Der ungarische Mineralöl- und Gaskonzern MOL hat ein 150 Milliarden Forint teures Gasdepot für Notfälle fertiggestellt und damit begonnen, es mit Gas zu füllen.
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Ungarn schafft Grippe-Impfstellen
Zur möglichst raschen Vorbeugung der neuen Grippe richtet Ungarn 200 bis 300 Impfstellen ein. Damit soll der Zugang zur Impfung erleichtert werden, da bislang das Vakzin gegen Rezept in der Apotheke gekauft und danach in der Regel vom Hausarzt verabreicht werden muss. Entsprechende Informationen wurden am Dienstag in den Medien des Landes veröffentlicht. Bis auf einige Personengruppen ist der Impfstoff in Ungarn kostenpflichtig, eine Impfung kostet umgerechnet etwa acht Euro.
Deutsche in Ungarn ermordet – Polizei ermittelt
Eine 69-jährige Deutsche ist im südungarischen Mohács wahrscheinlich von drei anderen Deutschen umgebracht worden. Die Polizei fand den Leichnam der Frau am Montagabend fünf Meter tief unter der Erde versteckt, teilte der Sprecher des Komitats-Polizeipräsidiums Péter Zsobrák am Dienstag mit. Unter Mordverdacht stehen drei Deutsche – ein 38-jähriger und ein 42-jähriger Mann sowie eine 23-Jährige Frau, die wie das Opfer schon seit Jahren in Ungarn leben.
Die Rentnerin galt seit voriger Woche als vermisst. Es habe jedoch viele Verdachtsmomente gegeben, sagte der Sprecher. Deshalb observierten Ermittler die Gegend und stießen so auf den Leichnam. Die Deutschen wurden als mutmaßliche Täter in Gewahrsam genommen. Eine Sonderkommission ermittelt wegen begründeten Mordverdachts. Jetzt soll geklärt werden, wer von ihnen welche Rolle bei der Tötung der Frau spielte und was die Motive dafür waren.
Beweise gegen Todesbrigade in Ungarn
Den Beteiligten an Serienmorden gegen Angehörige der Roma-Minderheit in Ungarn könnte ein Indizienprozess bevorstehen. Das lässt sich aus einem Bericht der Zeitung „Népszabadság“ folgern, die einerseits von einer sicheren Beweislage gegen die Todesbrigade spricht, andererseits aber auch schreibt, dass die Tatverdächtigen nach wie vor zu keiner Aussage bereit sind. Jedenfalls könne die Polizei zweifelsfrei die Schuld der Mitglieder der im Zusammenhang mit den Roma-Morden berüchtigten Todesbrigade beweisen. Das gelte auch, wenn sie in der weiteren Phase des Verfahrens nicht reden.
Unter Berufung auf Polizeiquellen schreibt das Blatt, dass es in der Sache keine weiteren Verdächtigen geben werde. Die Polizei sei zu dem Standpunkt gelangt, dass die Todesbrigade aus vier Mitgliedern keine Auftraggeber, Anstifter oder Geldgeber hatte.
Die Mordserie, um die sich die Ermittlungen drehen, hatte am 21. Juni 2008 begonnen. Innerhalb von 13 Monaten führte die Todesbrigade neun Angriffe aus, bei denen sechs Roma getötet und mehrere Häuser schwer beschädigt wurden.
