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1956 – Volksaufstand in Ungarn

Am heutigen Feiertag erinnert sich Ungarn an den 23. Oktober 1956, als mit einer Großdemonstration von Studenten in Budapest der Volksaufstand begann.

Abertausende von Arbeitern und Sympathisanten schließen sich an und am Abend fordert eine unübersehbare Menschenmenge vor dem Parlament Meinungs- und Pressefreiheit, freie Wahlen, Unabhängigkeit von der Sowjetunion, sowie die Einsetzung des reformorientierten Kommunisten Imre Nagy als Regierungschef.

Nagy fordert in seiner Rede die Menge auf, nach Hause zu gehen. Überraschend wird er einen Tag später vom Zentralkomitee der Partei zum Ministerpräsidenten berufen. Die Revolution greift mittlerweile auf das ganze Land über, Armee und Polizei stellen sich auf die Seite der Aufständischen. Am 1. November tritt Ungarn aus dem Warschauer Pakt aus. Imre Nagy appelliert an die Vereinten Nationen und erklärt die Neutralität Ungarns. Am 4. November greift die Sowjetunion militärisch ein. Im Verlauf der folgenden Straßenkämpfe sterben 2.652 Menschen. Die Revolution bricht zusammen und mehr als 200.000 Ungarn fliehen ins Ausland. Imre Nagy findet zunächst Schutz in der jugoslawischen Botschaft, wird jedoch später verhaftet und im Juni 1958 hingerichtet. Er wird nach der politischen Wende 1989 von Ungarn offiziell rehabilitiert und feierlich beigesetzt.

Der Verfasser dieses Artikels, der 1956 eine katholische Bekenntnisschule in Bayern besuchte, erinnert sich gut an die letzten Worte des täglichen Morgengebets, das die Ungarn mit einschloß: „…und befreie sie von der Roten Armee“.

Ungarns Einzelhandel im Abschwung

Der Einzelhandel in Ungarn hat im August einen Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen müssen. Das berichtet das Zentrale Statistische Amt in Budapest am Mittwoch. Für die ersten acht Monate betrug der Umsatzrückgang saison-und kalenderbereinigt sogar zwei Prozent. Zum Vormonat stellten die Statistiker keine Veränderungen fest.

Der Gesamtumsatz im Einzelhandel betrug den Angaben zufolge in den ersten acht Monaten 4003 Milliarden Forint. Im Lebensmittel- und lebensmittelartigen Einzelhandel ging der Umsatz während dieser Zeit um 1,4 und im August um 0,7 Prozent zurück. Im Nicht-Lebensmittel-Handel belief sich der Rückgang auf 2,5 bzw. 2 Prozent.

Auch EU-weit stellten die Statistiker einen Rückgang im Einzelhandel fest. In den 27 Mitgliedstaaten betrug das Minus jedoch nur 0,2 Prozent, wobei Rumänien mit 17,3 Prozent den höchsten Anstieg und Lettland mit 8,9 Prozent das größte Minus beim Umsatz im Einzelhandel bilanzierten.

Sitzstreik auf dem Autodach

Die Geldbuße für verkehrswidriges Parken kann István Vörös nicht bezahlen, er startete deshalb eine spektakuläre Aktion.

Die städtischen Parkwächter in Kaposvár hatten seinem falsch abgestellten Fahrzeug die Reifenkralle angelegt, ein Wegfahren war nicht mehr möglich. Das gleichzeitig ausgestellte „Knöllchen“ über 7200 Forint war unter dem Scheibenwischer hinterlegt. Das erboste den eintreffenden Autobesitzer, der seinen Angaben nach nicht in der Lage ist, die Geldbuße zu bezahlen, derart, daß er kurzerhand auf das PKW-Dach stieg, um seinen Protest auszudrücken. Dort will er so lange sitzen, bis die Stadtverwaltung die Verwarnung zurücknimmt und die Wegfahrsperre entfernt.

Vier Kinder hat István Vörös, und seine kranke Frau mußte sich erst kürzlich einer schweren Operation unterziehen. Damit erklärt er seine schlechte finanzielle Situation. Eigentlich sei er jetzt in Eile, weil sein großer Sohn vor verschlossener Haustür stehe und der kleine aus dem Kindergarten abgeholt werden müsse. Außerdem warte die Ehefrau im Krankenhaus auf seinen Besuch.

Inzwischen ist der Abschleppwagen eingetroffen, aber auch das beeindruckt den Demonstranten auf dem Autodach wenig. Weitere Kosten um die 50.000 Forint würden beim Abschleppen für ihn entstehen. Das kommt nicht in Frage. Notfalls will István auch drei Tage oben auf dem Dach ausharren.

Die Verwaltung zeigt sich von ihrer harten Seite. Dániel László, Leiter der öffentlichen Aufsicht in Kaposvár, erklärt laut sonline.hu, daß die Reifenkrallen erst nach Bezahlung der Geldbuße entfernt werden sollen.

Oase der Ruhe auf hohem Niveau

Das Hotel Szépalma im Bakony-Gebirge unweit von Zirc

Wenn man nach einigen Jahren mal wieder an Orte fährt, an denen man sich einst wohl gefühlt hat, ist es nicht immer selbstverständlich, dass dort das ehemals angetroffene Niveau auch über die Zeit gehalten oder gar weiter ausgebaut werden konnte. Die hier lebenden Ausländer und Gäste rund um den Balaton können ein Lied davon „singen“!

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