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Billigflieger Ryanair droht mit Rückzug aus Budapest

Der irische Billigflieger Ryanair denkt offenbar über einen Rückzug aus Budapest nach. Zur Wiederaufnahme der Linie Budapest-Glasgow an diesem Sonntag (28.3.) wies der Verkaufs-Chef für den irischen, britischen und mittel-osteuropäischen Markt, László Tamás, auf die steigenden Kosten des Flughafens hin. Ryanair werde von Herbst an sämtliche Budapest-Flüge streichen, wenn keine Vereinbarung mit dem Betreiber des Flughafens zustande komme. Der Rückzug des Billigfliegers werde sowohl für die Wirtschaft in Ungarn als auch für den Luftverkehr ungünstig sein, warnte Tamás. Dies wäre jedoch nur der schlimmste denkbare Fall, fügte er hinzu.

(Mehr dazu in der Mai-Ausgabe)

Probleme vor Autobahn-Übergabe Budapest-Pécs

Die neue Autobahn Budapest-Pécs wird möglicherweise nicht wie geplant am kommenden Mittwoch (31.3.) auf voller Länge übergeben werden können. Wie die Zeitung „Népszabadság“ auf ihrer Homepage berichtet, gibt es Probleme auf der 65 Kilometer langen Teilstrecke zwischen Dunaújváros – dem bisherigen Endpunkt von Budapest aus – und Szekszárd. Die Brücke an einem Damm soll sich gesenkt haben, was die rechtzeitige Inbetriebnahme verzögern könnte. Die M6 Tolna Konzessions AG als Erbauer der Strecke wollte nach Angaben des Blattes nicht Stellung nehmen, ließ jedoch wissen, dass an diesem Montag (29.3.) über die technische Eignung entschieden werden solle. Zudem habe die Presseabteilung des Verkehrsministeriums in Budapest bestätigt, dass es eine dreiwöchige Verzögerung der Übergabe wegen Problemen mit einer Brücke geben könnte.

Ungarns Wirtschaft wächst wieder

Die ungarische Wirtschaft hat im Januar auf einigen Gebieten Wachstum erzielt, berichtet das Zentrale Statistische Amt. Dies sei vor allem der niedrigen Basis des Vorjahres zu danken. Die Industrieproduktion übertraf die vom Vergleichsmonat 2009 um 3,4 Prozent, und zwar in erster Linie als Folge einer 13-prozentigen Zunahme des Exports. Der Wert aller Ausfuhren in Euro stieg um 15, der Import um 2,7 Prozent, so dass im Warenverkehr ein Aktiv von 290 Millionen Euro entstand.

Ungeachtet der niedrigen Ausgangsbasis hat sich die Produktion der Bauindustrie und der Industrie-Absatz im Inland weiter verringert (13,5 bzw. 12,6 Prozent). Im Zeitraum von November 2009 bis Januar 2010 blieb die Zahl der Beschäftigten im Durchschnitt um 2,4 Prozent unter der vor einem Jahr, während sich die Arbeitslosigkeit im Januar auf 10,9 Prozent erhöhte. Der reale Wert der Nettoeinkommen wuchs im Januar um 6,1 Prozent. Dabei spielte die Veränderung der Steuern ebenso eine Rolle wie die Auszahlung des ersten Teils der Einkommenszulagen in der Haushaltssphäre. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar um 6,4 und im Februar um 5,7 Prozent.

Fidesz-Finanzexperte hält Euro-Einführung 2015 möglich

Mihály Varga, früherer Finanzminister und aktueller Finanzexperte der Oppositionspartei Fidesz, hält die Euro-Einführung in Ungarn erst im Jahr 2015 für möglich. Gleichzeitig macht er auf bestehende Probleme aufmerksam und warnt vor einem Anstieg des Budgetdefizits im laufenden Jahr auf bis zu 7,5 Prozent des Bruttosozialprodukts. Zurzeit zielen offizielle Verlautbarungen der Regierung auf ein Budgetdefizit von 3,8 Prozent. Während Fidesz-Präsident Viktor Orbán beim Wahlvolk Hoffnungen auf Steuererleichterungen weckt, sieht Varga lediglich bei der Unternehmenssteuer Spielraum für Steuersenkungen.