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Siófok ist nun „Eierhauptstadt“

Der Welt größte mittelalterliche Eierspeise wurde dort aus mehr als 10.000 Eiern zubereitet.

Alles hat prächtig funktioniert beim internationalen Eierfestival am Balaton, das schon zum sechsten Mal in Siófok veranstaltet wurde. Fast die ganze Stadt war auf den Beinen, um zum Erfolg beizutragen, von Freitag bis Sonntag wurden durchschnittlich 50.000 Besucher pro Tag gezählt. László Fekete, der stärkste Mann Ungarns, mußte über Mikrofon die Menge dazu aufrufen, so lange geduldig zu sein, bis das Riesending aus Eiern fertig gekocht sei.

Nach drei Stunden war es dann so weit: Die Eierspeise, im Ungarischen „Tikmany“ genannt, war von acht Köchen in drei Stunden auf dem Siófoker Hauptplatz zubereitet worden. Das mittelalterliche Rezept, auf den Schreiber von König Mátyás zurückgehend, wenn vermutlich auch nicht für diese Dimensionen niedergeschrieben, benötigte zur praktischen Umsetzung zunächst eine Kochpfanne mit drei Metern Durchmesser und weiterhin u.a.: 8.000 gekochte Hühnereier, 2.000 Wachteleier, vier Straußeneier, einen Doppelzentner Zwiebeln, 40 kg Mangalitzaspeck, 50 kg Schweineschmalz, 25 kg Pilze,
100 kg Getreideweizen und 10 kg Trüffelmasse.

Alles zusammen gekocht ergab das dann 6.000 Portionen, die an die hungrigen Besucher ausgegeben wurden.

(Quelle: sonline.hu)

106 Familien in Siófok schon eine Woche ohne Wasser

Einen harten Kurs steuert weiterhin der Wasserversorger DRV in Siófok.

Manchmal dreht er auch den Hahn auf, nicht aber morgens von sieben bis elf, und nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr. Zwischenzeitlich waschen die in der Wohnanlage „Rózsakert“ Ansässigen, darunter Alte, Kranke und Kinder, nachts. Kostbares Naß wird zu möglichen Zeiten in Eimern gesammelt, um wenigstens die Toilettenspülung sicherzustellen. Wie bereits berichtet, schwelt der Streit zwischen den Familien in der Siófoker Szépvölgyi Straße und der DRV. Nach wie vor sind angeblich geschuldete Wasserrechnungen in Höhe von 7,7 Millionen Forint der Grund für die knallharte Maßnahme, so somogyihírlap.hu.

Bitter beklagt sich Frau Judit Molnárné Stander: Kein Recht für die Betroffenen, kann sich die DRV denn alles erlauben, warum wird statt zu verhandeln einfach das Wasser abgedreht?

Nach wie vor scheint unklar zu sein, wer von den Anwohnern wieviel schuldet. Eine gerichtliche Entscheidung steht aus, man darf nur auf eine zufriedenstellende und vor allem baldige Lösung des Problems hoffen.

106 Siófoker Familien den Hahn abgedreht

Dem Wasserversorger DRV Zrt. ist die Geduld ausgegangen. Ab heute sitzen die Familien in der Wohnanlage Rosengarten auf dem Trockenen.

Gábor Jankó, der PR-Chef der DRV, verwies auf momentan 7,7 Millionen Forint Zahlungsrückstände, die sich in den letzten vier Jahren angesammelt haben. Das bedeutet, daß es in den Wohnungen ab heute täglich von 7 bis 11 Uhr und nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr kein Wasser gibt. Wie lange wird dieser unangenehme Zustand andauern? Eben so lange, bis die ausstehenden Rechnungen beglichen sind, so sonline.hu.

Natürlich sei die Maßnahme äußerst unpopulär, erklärt Jankó, doch blieb keine andere Wahl mehr. Schon frühere Rechnungen, eine über 3 996 606 und eine über 925 000 Forint, die noch nicht beglichen sind, häufen die Gesamtschulden seit Errichtung der Wohnanlage im Jahr 1997 auf über 12 Millionen Forint an.

Die Bewohner sehen keine Rechtsgrundlage für das Abdrehen der Hähne. Bei den Forderungen handle es sich um eine Gesamtschuld der Anlage. Nicht in allen Wohnungen seien getrennte Wasserzähler installiert, so wüßten einzelne Familien nicht, wieviel sie konkret schuldeten. Grundsätzlich seien sie jedoch zahlungsbereit. Der Wasserversorger müsse deutlich feststellen und öffentlich machen, welche der Bewohner der 106 Wohnungen in der Vergangenheit bereits bezahlt hätten und welche nicht. Eine kollektive Bestrafung sei rechtswidrig.

Man darf gespannt sein, welche künftigen Verhandlungen zu welchem Ergebnis führen werden.

Bald wieder in Betrieb: Der Flugplatz in Siófok-Kiliti

Nach monatelangen Sitzungen hat der Stadtrat die Inbetriebnahme beschlossen.

Der Platz im Stadtteil Kiliti ist zwar nur für kleine Maschinen aufnahmebereit, doch stehen Erweiterungsmaßnahmen an. Einvernehmen besteht zwischen der Verwaltung in Siófok und der ukrainischen Firma Artic Group. Der Beschluß des Gremiums wurde am Donnerstag einstimmig gefaßt, die Vertragsunterzeichnung soll Anfang nächster Woche erfolgen. Die Stadt Siófok hatte die seit 2006 geschlossene Flugbasis Ende letzten Jahres für 200 Millionen Forint vom Staat gekauft, ging vertraglich aber erst jetzt in das Besitztum der Stadt über.

Eine befestigte, 1300 Meter lange Rollbahn, spielt in den Ausbauplänen eine entscheidende Rolle, obwoh der Platz nicht mit anderen Flughäfen konkurrieren möchte, die bereits für größere Maschinen geeignet sind, berichtet Somogyi Hírlap. Das Abfertigungsgebäude wird erneuert werden, auch der Bau von Unterkünften für das Flugpersonal ist geplant. Die derzeit bestehenden Radar- und Navigationseinrichtungen garantieren bei Wiedereröffnung, auch nachts und bei Schlechtwetter, Sicherheit bei Starts und Landungen.

Früher war der Flugplatz, obwohl nur mit einer 2500 Meter langen Graspiste versehen, auch für den internationalen Flugverkehr geöffnet, mit Grenzpolizei- und Zollstation. Auch ein Hotel mit 30 Betten wurde damals nebenan errichtet.