Achtung Autofahrer: Große Staus zu Wochenanfang in Budapest

Budapest – Demonstrationen an neuralgischen Punkten von Budapest werden am Montag voraussichtlich im nachmittäglichen Berufsverkehr zu großen Staus in der Innenstadt führen. Die Organisatoren der Demonstrationen haben angekündigt, dass sie sich auf friedliche Proteste vorbereiten. Voriges Jahr um diese Zeit hatte es in Budapest unter anderem bei der Besetzung des Fernsehgebäudes durch Demonstranten schwere Ausschreitungen gegeben.

Auch in diesem Jahr gilt die Serie von Protesten einer Rede des Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány. Er hatte in einem internen Auftritt vor Sozialisten erklärt, dass die Öffentlichkeit während der zurückliegenden Jahre von ihm und seiner Partei permanent belogen worden sei.

Budapester Oberbürgermeister kündigt City-Maut an

Budapest – Ungarns Hauptstadt wird mit Beginn des kommenden Jahrzehnts die City-Maut einführen. Bestimmte Teile von Budapest werden dann nur noch bei Zahlung einer Nutzungsgebühr befahren werden können, kündigte Oberbürgermeister Gábor Demszky am Sonntag nach einem Bericht von hvg.hu zur Eröffnung der Europäischen Mobilitätswoche an.

Er sehe keine andere Lösung zur Milderung der Umweltschäden, die vom ständig wachsenden Autoverkehr verursacht werden, sagte Demszky. Für eine liebenswertere Hauptstadt sei die Zurückdrängung des Budapester Autofahrerlagers, das bereits auf 1,2 Millionen angeschwollen sei, unerlässlich. In anderen europäischen Städten habe sich die City-Maut schon bewährt.

Der Oberbürgermeister war zur Eröffnung der Mobilitätswoche selbst auf dem Fahrrad erschienen. Seiner Ansicht müssen die Autofahrer ihre Einstellung ändern. Ziel sei, dass so viele wie möglich die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, sich aufs Fahrrad schwingen oder zu Fuß gehen.

Brückenchaos: Nun doch keine Wäsche für Brücke in Budapest

Budapest – Das Verkehrskollaps wäre wohl programmiert gewesen: Im letzten Moment hat das zuständige Unternehmen für die Unterhaltung der öffentlichen Plätze in Budapest die geplante große Wäsche für die Petőfi-Brücke abgesagt.

Die Entscheidung wurde am Freitag bekanntgegeben, nachdem den Verantwortlichen zu Ohren gekommen war, dass die Kettenbrücke am Samstag wegen Veranstaltungen gesperrt ist und auf der Árpád-Brücke der Straßenbelag erneuert wird. Die Freiheitsbrücke aber ist wegen Rekonstruktion sowieso für längere Zeit geschlossen. Wäre nun auch noch die Petőfi-Brücke ausgefallen, hätte das wohl den Verkehr in der ungarischen Hauptstadt völlig gelähmt.

Ohnehin ist eine Fahrt mit dem Auto durch Budapest nur nervenstarken Fahrern zu empfehlen, da Staus insbesondere in den Hauptverkehrszeiten an der Tagesordnung sind. Die Petőfi-Brücke soll nun zu einem späteren Zeitpunkt gewaschen werden.

Hochwasser der Donau bei Budapest geht nur langsam zurück

Budapest – Das Hochwasser der Donau geht bei Budapest langsamer zurück als ursprünglich erwartet. Deshalb ist erst für Donnerstagnachmittag oder Freitagvormittag damit zu rechnen, dass die Uferstraßen wieder befahrbar sind, teilte die Hauptdirektion für Wasserwesen nach einem Bericht der Fernsehnachrichten Híradó mit. Als Folge wird der Verkehr in der Hauptstadt langsamer fließen, stellenweise sind Staus zu erwarten.

Der höchste Wasserstand war mit 6,92 Meter zwischen Dienstagmittag und -abend gemessen worden. Bis Mittwochnachmittag war dann ein Rückgang auf 6,76 Meter zu verzeichnen.

Unterdessen schwoll die Donau auf ihrem oberen Abschnitt in Österreich nach Regenfällen wieder an. Diese kleinere Welle wird am Freitag in Budapest erwartet. Sie wird jedoch nach Aussage von Experten keinen Einfluss auf den Straßenverkehr der Hauptstadt haben.

Scheitelpunkt des Hochwassers bald in Budapest

Budapest – Der Scheitelpunkt des Donau-Hochwassers wird in der Nacht zum Mittwoch die ungarische Hauptstadt passieren. Dabei wird mit einem Pegelstand von 6,95 Metern gerechnet, berichtet die Zeitung „Népszava“ auf ihrer Internetseite. Voraussichtlich wird deshalb bis Donnerstag auf der unteren Uferstraße kein Verkehr möglich sein. Auf einer Gesamtstrecke von 509 Kilometern bestand am Dienstag Hochwasserbereitschaft.

Die Hochwasserwelle hatte bis Dienstag das Donauknie im Norden Ungarns erreicht. Bis dahin wurden nach Angaben des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwesen bislang 5700 Hektar Land überschwemmt. Größere Gefahren sind vom gegenwärtig hohen Wasserstand der Donau in Ungarn nicht zu erwarten.