Frau in Ungarn ersticht Ehepartner

Nach einem Ehestreit hat eine 53-jährige Frau in Balatonszentgyörgy (Komitat Somogy) ihrem 45-jährigen Ehemann ein Küchenmesser in die Brust gerammt, teilte die Polizei am Freitag mit. Daraufhin rief die Frau den Notarzt, der jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte. Im ersten Polizeiverhör legte die Frau ein Geständnis ab. Nach bisher vorliegenden Angaben, kam es zwischen den Ehepartnern schon bislang öfter zum Streit. Bei der Tat spielte mit Sicherheit auch Alkohol eine Rolle. Die mutmaßliche Täterin wurde in Gewahrsam genommen, ein Verfahren wegen des begründeten Verdachts des Totschlags eröffnet sowie ein Haftbefehl beantragt.

Polizei in Ungarn macht Rekord-Kokainfang

Kokain im Marktwert von rund einer halben Milliarde Forint (rund zwei Millionen Euro) hat die Polizei in Ungarn am vergangenen Montag bei einer Großrazzia sichergestellt. Ursprünglich war die Presse von einem zwar großen, aber mit 70 bis 75 Millionen Forint dennoch beträchtlich geringeren Fang ausgegangen. Medienberichten vom Donnerstag zufolge wurden die Kokainkurier und die mutmaßlichen Dealer in Gewahrsam genommen. Der Polizeichef des Komitats Baranya, József Dakos, sprach von der Beschlagnahme der bisher größten Lieferung von Kokain in der Geschichte der ungarischen Strafverfolgung.

Die Ermittler schlugen nach monatelanger intensiver Vorbereitung zu. Die beiden in der Nähe von Pécs zuerst festgenommenen Personen seien so selbstsicher gewesen, dass sie den größten Teil der im Auto beförderten Drogen nicht einmal versteckt hätten, sagte der Regionalchef der ungarischen Ermittlungsbehörde.

Danach fanden die Beamten weitere Drogen bei Hausdurchsuchungen in Siklós und Harkány. Außerdem förderten sie aus verschiedenen Verstecken 44 000 Euro und 6,5 Millionen Forint (rund 26 000 Euro) Bargeld zutage. Weitere drei Personen wurden festgenommen – Einwohner von Siklós und Harkány sowie ein kroatischer Bürger. Die Polizei vermutet, dass sie auf ein landesweites Dealernetz gestoßen sind, dessen Leute die Drogen aus Serbien und Kroatien heranschaffen.

Autobahn Budapest Adria im September fertig

Freie Fahrt ab September von Budapest bis zur Adria: Dann wird der letzte, nur einen Kilometer lange Abschnitt der Autobahn 7 fertig sein, der über die Grenze hinweg die Verbindung zwischen Ungarn und Kroatien herstellt. Das teilte ein Verantwortlicher der Nationalen Infrastruktur-Entwicklungs AG mit.
Begonnen hat bereits die technische Übergabe des Autobahn-Abschnitts zwischen Balatonkeresztúr (Komitat Somogy) und Zalakomár (Komitat Zala). Am 26. Juni 16.00 Uhr wird der 20 Kilometer lange Teilabschnitt für den Verkehr freigegeben. Danach folgt Ende Juli mit etwa zweimonatiger Verspätung die technische Übergabe des 15,5 Kilometer langen Abschnitts zwischen Zalakomár und Nagykanizsa. Ende August gibt es auch hier grünes Licht.

Schlag gegen Drogenhandel in Ungarn

Ein Schlag gegen die Drogenmaffia ist der Polizei in Ungarn gelungen. Mitarbeiter des Nationalen Ermittlungsbüros und der Komitats-Polizei haben am Montag in Pécs fünf mutmaßliche Drogendiealer festgenommen. Nach einer Mitteilung der Polizei fanden sie bei ihnen eine bedeutende Menge Kokain. Die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ will erfahren haben, dass es sich um zehn Kilogramm Kokain im Marktwert von 70 bis 75 Millionen Forint (etwa 300 000 Euro) handelt. Die Herkunft der Drogen soll während des Ermittlungsverfahrens geklärt werden.

Falsche Polizisten in Ungarn bestehlen Ausländer

Zwei falsche Polizisten haben am Abend des 28. Mai in der Budapester Innenstadt einem 54-jährigen Ausländer unter Vortäuschung einer polizeilichen Maßnahme Bargeld abgenommen. Das Polizeipräsidium ordnete daraufhin Ermittlungen an, berichtet der Sprecher der Behörde am Montag. Verstärkte Kontrollen hatten Erfolg: Zwei Rumänen, beide im Alter von 37 Jahren, wurden gefasst und unter dem Verdacht, die Straftat begangen zu haben, in Gewahrsam genommen. Das Polizeipräsidium des V. Stadtbezirks leitete ein Verfahren ein.