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106 Familien in Siófok schon eine Woche ohne Wasser

Einen harten Kurs steuert weiterhin der Wasserversorger DRV in Siófok.

Manchmal dreht er auch den Hahn auf, nicht aber morgens von sieben bis elf, und nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr. Zwischenzeitlich waschen die in der Wohnanlage „Rózsakert“ Ansässigen, darunter Alte, Kranke und Kinder, nachts. Kostbares Naß wird zu möglichen Zeiten in Eimern gesammelt, um wenigstens die Toilettenspülung sicherzustellen. Wie bereits berichtet, schwelt der Streit zwischen den Familien in der Siófoker Szépvölgyi Straße und der DRV. Nach wie vor sind angeblich geschuldete Wasserrechnungen in Höhe von 7,7 Millionen Forint der Grund für die knallharte Maßnahme, so somogyihírlap.hu.

Bitter beklagt sich Frau Judit Molnárné Stander: Kein Recht für die Betroffenen, kann sich die DRV denn alles erlauben, warum wird statt zu verhandeln einfach das Wasser abgedreht?

Nach wie vor scheint unklar zu sein, wer von den Anwohnern wieviel schuldet. Eine gerichtliche Entscheidung steht aus, man darf nur auf eine zufriedenstellende und vor allem baldige Lösung des Problems hoffen.

Karpfen, jede Menge Karpfen

Die Fischereigesellschaft am Balaton hat mit dem herbstlichen Karpfenbesatz begonnen.

Zusammen gelangten – einschließlich der bisherigen Mengen – 300 Tonnen der Fische in den See. Etwa 45 Tonnen junger Karpfen wurden nun bei Balatonszemes vom Schiff aus ins offene Wasser entlassen. Weiterer Besatz erfolgt auch vom Ufer aus. Während dieser Zeit und bis 48 Stunden danach ist dort der Fischfang nicht gestattet. Über das Verbot geben die im Umkreis angebrachten Plakate Orientierungshilfen; auch die Homepage der Balatoni Halászati Zrt. vermittelt Informationen, so helikonportal.hu.

Mit dem jetzigen und schon im Sommer erfolgten Besatz wurden mehr als 250 Tonnen zwei- und dreijähriger Karpfen in den See verbracht, zusammen mit der Menge des Vorjahres also gut 300 Tonnen. Weiterer Besatz ist bis Ende November zu erwarten, Orte und Zeitpunkte werden dabei von den Wetterverhältnissen abhängen.

Zwei Tote am Bahnübergang

Beim Zusammenstoß eines Schnellzugs mit einem PKW zwischen Balatonfűzfő und Balatonalmádi sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Der in Richtung Celldömölk fahrende Zug erfaßte das Auto, obwohl nach bisherigen Berichten die Lichtschranke funktionierte und rote Warnleuchten blinkten. Trotzdem geriet der PKW auf die Schienen und wurde von der herannahenden Lokomotive erfaßt. Das Autowrack wurde noch 300 Meter weitergeschoben; der Zug konnte erst am nächsten Bahnübergang zum Stehen gebracht werden, so siofokinapilap.hu.

Im PKW starben zwei Menschen, von den Reisenden im Zug wurde niemand verletzt. Der genaue Unfallhergang wird gegenwärtig durch Polizei und Eisenbahnfachleute ermittelt.

Kapitäne und Matrosen „segeln“ in grüne Zahlen

Auf eine erfolgreiche Saison 2008 blickt die Schifffahrtsgesellschaft am Balaton zurück.

Das erklärte Gyula Horváth, der geschäftsführende Direktor, auf einer Pressekonferenz. Bis Ende August zählte man im Personenverkehr insgesamt 725 000 Reisende. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um 3,4 Prozent. Davon entfielen auf Schiffe, die im Linienverkehr eingesetzt waren, mit Ausnahme der Fähren, 1,4 Prozent (585 000 Fahrgäste), auf Ausflugsschiffe 12,7 Prozent (140 000). Der Fahrplan bediente 22 Anlegestellen rund um den See, von 21 aus starteten Disco- und Ausflugsdampfer. Besonders bei Radlern sind die Schiffe beliebter geworden; Fahrradtickets wurden 6,4 Prozent, auf den Autofähren sogar 10,6 Prozent mehr verkauft.

Die Autofähren zwischen Tihany und Szántód beförderten bis Ende August 795 000 Personen und 244 000 Kraftfahrzeuge, leider etwa 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

In den Touristeneinrichtungen der Gesellschaft, dem Hotel Móló in Siófok, und den Campingplätzen „Hattyú“ in Balatonszemes und „Sellő“ in Balatonboglár zählte man bei 7600 Gästen mehr als 32 000 Übernachtungen.

(Quelle: MTI)