. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 9, 10, 18, 19, 27, 28. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 1, 2, 3, 11, 12, 20, 21, 29, 30. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Jeden Sonntag sind wir mit unseren Produkten auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8-13 Uhr vertreten.

Jeden Dienstag und Samstag von 8-13 Uhr, sowie Donnerstag von 13-18 Uhr sind wir in Hévíz auf dem Ökomarkt am großen Parkplatz mit unseren Produkten zu finden.

Stammtisch in Kehida

Der Stammtisch findet regelmäßig jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr im Restaurant Mediterran Etelbar statt.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Im August bringe ich wieder regelmäßig frisch geerntete Tomaten und Paprika sowie saisonelle Gemüse auf die Märkte mit.

Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel- Kombucha Basis, Knoblauch- Ingwer-, Bärlauch-, und Rosskastanien Elixier, Holunder-, Spitzwegerich-, Fichtennadel-, und Löwenzahn-Sirup, Sanddorn-, Holunderbeer-, Hagebutten-, Schlehen- und Sauerkirsch Sirup ohne Zucker, mit Stevia gesüßt. Gelee und Säfte sowie weitere Gesundheits-Lebensmittel aus der Apotheke Gottes. Natürliche Pflanzen-Stärkungs- und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ.

Die Pflanzen-, Stärkungs- und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ, getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel, sowie das für Haustiere und Nützlinge ungiftige Ferramol zur Schneckenbekämpfung bringe ich gerne nach telefonischer Absprache zum jeweiligen Markt mit.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de