Budapester können aufatmen: Uferstraße wieder frei

Die Autofahrer in Budapest können aufatmen: Von Montag an ist die untere Uferstraße an der Budaer Donauseite wieder von der im Süden gelegenen Lágymányosi-Brücke bis zur Elisabeth-Brücke durchgängig befahrbar. Das teilten die Verantwortlichen für das Projekt Lebendige Donau laut MTI am Freitag mit. Die Freude dürfte jedoch nicht ganz ungetrübt sein, denn mit Verkehrsbeschränkungen von kürzerer Dauer sei nach wie vor zu rechnen, hieß es.
Durch den Bau eines neuen unterirdischen Abwasserkanals waren die Uferstraße und als Folge weitere Bereiche des innerstädtischen Verkehrs in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Verlegung der Röhren war Ende November abgeschlossen, so dass der Straßenabschnitt zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Termin freigegeben wird.
Verkehrsbeschränkungen wegen der Bauarbeiten werden am Bem-Platz und an der Margaretenbrücke in Kraft treten. Geplant sind unter anderem noch ein neuer Verkehrsknotenpunkt am Budaer Brückenkopf der Margaretenbrücke. Daher wird die untere Uferstraße von dieser Brücke in Richtung Norden erst ab Herbst nächsten Jahres wieder befahrbar sein.

Budapest will Olympia 2020 austragen

Ungarns Hauptstadt will sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2020 bewerben. Das beschlossen alle Fraktionen in einem seltenen Konsens, gab Oberbürgermeister Gábor Demszky am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Budapest bekannt. Das Parlament soll auf Initiative der Hauptstadt ein Gesetz über die Absicht zur Austragung der Spiele sowie über die Sicherung der entsprechenden Projekte verabschieden. In ihrer Absichtserklärung versichern die Fraktionen, dass sie alles für einen Erfolg von Budapester Olympischen Spiele im Jahre 2020 tun wollen.

Demszky nannte die Spiele eine nationale Angelegenheit. Es gehe um die Entwicklung Ungarns, nicht nur einer Stadt oder einer Region. Zugleich würde Budapest durch die Entwicklungen, die mit Olympia zusammenhängen, lebenswerter, für den Verkehr durchlässiger und gesünder.

Bis 2011 muss Budapest seine Olympia-Bewerbung einreichen, wenn es am Auswahlverfahren teilnehmen will.

Verkehrs-Chaos in Budapest bleibt aus

Der Budapester Verkehrsbetrieb wird an diesem Donnerstag nicht wie ursprünglich angekündigt bestreikt, meldet die Nachrichtenagentur MTI. Damit bleibt auch das erwartete Verkehrs-Chaos aus. Das Streikkomitee sah den Regierungsbeschluss als vertrauenerweckend an, wonach die Verkehrsbetriebe 40 Milliarden Forint (etwa 160 Millionen Euro) erhalten. Als erfreulich bezeichnete der Sprecher des Streikkomitees, Gábor Nemes, dass die Gewerkschaften in die Ausarbeitung der Details eines Vorstadt-Verkehrsbetriebes einbezogen werden. Die Bereitschaft zum Streik bestehe jedoch weiter, da der Regierungsbeschluss nicht die langfristigen Betriebsprobleme des Budapester Verkehrsbetriebes löst.

Künftig kein Nadelöhr am Budapester Autobahnring

Die Tage des Nadelöhrs auf dem südlichen Abschnitt des Budapester Autobahnrings und damit der vielen Staus und Unfälle sind gezählt. Im kommenden Jahr beginnen laut MTI zwischen den Autobahnen 1 (Budapest-Wien) und 2 (Budapest-Szeged) die Arbeiten zur Verbreiterung des Rings. In beiden Richtungen entsteht eine dritte Fahrspur. Eine neue Donaubrücke sichert die durchgehende Erweiterung des sensiblen Streckenabschnitts.
Das Projekt wurde notwendig, weil derzeit auf dem Südabschnitt drei Mal so viele Autos am Tag fahren, als früher einmal geplant. Die EU stellt für den Bau zehn Milliarden Forint (etwa 40 Millionen Euro) bereit.

„Sunday Times“: Bester Weihnachtsmarkt in Budapest

Der Weihnachtsmarkt in Budapest ist auch in diesem Jahr im internationalen Vergleich Spitze. Die britische „Sunday Times“ stellte ihn in ihrer Reisebeilage unter den sechs besten Europas auf den Platz 1, berichtet die Ungarische Turismus AG am Montag.

Das bunte Markttreiben im attraktiven Zentrum der Hauptstadt auf dem Vörösmarty-Platz am Eingang zur Váci utca, der berühmtesten Einkaufsgasse Ungarns, lockt zahllose Menschen an. Der Weihnachtsmarkt wurde nach Angaben des Veranstalters dieses Jahr zum 10. Mal organisiert. Mit den mehr als 150 geplanten kulturellen Programmen entwickelte er sich zu einer Attraktion von internationalem Rang und zu einem der beliebtesten Ereignisse der Wintersaison.

Im vorigen Jahr besuchten mehr als 600 000 Menschen den Weihnachtsmarkt. Damit wurden die oberen Kapazitätsgrenzen erreicht, hieß es beim Veranstalter auf Anfrage unserer Zeitung. In diesem Jahr ist ein ebenso starker Besucherstrom zu beobachten. Besonders zeichnet den Budapester Weihnachtsmarkt aus, dass sämtliche gehandelten Erzeugnisse durch eine Fachjury qualifiziert wurden. Begleitet wird der lebhafte Handel durch ungarische Volksmusik und Volkstänze.