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Straßenbauprogramm in Zalaegerszeg geht voran

Auf einer Pressekonferenz kündigte der Verantwortliche für das Straßenbauprogramm in Zalaegerszeg, Tibor Cseke, im Beisein des Bürgermeisers, Csaba Gyutai, an, dass Ende November, Anfang Dezember die Straßen Stadion utca und Balatoni utca wieder dem Verkehr übergeben werden.

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Brutaler Angriff gegen einen Hirsch

Ein 42jähriger Mann aus Pusztamagyaród hat sich wegen Tierquälerei vor Gericht zu verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Anfang dieses Jahres einem noch lebenden Hirsch mit der Axt das Geweih abgeschlagen zu haben.

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Wirtschaft in Ungarn: Mit einer gemeinsamen Sprache zu mehr Erfolg

Seit 2004 ist Ungarn Mitglied der EU. Die Wirtschaft konnte sich nur langsam entwickeln und die Wirtschaftskrise brachte zusätzliche Probleme, aber nach der positiven Entwicklung 2013 wurde Ungarn aus dem Defizitverfahren der EU entlassen. Die Exporte steigen wieder an. Drei Viertel davon gehen in die EU, allein nach Deutschland mehr als ein Viertel. Als ausländischer Investor in Ungarn hat Deutschland einen Anteil von 24%. Größter Einzelinvestor ist Audi, auch die Autohersteller Mercedes und Opel gehören zu den Großinvestoren. Weitere große deutsche Unternehmen sind unter anderem RWE, die Deutsche Telekom, Allianz, SAP und Bosch. Auch zahlreiche mittelständische Unternehmen sind in Ungarn präsent. Das größte inländische Unternehmen ist der Mineralölkonzern MOL. Neben dem Export ist auch der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle.

Keine Kommunikation ohne gemeinsame Sprache

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland funktionieren nur über eine gemeinsame Sprache. Verträge und andere Dokumente kann man von professionellen Übersetzern erstellen lassen, aber wer vor Ort arbeitet kommt besser klar, wenn er die Sprache des Landes spricht. Davon profitiert auch die Wirtschaft in Ungarn. Bei Arbeitsanweisungen ist es von Vorteil, wenn man mit den Mitarbeitern direkt sprechen und auf Rückfragen reagieren kann. Man versteht, was die Mitarbeiter untereinander reden und wird nicht so sehr als Fremdkörper empfunden. In der Freizeit ist man ebenfalls selbständiger. Die Akzeptanz und das Vertrauen werden gefördert und es ist ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Handelspartner, wenn jemand anwesend ist, der seine Sprache spricht. Dies ist auch bei Konferenzen in Deutschland sinnvoll.

Schöne und schwierige Sprache

Die ungarische Sprache ist einzigartig in Europa. Sie gehört nicht zur indo-germanischen, sondern zur uralischen Sprachfamilie, wie das Finnische, von dem es sich aber stark unterscheidet. Sprachforscher halten sie oft für die logischste und besten strukturierteste Sprache überhaupt. Schon Jacob Grimm empfahl das Ungarische als Vorbild für eine Plansprache zu benutzen. Die Wortbildung durch Agglutination ist für einen Deutschen gewöhnungsbedürftig und über die Frage, wie viele echte Kasus es im Ungarischen gibt, streiten selbst die Sprachwissenschaftler. Je nachdem zählt man zwischen 5 und bis zu 40 Fälle, allgemein spricht man von 18, wobei nur der Nominativ, der Dativ und der Akkusativ dem Deutschen entsprechen. So ist es nicht verwunderlich, dass Friedrich Dürrenmatt scherzhaft bemerkte, dass Portugiesisch und Ungarisch die schwierigsten Sprachen Europas seien und dass nicht einmal die Portugiesen Ungarisch verstünden.

Muttersprachler oder Übersetzungsbüro?

