Der Milchwirtschaftsverband und Produktrat hat einen Aufruf an den Einzelhandel gerichtet, zwischen dem 1. April und dem 30. Juni ausschließlich ungarische Milch als „Erstpreis“ oder Sonderangebot zu verkaufen, um das Überleben der Erzeuger zu sichern. Gleichzeitig forderten sie die heimischen Milchverarbeiter auf, die dafür erforderlichen Mengen zu einem angemessenen Preis bereitzustellen, teilte die Organisation am Montag der Nachrichtenagentur MTI mit.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie betonten, dass der europäische Milchmarkt in den letzten sechs Monaten zusammengebrochen sei, was durch das ungünstige wirtschaftliche Umfeld in Ungarn noch verschärft worden sei. Als Probleme wurden die epidemische Lage, die Marktpreisregulierung und die starke Konkurrenz durch Importprodukte genannt. Während die Erzeuger im vergangenen Jahr Rohmilch zu einem Preis von etwa 200 Forint pro Liter verkauften, erhalten einige Erzeuger derzeit nur 50 bis 100 Forint dafür oder gar kein Einkommen, fügten sie hinzu. Sie erinnerten daran, dass der Sektor in den letzten zwei Jahrzehnten erhebliche Effizienzsteigerungen erzielt habe, gleichzeitig aber mehr als zehntausend Milchproduzenten ihre Tätigkeit aufgegeben hätten. „Es ist unbegreiflich und inakzeptabel, dass wir unsere Milch zu einem der niedrigsten Preise in Europa verkaufen, während den ungarischen Verbrauchern Milchprodukte aus dem Ausland zu Sonderpreisen angeboten werden”, schrieben sie.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Akteure des Handels und der verarbeitenden Industrie können sich dem Aufruf auf eigene Entscheidung hin anschließen, aber wie sie schrieben, sind sie bereit, „entschlossen und demonstrativ“ gegen diejenigen vorzugehen, die dem Aufruf nicht nachkommen, da sie diese als Akteure betrachten, die an der Zerstörung der ungarischen Milchproduzenten interessiert sind. Die Absicht zur Teilnahme kann bis zum 20. März 2026 durch eine einseitige Erklärung an das Sekretariat des Milchproduktrats mitgeteilt werden, heißt es in der Mitteilung. Der Branchenverband und Produktrat für Milchprodukte vertritt etwa 80 Prozent der ungarischen Milchproduktion.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
