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Bau der M6 fordert erneut Todesopfer

Der Bau der restlichen Strecke der Autobahn M6 von Budapest nach Pécs und an die kroatische Grenze hat das dritte Menschenleben gefordert. Auf einer Baustelle in der Nähe von Bóly (Komitat Baranya) kam am Donnerstagmorgen ein 60-jähriger Obermeister bei einem Arbeitsunfall ums Leben. Den Mann begruben die Erdmassen von einem Lkw, die aus bislang ungeklärter Ursache nicht nach hinten, sondern an der Seite niedergingen, teilte die Polizei am Freitag auf Anfrage mit.

Im Juli hatte ein Stromschlag einen Arbeiter getötet, als der Arm eines Baggers eine Hochspannungsleitung berührte. Später überfuhr ein Lastwagen auf dem Baugelände einen Mann. Zu der Unfallserie kommt noch ein Schwerverletzter, der bei Sicherungsarbeiten nach einem Tunneleinsturz bei Bátaszék von einem umfallenden Gerüst getroffen wurde.

Die Tunnel an der Grenze zwischen den Komitaten Baranya und Tolna ist nach dem letzten Fall immer noch nicht von der Bergbaubehörde für die Fortsetzung der Bauarbeiten freigegeben worden. Ungeachtet der Zwischenfälle soll die Autobahn im März 2010 von Budapest bis Pécs befahrbar sein.