Zwei Museen in Keszthely übergeben

Die Balatonstadt Keszthely ist um zwei Attraktionen reicher geworden: Im berühmten Festetics-Schloss, das bis 2010 rundum erneuert wird, sind zwei attraktive Museen offiziell übergeben worden, berichtet das Internetportal nyugat-balaton.com am Samstag. Dabei handelt es sich zum einen um das Jagdmuseum, in dem neben rund 200 teilweise sehr seltenen Tierarten, 430 Trophäen und 120 ausgestopften Tieren von fünf Kontinenten seltene und wertvolle Jagdwaffen zu sehen sind. Der andere Besuchermagnet ist die Historische Modelleisenbahn-Ausstellung. Dort sind drei große, voneinander unabhängige, computergesteuerte Anlagen zu bewundern, auf denen 146 motorgetriebene Fahrzeuge – Lokomotiven, Motorzüge und Schienen-Unterhaltungs-Fahrzeuge – verkehren.

Das Festetics-Kastell ist eines der größten Schlösser Ungarns. Es gilt als Edelstein der Balatonregion und beherbergt die meistbesuchte öffentliche Sammlung des Landes. Mit einem Aufwand von 800 Millionen Forint (etwa 3,2 Millionen Euro) wird der prachtvolle Bau derzeit rekonstruiert, wobei 688 Millionen Forint von der EU kommen. (http://www.keszthely.hu/)

Volksabstimmung soll über Straßenbahn Keszthely-Hévíz entscheiden

Keszthely – Eine Volksabstimmung soll wahrscheinlich über den Bau einer Straßenbahn zwischen Keszthely und Hévíz entscheiden. Der Entwicklungsrat Balaton würde nach Aussage seines Vorsitzenden Tamás Suchman, den Gedanken fördern, aber nur bei Unterstützung durch die Einwohnerschaft, schreibt die Regionalzeitung „Zalai Hírlap“.

Suchman setzte sich in Keszthely für die Entwicklung des Fremdenverkehrs in der Stadt ein. Wichtiges Ziel sei, den Balaton zu einer Kulturregion Europas zu machen. Für den Titel der Kulturhauptstadt Europas hätten Siófok, Balatonfüred und Keszthely gleichermaßen Chancen.

Keszthelys Bürgermeister Ferenc Ruzsics bezifferte die Kosten für die Straßenbahn mit rund vier Milliarden Forint (etwa 16 Millionen Euro). Nach den bisherigen Vorstellungen würde die Straßenbahnlinie im Hafen von Keszthely beginnen und von dort zu den Hotels am Balatonufer führen. Entlang des Boulevards ginge es dann weiter zum berühmten Festetics-Schloss, bis nach fast neun Kilometern Weg der Badeort Hévíz erreicht würde.

Zwischen Keszthely und Hévíz besteht bislang keine günstige Verkehrsverbindung, obwohl die beiden Städte vor allem durch den Fremdenverkehr gleichsam zusammenleben. Die ins Auge gefasste Straßenbahn könnte neben der Lösung des Massenverkehrs auch eine Attraktion für Touristen werden, weil Nostalgiewagen eingesetzt würden. Der Gedanke einer Straßenbahn zwischen Keszthely und Hévíz war schon einmal vor hundert Jahren ernsthaft erwogen worden.

Tanzfestival zum Saisonende in Keszthely

Keszthely – Mit einem Festival für Tanzkunst markiert Keszthely das Ende der Saison. Die sechstägige Veranstaltungsreihe bietet seit Donnerstag Vorstellungen in verschiedenen Stilrichtungen für Kinder und Erwachsene, berichtet die Stadt auf ihrer Internetseite. Da Tanz ohne Sprache auskommt, sollen mit dem Festival auch die ausländischen Gäste angesprochen werden.

Bis zum 11. September treten das Budapester Tanztheater, das Szegeder Zeitgenössische Ballett, das Armee-Ensemble, die Truppe ExperiDance sowie Andra Lippai und das Tanztheater FlamenCorazon Arte auf. Das Keszthelyer Tanzpanorama, wie das Festival heißt, wurde 2002 vom Nationalen Tanztheater, dem Verband Ungarischer Tanzkünstler sowie dem damals eröffneten Balaton Kongresszentrum und Theater aus der Taufe gehoben.

Motorradfahrer treffen sich am Wochenende in Keszthely

Keszthely – Als historisches und kulturelles Zentrum des Balatons spielt Keszthely an diesem Wochenende die Rolle des Gastgebers für ein Großes Treffen der Motorradfahrer. Besonders Liebhaber alter Modelle werden zwischen dem 17. und dem 19. August auf ihre Kosten kommen. Der Höhepunkt des Moto-Rock-Festivals wird der Schönheitswettbewerb der Motorradfahrer-Veteranen und deren Aufmarsch am Samstag nach dem Mittagessen sein. Wie jedes Mal steht abends das Rockfest der Teilnehmer des Treffens auf dem Programm, geht aus einem Bericht auf dem Portal des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums hervor.

Auch die Polizei will der Veranstaltung zum Erfolg verhelfen. Ihr wichtigstes Anliegen ist die Sicherheit. Deshalb können die Teilnehmer mit Unterstützung der Landespolizei-Führung während des Treffens theoretische und praktische Erfahrung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit sammeln. Die Nächte können sie neben ihren Zweirädern in Zelten an einer der schönsten Uferstellen des Balatons, dem Helikon Strand verbringen.