Prognose: Mehr Mücken am Balaton

Mehr Mücken als in anderen Jahren werden nach Ansicht von Experten in der beginnenden Saison die Menschen rund um den Balaton bedrohen. Glück im Unglück sei jedoch, dass auch für die Vernichtung der Plagegeister mehr Geld zur Verfügung stehe, berichtet das Fernsehen von Keszthely.

Von fachlichen Gesichtspunkten sei dieses ein besonderes Jahr, sagte Tamás Sáringer-Kenyeres von der Expertenkommission, die den Feldzug gegen die Mücken am „ungarischen Meer“ von Keszthely aus lenkt. Noch nie habe so viel Geld zur Verfügung gestanden wie jetzt.

Wegen der anhaltenden Trockenheit im vorigen Jahr waren auch die Ausgaben für den Kampf gegen die Blutsauger geringer. Bald wird die Bevölkerung die Maßnahmen bemerken, sagte Sáringer-Kenyeres. In der wärmeren Periode wird es zunächst eine biologische Vernichtung geben. Bei steigender Stichzahl kommt der Einsatz chemischer Mittel aus der Luft hinzu.

Städtevergleich in Ungarn: Spitzenplatz für Siófok

Im Wettbewerb um das beste Image der Städte in Ungarn hat das Balatonzentrum Siófok am besten abgeschnitten. Bei den Komitatsstädten belegte Miskolc Platz 1 und unter den Kleinstädten war mit Balatonfüred wieder eine Kommune vom Strand des ungarischen Meeres vorn. Das ergab nach einem Bericht von www.keszthelystart.hu eine gemeinsame Untersuchung der Agenturen Image Factory und Observer Budapest Medienbeobachter für das vorige Jahr.

Bei den Großstädten wurde Siófok, das auch insgesamt das beste Image zeigte, von Esztergom und Haudúszoboszló gefolgt. Seine Spitzenstellung verdankt die Balatonstadt ihren hervorragenden touristischen Gegebenheiten und den Veranstaltungen außerhalb der Saison. Verschiedene touristenfreundliche Maßnahmen hätten das von der Stadt vermittelte Bild der Gastfreundlichkeit weiter verstärkt, argumentieren die Autoren der Untersuchung.

Balatonfüred als Hauptstadt des Nordufers strahlt überzeugend das Bild eines friedlichen, ruhigen, niveauvolle Erholung bietenden Urlaubszentrums aus. Das Zielpublikum suche also nicht die Hauptstadt der ungehemmten Vergnügungen. Die Plätze zwei und drei unter den Kleinstädten belegten Fót (Komitat Pest) und Kőszeg (Vas).

Miskolc, das den Lohrbeer unter den Komitatsstädten davontrug, bemüht sich beharrlich um die Umgestaltung seines ererbten Images als Industriestadt in das einer Stadt der Bildung, Kultur und Festivals. In der Kommunikation spielt das Engagement für die Umwelt eine besondere Rolle. Szeged und Debrecen landeten auf Platz 2 und 3 hinter Miskolc.

Für die Rangfolge wurden Pressemeldungen, Erscheinen in den Medien und die Web-Seiten der Kommunen herangezogen.

Balaton-Saison beginnt – Beste Wasserqualität

Eine ausgezeichnete Wasserqualität attestieren Fachleute dem Balaton vor der Badesaison, die mit dem 1. Mai startet. Nach jüngsten Messungen könnte man das Wasser auch trinken, berichtet das Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum. Im Wasser befinden sich wenig Algen. Ob das allerdings den Sommer über so bleibt, hängt von der Temperatur und der Entwicklung der Wasserqualität ab, sagte Mátyás Présing vom Limnologischen Forschungsinstitut Balaton der Unabhängigen Nachrichtenagentur.

Unmittelbar vor Saisonbeginn öffneten alle Geschäfte und Gaststätten. In einer Umfrage der Agentur rechneten Vermieter mit einer besseren Saison als im Vorjahr. 60-70 Prozent der Gäste seien Ungarn, sagte ein Unternehmer in Balatonlelle, der Privathäuser vermietet. Eine vierköpfige Familie könne bereits für 10 000 forint (etwa 40 Euro) pro Tag ein Haus in der Hauptsaison am Plattensee mieten. Die meisten interessierten sich jedoch derzeit bei seiner Firma für Luxushäuser mit Swimmingpool, die für etwa 25 000 Forint zu haben seien. Es seien aber auch schon Ferienhäuser für 44 000 Forint am Tag vermietet worden.

Die Preise am Balaton würden auch durch die Verteuerung der Lebensmittel beeinflusst, hieß es weiter. Vor allem wegen der Preisanstiegs bei Speiseöl kostet der auch bei Deutschen beliebte Lángos, ein gebackener Fladen, mehr. Am Balaton ist so ein Lángos für 270 Forint, ein Krug Bier für 300 Forint erhältlich. Eine Kugel Eis wird für 100 Forint (40 Euro-Cent), ein Menü in der Gaststätte ab 590 Forint (knapp 2,40 Euro) angeboten.