Verkohlter Leichnam in Budapester Wohnung gefunden

In der Innenstadt von Budapest ist am Dienstag ein verkohlter Leichnam in einer Wohnung gefunden worden. Die Bewohner eines Hauses in der Király-Straße hatten die Feuerwehr gerufen, nachdem sie schon zwei Tage lang Rauch wahrgenommen hatten, dessen Ursprung sie nicht feststellen konnten, berichtet die Nachrichtensendung Híradó des Fernsehens. Die Feuerwehrleute stießen auf der zweiten Etage auf die Quelle des Geruchs. In einer Wohnung entdeckten sie dann Brandspuren und den verbrannten Körper eines Menschen. Es begannen Ermittlungen zu den Ursachen der Tragödie.

Budapester City: Aufdringliches Betteln verboten

Widerspruch hat eine am Donnerstag beschlossene neue Verordnung für die Budapester City ausgelöst. Auf Initiative des Bürgermeisters vom V. Stadtbezirk, Antal Rogan, hatten die Stadtväter ohne Gegenstimme beschlossen, aufdringliches Betteln, Betteln mit Kindern, Wegwerfen von Zigarettenkippen und anderen Abfällen sowie Rauchen auf Spielplätzen zu verbieten. Rogan erklärte den anwesenden Mitgliedern des Freiwilligen-Netzes „Der Mann der Straße“, er erwarte wie von jedem Bewohner der Innenstadt auch von Obdachlosen, dass sie keinen Dreck machen. Nach Ansicht des Sprechers des Freiwilligen-Netzes, Bálint Misetics, dienen derartige Verordnungen, wie es sie in Budapest nur noch im XIII. Bezirk gibt, der Kriminalisierung der Armut, berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

Budapest: Polizeioffizier überfährt Fußgänger

Unter bislang ungeklärten Umständen hat ein ungarischer Polizeioffizier am Dienstag in Budapest einen Fußgänger überfahren. Bei dem Polizisten handelt es sich um den Chef des Polizeipräsidiums vom 22. Stadtbezirk der Hauptstadt, der bei dem Unfall seinen eigenen Wagen steuerte. Das Unfallopfer starb, nachdem er ins Krankenhaus gebracht worden war, an seinen Verletzungen. Der Budapester Polizeichef wies eine außerordentliche Untersuchung an. Über das Ergebnis werde unverzüglich informiert, teilte die Polizei mit.

Hohe Kriminalität in Budapester City

Die City von Budapest bleibt für Touristen und Kriminelle gleichermaßen interessant. Mit nicht weniger als 288 Diebstählen, Einbrüchen, Betrugsdelikten und anderen Straftaten je 1000 Einwohner führte der von Touristen besonders stark frequentierte V. Stadtbezirk, das am Donauufer gelegene Zentrum von Pest, auch im vorigen Jahr haushoch die Kriminalstatistik an. Das geht aus einer Übersicht der Zeitschrift für Politik und Wirtschaft „HVG“ auf der Grundlage des Jahresberichts der obersten Staatsanwaltschaft und des Innenministeriums Ungarns über die Entwicklung der Kriminalität hervor.

Hohe Zahlen für die Kriminalität zeigt die Statistik auch für die angrenzenden Stadtteile Terézváros mit 126, Angyalföld mit 105 sowie Ferencváros und das Burgviertel auf der gegenüberliegenden Seite der Donau mit je 102 Straftaten je 1000 Einwohner. Als das Budapester Harlem oder das Zentrum der aggressiven Kriminalität gingen im vorigen Jahr Terézvárosmit 7 und Józsefváros mit 6 Gewaltverbrechen in die Statistik ein. Die höchste Konzentration der Kriminellen weist das zu beiden Seiten des innerstädtischenJosefrings gelegene Józsefváros auf, wo im Vorjahr je 1000 Einwohner 24 Straftäter wohnten.

Festgestellt wurde im Vergleich zwischen Pest und Buda eine hohe Konzentration der Kriminalität am linken Donauufer (Pest). Während dort 108 000 Strafverfahren eingeleitet wurden, waren es in Buda 25 000. In Pest leben 1,2 Millionen Menschen, in Buda sind es eine halbe Million.