Balaton Zeitung E-Paper Banner

Bewaffneter Raubüberfall in Siófok

Ein Geldwechsler in Siófok ist Opfer eines Raubüberfalls geworden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der unbekannte Täter im Alter von 25 bis 30 Jahren forderte unter Vorhalten eines waffenähnlichen Gegenstandes von dem Angestellten des Geschäfts in der Fő utca die Herausgabe von Geld. Anschließend flüchtete er vom Tatort. Die Polizei des Komitats und von Siófok nahm eigenen Angaben zufolge mit zahlreichen Kräften sofort auf noch heißer Spur die Ermittlungen auf. Der mutmaßliche Täter soll etwa 1,70 Meter groß, weiß und von normaler Gestalt sein. Bei der Tat, die sich bereits am Dienstag ereignete, habe er einen grünen Arbeits-Overall mit dazugehörigem Mantel sowie eine Baseballkappe und eine schwarze Maske getragen.

Neue Sorgen um den Pálinka

Der Pálinka erregt wieder einmal die Gemüter in Ungarn. Erst kürzlich wurde von höchster Stelle verkündet: Den Menschen soll das Recht der freien Herstellung des Obstlers zurückgegeben werden. So steht es unter Punkt 9 des Aktionsplans, den Ministerpräsident Viktor Orbán kürzlich im Parlament verkündete.

Die Tücken scheinen aber auch hier im Detail zu liegen: So ohne weiteres lassen EU-Bestimmungen privates Destillieren offenbar auch bei Pálinka nicht zu. Mit Blick auf die Nachbarländer sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Landwirtschaft, Sándor Font, am Mittwoch (23.6.) dem privaten Rundfunksender InfóRadió: Allgemein gilt die Regel, dass nur Landwirte Pálinka erzeugen können. In Österreich beispielsweise muss der Betreffende auch noch über Obstbauflächen verfügen.“ In einigen Ländern sei es erlaubt, Obst zum eigenen hinzuzukaufen.

Die Präsidentin des Pálinka-Nationalrates, Erzsébet Prekop und ihre Kollegen sind ernsthaft darüber besorgt, dass das in den letzten Jahren erkämpfte Prestige des Getränks abnehmen könnte. Jedoch müsste man bei der Regulierung nicht dem Beispiel der umliegenden Länder folgen. Schließlich sei der Pálinka ein geschütztes Produkt, ähnlich wie Whisky, Grappa oder Cognac. Wichtig sei, dass auch künftig nur von Pálinka gesprochen werden könne, wenn er zu 100 Prozent aus Obst erzeugt sei.

„Strenge“ Porno-Steuer in Ungarn?

Eine Steuer für Pornographie und Kitsch hält der Staatssekretär im ungarischen Kulturministerium Géza Szőcs für angebracht. Sie sollte so „streng“ sein, dass die Kultur davon profitieren kann, sagte er in einem Interview. Damit solle nicht nur zum Ausdruck gebracht werden, was einen kulturellen Wert in sich trägt und was nicht, sondern „die Einnahmen können wir auf die Unterstützung wertvoller Kultur verwenden“.

Fußbälle für guten Zweck unter dem Hammer

Mit einer originellen Idee will die deutsche Botschaft in der Zeit der Fußball-WM Projekte der sozialen Integration in Ungarn fördern. Vom Montag (21.6.) stehen auf der Homepage der Botschaft Fußbälle mit Unterschriften von Mitgliedern der deutschen und ungarischen Nationalmannschaften zur Versteigerung. Dabei warten zwei Fußbälle mit den Unterschriften der deutschen Nationalkicker sowie ein Fußball mit den Unterschriften der ungarischen Nationalelf-Spieler darauf, gegen ein möglichst hohes Angebot einen Eigentümer zu finden, teilte die Botschaft mit.

Das Mindestgebot wurde mit einer Million Forint festgelegt, geboten werden kann bis zum 5.7. 17.00 Uhr. Der Meistbietende erhält den Zuschlag. Über den Stand der Auktion finden sich täglich die aktuellsten Informationen auf der Homepage der deutschen Botschaft (http://www.budapest.diplo.de/Vertretung/budapest/de/Startseite.html).

Das gute Zusammenspiel der ungarischen und der deutschen Seite beim Thema Integration habe sich bereits beim deutsch-ungarischen Fußballfreundschaftsländerspiel am 29. Mai gezeigt, sagte Botschafterin Dorothee Janetzke-Wenzel, die zusammen mit Pater Imre Kozma vom ungarischen Malteserhilfsdienst die Presse informierte. Im Umfeld des Treffens habe es mehrere Aktionen gegen Rassismus gegeben.

Diese gute Kooperation wolle man – zusammen mit dem deutschen und ungarischen Fußballbund – nun fortführen. Die Botschafterin kündigte außerdem an, dass der Deutsche Fußballbund im Laufe dieses Jahres in Ungarn weitere Erstausrüstungen für junge Fußballspieler aus sozial benachteiligten Familien, sogenannte Starterkits, verteilen wolle.

Pater Kozma erläuterte, dass der Versteigerungserlös für die drei Fußbälle in erster Linie den hochwassergeschädigten Menschen in Felsőzsolca, einer Siedlung nahe Miskolc, zugute kommen sollen. Dort seien rund 250 Häuser durch das Hochwasser eingestürzt. Der ungarische Malteser-Hilfsdienst werde dort die Wiederaufbauarbeiten leiten. Der Versteigerungserlös für die Fußbälle solle dem Wiederaufbau des dortigen Kindergartens zugutekommen sowie der Fußballmannschaft junger Roma, um zu zeigen, welche Potentiale in diesen jungen Menschen stecke.