Erasmus kehrt an alle ungarischen Hochschulen zurück – das gab die Ministerin für Bildung und Kinder- und Jugendangelegenheiten am Freitag auf ihrer Facebook-Seite bekannt – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
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Judit Lannert teilte mit: Die ungarische Regierung habe bis Ende August alle notwendigen Schritte unternommen, damit das Erasmus-Programm für ungarische Studierende wieder zugänglich ist. Sie schrieb, dass die 21 von der Einschränkung betroffenen Hochschulen bereits über einen gültigen Erasmus-Mobilitätsantrag für das Studienjahr 2026/27 verfügen. „So kann Erasmus auch an diese ungarischen Hochschulen zurückkehren, und den Studierenden eröffnen sich wieder Möglichkeiten der internationalen Mobilität“, erklärte sie. Sie betonte: Der Platz ungarischer Jugendlicher und Forscher liege im europäischen Wissenschafts- und Hochschulleben. Sie fügte hinzu: Die internationale Mobilität ungarischer Studierender dürfe nicht noch einmal Opfer parteipolitischer Interessen werden.
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Das Erasmus-Programm ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die seit 1998 in Ungarn präsent ist; damals reisten die ersten Studierenden mit Hilfe des Stipendiums ins Ausland. Laut der Website des Programms haben sich seit Beginn insgesamt rund 300.000 Menschen aus Ungarn daran beteiligt. Der Rat der Europäischen Union beschloss 2022, dass Hochschulen, die im Rahmen des Modellwechsels von gemeinnützigen Vermögensverwaltungsstiftungen betrieben werden, aufgrund von Interessenkonflikten und Transparenzproblemen keine neuen Erasmus-Verträge abschließen dürfen. Daher nahmen ungarische Studierende ab dem Studienjahr 2024/25 nicht mehr am Mobilitätsprogramm teil. Die Umgestaltung des Hochschulsystems wurde zu einer der Bedingungen für die Inanspruchnahme der EU-Wiederaufbaugelder.
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Aufgrund dieses Ausschlusses richtete die vorherige Regierung im Jahr 2024 das „Pannónia“-Stipendienprogramm ein, das den Studierenden der am Modellwechsel beteiligten Hochschulen aus Haushaltsmitteln Auslandsaufenthalte im Rahmen des Studiums sowie berufliche Mobilität finanzierte, und an dem laut Angaben des ehemaligen Ministers für Kultur und Innovation, Balázs Hankó, zu Beginn des Jahres bisher mehr als 12.000 Studierende teilgenommen haben.
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