Keszthely verlangt Eintritt für Schloßpark

Bisher lud der Schloßpark der Familie Festetics zu kostenlosen Spaziergängen ein, bald werden dafür 300 Forint Eintritt verlangt werden.

Die Anlage, heute ein Naturschutzgebiet mit englischem und französischem Garten, war seit der Zeit Ludwigs XIV. mit seiner bekannt seltenen Flora berühmter als das eigentliche Kastell.

Besucher haben dort im Park jetzt große Schäden verursacht. Bänke wurden zerstört, Zierbrunnen mit Mülleimern verwechselt, Pflanzen entwendet. Von eintausend Tulpenzwiebeln, Geschenk der holländischen Königin, wurden bereits 700 gestohlen. Der durch die mutwillig angerichteten Verwüstungen bedingte Aufwand wird mit zehn Millionen Forint beziffert.

Ab wann genau der „Spazierobulus“ verlangt wird, steht noch nicht fest, lediglich die Höhe von 300 Forint pro Person. Die Einnahmen werden in den Unterhalt und die Weiterentwicklung des Schloßparks fließen. Auch über die Einstellung weiterer Parkwächter, derzeit nur zwei, wird nachgedacht, so László Czoma, Direktor des Schloßmuseums, laut helikonportal.hu.

Jährlich verzeichnet das Keszthelyer Schloß etwa 250.000 Besucher. Nach Einführung der Eintrittsgebühr für den Park erwartet die Verwaltung Mehreinnahmen von 15 Millionen Forint.

Brandstiftung in Keszthely wahrscheinlich

Untersuchungen der Feuerwehr in Keszthely haben ergeben, daß das dortige Unglück im seit Jahren stillgelegten Hotel Balaton auf Brandstiftung zurückzuführen ist.

Der Brandverlauf, auch dessen Entstehung, schließe andere Möglichkeiten fast völlig aus, berichtet monitormagazin.hu.

Das früher bekannte Keszthelyer Strandhotel stand am Abend des 25. August in Flammen; es gelang 36 Feuerwehrmännern erst am darauffolgenden Morgen, den Brand zu löschen. Personen wurden nicht verletzt, doch wurde der zweite Stock des Hotels stark in Mitleidenschaft gezogen, das Dach brannte vollständig aus.

Noch am gleichen Tag entstand die Vermutung, daß Brandstiftung vorliegen könne, zumal Augenzeugen vor Ausbruch des Feuers mehrere Jugendliche aus einem Fenster des Hotels springen sahen. Die Polizei bestätigte inzwischen die Festnahme von fünf Personen, die Ermittlungen dauern an.

Alkoholverbot in Keszthely

Auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Keszthely ist von diesem Dienstag an der Genuss von Alkohol verboten. Das beschlossen die Abgeordneten der Stadt am Balaton, weil betrunkene Randalierer immer größere Schäden anrichten, meldet die Unabhängige Nachrichenagentur. Es passe nicht zu den Traditionen, zur Patina der Stadt Keszthely, dass in der Fußgängerzone und anderen Straßen Alkohl getrunken wird, eventuell unter Alkohl stehende Menschen randalieren, argumentierte Vizebürgermeister Róbert Pálinkás.

Auch an ein Rauchverbot hätten die Abgeordneten gedacht, seien jedoch zu dem Schluss gekommen, dass dafür die Situation noch nicht reif ist. Ausnahmen vom Alkoholverbot gelten für Terrassen von Gaststätten oder Veranstaltungen im Freien mit besonderer Erlaubnis. Verstöße gegen das Alkoholverbot können mit bis zu 30 000 Forint geahndet werden, sagte der stellvertretende Bürgermeister.

Neuer Touristenmagnet im Gebiet Keszthely-Hévíz

Im Raum Keszthely-Hévíz hat sich ein neuer Touristenmagnet etabliert. Ein mächtiger Heißluft-Ballon für 18 Personen schwebt über das Gebiet und befördert fasst jeden Tag Passagiere. Die Fluggäste können während des einstündigen Fluges die Schönheiten der Landschaft am Westrand des Balaton bewundern. Es ist das erste Mal, dass in Ungarn ein so großer Ballon am Himmel auftaucht, berichtet das regionale Fernsehen von Keszthely. Aus dem mächtigen Korb heraus können die Touristen Fotos schießen und Videos aufnehmen. Beim Auf- und Abstieg werden die Passagiere aktiv in die Vorbereitungen einbezogen, zum Abschluss helfen sie auch beim Einpacken. Dafür bekommen sie dann auch ein Diplom und können mit Sekt auf die erfolgreiche Landung anstoßen.

Keszthely mit neuen Ausstellungen in die Saison

Speziell für die Urlaubssaison hält des Helikon Schlossmuseum in Keszthely am Balaton neben den ständigen Ausstellungen zahlreiche neue Angebote bereit, berichtet die Regionalzeitung „Zalai Hírlap“. Zum Empfang des bereits im Mai anschwellenden Touristenstroms wartet es mit zwei Ausstellungen von Rang auf. Direktor László Czoma hebt die Ausstellung „Maler des Balaton“ hervor, die die tausend Gesichter des größten Sees in Mitteleuropa widerspiegelt. Keines der Bilder stamm von lebenden Künstlern. Das Jahr der Bibel prägt die andere prominente Schau, die das Museum gemeinsam mit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften zusammenstellte.

Eine Ausstellung von Werken des 80-jährigen Malers Miklós Varga, der mit dem Balaton verbunden ist, aber jetzt im nordostungarischen Miskolc lebt, wird zum Sommer hin gezeigt werden. Zu den jüngsten Künstlern, die in Keszthely ihre Werke zeigen, gehört die Budapesterin Andrea Bátorfi, eine Malerin in den zwanziger Jahren.

Das Jagdmuseum wartet mit einer Sammlung von Werken des namhaften Tiermalers Róbert Murai auf. Von dem in Lenti lebenden Jenő Keszthelyi werden die Porträts berühmter Jäger gezeigt. Die neugestalteten Jagd- und Modell-Eisenbahn-Ausstellungen bewiesen nach den Worten des Direktors bereits ihre erhoffte Attraktivität.

Publikumsmagnet ist auch das Kutschenmuseum, dessen Sammlung bald um ein historisch wertvolles Stück reicher wird: Dabei handelt es sich um einen geschlossenen Gala-Schlitten aus dem 18. Jahrhundert. Bald erwacht auch das Musikleben mit den traditionellen Meisterkursen und den damit verbundenen Konzerten, kündigt die Zeitung weiter an. Die Hauptattraktion des Sommers sollen dann die 9. Sommerspiele von Keszthely zwischen dem 24. Juli und dem 10. August werden.