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Neue Sorgen um den Pálinka

Der Pálinka erregt wieder einmal die Gemüter in Ungarn. Erst kürzlich wurde von höchster Stelle verkündet: Den Menschen soll das Recht der freien Herstellung des Obstlers zurückgegeben werden. So steht es unter Punkt 9 des Aktionsplans, den Ministerpräsident Viktor Orbán kürzlich im Parlament verkündete.

Die Tücken scheinen aber auch hier im Detail zu liegen: So ohne weiteres lassen EU-Bestimmungen privates Destillieren offenbar auch bei Pálinka nicht zu. Mit Blick auf die Nachbarländer sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Landwirtschaft, Sándor Font, am Mittwoch (23.6.) dem privaten Rundfunksender InfóRadió: Allgemein gilt die Regel, dass nur Landwirte Pálinka erzeugen können. In Österreich beispielsweise muss der Betreffende auch noch über Obstbauflächen verfügen.“ In einigen Ländern sei es erlaubt, Obst zum eigenen hinzuzukaufen.

Die Präsidentin des Pálinka-Nationalrates, Erzsébet Prekop und ihre Kollegen sind ernsthaft darüber besorgt, dass das in den letzten Jahren erkämpfte Prestige des Getränks abnehmen könnte. Jedoch müsste man bei der Regulierung nicht dem Beispiel der umliegenden Länder folgen. Schließlich sei der Pálinka ein geschütztes Produkt, ähnlich wie Whisky, Grappa oder Cognac. Wichtig sei, dass auch künftig nur von Pálinka gesprochen werden könne, wenn er zu 100 Prozent aus Obst erzeugt sei.