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Ungarn sparen beim Reisen

Budapest – Die Ungarn geben in diesem Jahr wesentlich weniger für Reisen aus als in früheren Jahren. Das ergab eine Studie des Wirtschafts-Forschungsinstituts Ecostat, die am Mittwoch in der Presse veröffentlicht wurde. Planten die Familien im ersten Halbjahr 2006 noch 171 000 Forint (etwa 684 Euro) je Person im statistischen Durchschnitt für Urlaubsreisen, sind es in diesem Jahr nur 120 000 Forint (480 Euro). Etwa 40 Prozent der Haushalte haben in nächster Zeit eine Reise vor, 64 Prozent wollen im Inland Erholung suchen.

Ein Drittel der Ungarn organisiert die Ferienreise selbst, geht weiter aus der Untersuchung hervor. Das sei damit zu erklären, dass individuelles Reisen die Möglichkeit bietet, die Unterkunft für den gewünschten Zeitraum per Internet zu buchen. So könnten auch die Urlaubskosten wesentlich verringert werden.

Für das zweite Halbjahr rechnt Ecostat mit einer Belebung des Fremdenverkehrs. Dabei kann sich das Balaton-Gebiet auf die Verbesserung der Wasserqualität, die östlichen und westlichen Landesteile auf Heil- und Wellnesszentren stützen.

Ungarns Autobahngebühr künftig ohne Vignette

Budapest – Die selbstklebenden Vignetten als Zeichen für die Entrichtung der Autobahngebühr soll es künftig in Ungarn nicht mehr geben. Vom Januar kommenden Jahres an will das Wirtschaftsministerium deren Verkauf einstellen, berichtet die Zeitung „Népszava“ auf ihrem Online-Portal. Die Vignette habe ihren Sinn verloren, da die Kennzeichen der Fahrzeuge durch ein elektronisches Kontrollsystem erkannt werden.

Der Wegfall des Kunststoff-Tickets auf der Winschutzscheibe soll Einsparungen von mehreren Millionen Forint (zehntausende Euro) bringen, die jedoch nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Künftig wird der Fahrzeugführer lediglich eine Quittung erhalten, die als Beweis für die Entrichtung der Autobahngebühr dient.

Fünf Menschen bei Sturm aus dem Balaton gerettet

Siófok – Fünf Menschen hat die Wasserpolizei aus dem stürmischen Balaton gerettet, meldet die Nachrichtenagentur MTI am Dienstag. Am Vorabend nach 20.00 Uhr sei die Sturm-Warnstufe 2 für den Plattensee ausgerufen worden. Danach kam Sturm mit 80 Stundenkilometern auf dem Erholungsgebiet auf, teilte der Chef der Wasserpolizei, László Horváth, der Agentur mit. Später wurde der Sturm noch stärker. Patrouillenschiffe der Polizei machten auf die bevorstehende Gefahr aufmerksam.
Dreimal wurde die Polizei nach Angaben Horváths alarmiert. Einmal hatte der Wind zwei Menschen, die sich an eine Luftmatratze klammerten, vom Südufer weggerissen, Bei Balatonvilágos geriet ein Mensch in einem Gummiboot in Gefahr. In der Nähe von Fonyód steckten Angler auf einem Steg fest und baten per Handy um Hilfe. Im bisherigen Verlauf dieses Jahres rettete die Polizei schon 124 Menschen aus dem Wasser, doppelt so viel wie im vorigen Jahr.

Neue Teilstrecken der Balaton-Autobahn vor der Übergabe

Budapest/Siófok – Die Autobahn M7 wird in allernächster Zeit durch die Übergabe neuer Teilstrecken verlängert. Dabei handelt es sich um einen 12 Kilometer langen Abschnitt im Gebiet von Nagykanizsa und um 14 Kilometer Strecke zwischen Zamárdi und Balatonszárszó, berichtet das Unabhängige Balaton Multimedia Zentrum. Zuerst ist am 8. August die Eröffnung des bei Zamárdi beginnenden Teilstücks geplant. Es umfasst auch die zwei Kilometer lange Brücke von Kõröshegy, die noch vor der offiziellen Inbetriebnahme für ein bis zwei Tage Fußgängern und Radfahrern gehören soll.

Am 24. August soll dann das andere Teilstück bei Nagykanizsa in Richtung kroatische Grenze folgen. Nach Angaben der Verantwortlichen hätte dort der Verkehr schon Ende vorigen Jahr rollen müssen. Die Fertigstellung des im gesamten Streckenverlauf noch fehlenden 33 Kilometer lange Abschnitts zwischen Nagykanizsa und Keresztúr ist bis Sommer nächsten Jahres vorgesehen.