Aus diesem Grund wird wohl so mancher lieber einen Übersetzer und/oder Dolmetscher engagieren oder ein professionelles Übersetzungsbüro beauftragen wollen. Wer nur gelegentlich eine Übersetzung von Dokumenten benötigt, ist sicher mit einem Übersetzungsdienstleister gut bedient. Ist dagegen die Kommunikation vor Ort notwendig, dann ist ein ungarischer Muttersprachler, der Deutsch spricht, die bessere Wahl. Insbesondere bei Fachbegriffen ist die Übersetzung in eine andere Sprache oft schwierig. Ein Mitarbeiter, der sowohl die Materie kennt als auch die Sprache spricht, ist da eine große Hilfe.

Mode selbst gemacht mit Nadel

Ob mit Strick-, Stick- oder Häkelnadel – selbst kreativ werden ist wieder angesagt. Nach den eigenen Vorstellungen etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, darum geht es der neu auflebenden „Do-it-Yourself-Bewegung“. Und die Mühe lohnt sich – am Ende erhält man ein Kleidungsstück, das garantiert niemand sonst in seinem Kleiderschrank hängen hat. Mit Boshi-Mützen und Loop-Schals wurden Handarbeiten bei Jung und Alt zum Trend. Den Markt freut es: Laut der Initiative Handarbeit konnte der Gesamtmarkt für Handarbeitsbedarf im Jahr 2012 ein Wachstum von stolzen 15 Prozent verzeichnen. Allein der Verkauf von Handstrickgarnen zum Stricken von Kleidung und Accessoires macht einen Anteil von 430 Millionen Euro aus. Einer Studie der GfK Nürnberg zufolge ist Handarbeit für 58 Prozent der befragten Frauen eine beliebte Freizeitbschäftigung, und wie die Initiative Handarbeit herausstellt, werden die Schaffenden immer jünger. Mittlerweile gelten die Produkte der Hobbyschneiderinnen im Kreis der „Do-it-Yourself-Bewegung“ als Qualitätskriterium.

Modetrend: ungarische Stickereien

Nicht nur die ungarische Mode mit ihren klassischen Trachten ist dabei eine Inspirationsquelle. Wie man auf dem Portal DaWanda sehen kann, sind ungarische Stickereien bei Hobbyschneiderinnen ein sehr beliebtes Motiv. Stickereien haben in Ungarn eine lange Tradition, besonders bekannt sind die mit Wollfäden bestickten Kissenüberzüge aus dem achtzehnten Jahrhundert. Für die Kissenrandstickereien verwendete man früher Garn aus der Wolle des langhaarigen ungarischen Schafes (racka juh = Zackelschaf), zur Färbung der Kissen kamen natürliche pflanzliche Farbstoffe zum Einsatz. Unterschieden werden bis heute verschiedene Stilrichtungen, die regional geprägt waren.

  • In der Gegend Debrecen waren Stickereien mit großen stilisierten Tulpen- und Rosenmotiven üblich.
  • Aus der Gegend von Hódmezővásárhely stammen Stickereien mit vergrößerten, nebeneinander gestellten und mit „Flachstichtechnik“ minuziös ausgeführten Blumenmotiven.
  • Die Stickereien von Orosháza und Umgebung sind denen aus Hódmezővásárhely sehr ähnlich, anstatt der Flachstichtechnik wurde jedoch die Kreuzstichtechnik angewendet.
  • Die Lochstickerei in Kalocsa begann mit rein weißen Farben, bis sich schwarze, blau-schwarze und dann der blau-rote Stil bei den Blumenmotiven durchsetzte.

Heute gilt die ungarische Stickerei als eine wahre Kunst, weshalb es kaum verwunderlich ist, dass sich die farbenprächtigen Motive auf modernen Kleidungsstücken wiederfinden. Alles, was man zur Anfertigung der Stickereien benötigt, sind eine robuste Sticknadel, hochwertiges Garn und ein Kleidungsstück oder -stoff der Wahl. Einen Überblick über die Charakteristika unterschiedlicher Stoffe bietet W6 Wertarbeit.

Für Stickanfänger/-innen eignet sich der einfache Kreuzstich zu Beginn am besten. Danach gibt es noch eine ganze Reihe an Stichtechniken, die mehr Fingerfertigkeit erfordern und mit denen sich anspruchsvollere Stickereien auf Kleidung und anderen Stoffunterlagen zaubern lassen. Auf http://www.coatsgmbh.de/ finden Einsteiger Stickanleitungen für verschiedene Schwierigkeitsgrade.