Ungarn will MotoGP ins Land holen

Budapest – Ungarn will selbst um den Preis des Baus einer neuen Rennstrecke einen Lauf des MotoGP, der höchsten Prototypen-Rennklasse der FIM (Internationaler Motorradsportverband), ins Land holen. Der Hungaroring bei Budapest sei gegenwärtig nicht für Motorrad-Weltmeisterschaften geeignet, sagte der Staatssekretär im Ministerium für territoriale Entwicklung, István Újhelyi, der Unabhängigen Nachrichtenagentur. Ein Umbau jedoch würde die dort jedes Jahr ausgetragenen Formel-1-Rennen gefährden und wäre auch zu teuer. Újhelyi verhandelt derzeit in Valencia mit den Verantwortlichen des MotoGP.
Nach Auffassung des Staatssekretärs könnte Ungarn im Jahre 2010 einen MotoGP-Lauf veranstalten,auch 2009 sei schon zur Sprache gekommen. Der Staat engagiere sich dafür, dass der Lauf nach Ungarn kommt. Es wäre neben der Formel 1 touristisch und sportlich eine Riesen-Chance für das Land. Zu einem solchen Lauf werden jeweils 100 000 bis 150 000 Zuschauer aus aller Welt erwartet.

Parlament beschließt Bau der Autobahn nach Pécs

Budapest – Ungarns Parlament hat jetzt Klarheit geschaffen: Die Autobahn M6 Budapest-Pécs (Fünfkirchen) wird gebaut. Damit ist die bis vor kurzem favorisierte Lösung als autobahnähnliche Schnellstraße zwischen Dunaújváros und Pécs vom Tisch. Zugleich können die Arbeiten in ein konkretes Stadium eintreten. Das Parlament machte den Weg dafür frei, dass die 67 Kilometer lange Teilstrecke zwischen Dunaújváros und Szekszárd in Konzession gegeben und das Ausschreibungsverfahren dafür eröffnet werden kann.

Das Ergebnis der Ausschreibung für die Teilstrecken Szekszárd-Bóly (49 Kilometer) und Bóly-Pécs M60/30,5 Kilometer) wurde gebilligt. Als Sieger ging daraus das von der Strabag geführte Mecsek Autobahn Konsortium hervor. Verzögerungen beim Bau könnten noch auf dem Abschnitt zwischen Dunaújváros und Szekszárd auftreten, weil dort die gesetzlich vorgeschriebenen archäologischen Erkundungsarbeiten und Ausgrabungen noch nicht abgeschlossen sind.

Der rund 45 Kilometer lange Abschnitt zwischen Érd bei Budapest und Dunaújváros ist seit vorigem Jahr befahrbar. Die Termine für den Autobahnbau waren in der Vergangenheit mehrfach verschoben worden. Im Jahr 2010, in dem Pécs zur Kulturhauptstadt Europas gewählt wurde, soll die Komitatsstadt per Autobahn erreichbar sein.

Szekszárder Stadtväter verfügen Rauchverbot

Szekszárd – Auch in Ungarn sagen Politiker dem weißen Dunst den Kampf an. Noch in diesem November wollen die Stadtväter von Szekszárd auf den öffentlichen Plätzen der Komitatsstadt das Rauchen verbieten. An der entsprechenden Verordnung wird noch gefeilt. Sie soll nach ihrer Fertigstellung auch mit dem Verfassungsgericht abgestimmt werden, um keine verfassungsmäßigen Rechte zu verletzen, sagte Bürgermeister István Horváth der unabhängigen Nachrichtenagentur.

Die Abgeordnetenversammlung von Szekszárd wird auf ihrer Tagung am 9. November die Plätze festlegen, auf denen das Rauchverbot gelten soll. Für Verstöße soll ein Ordnungsgeld von 30 000 Forint (etwa 120 Euro) fällig werden. Die Hauptstadt von Tolna folgt mit dem Rauchverbot dem Beispiel der im selben Komitat gelegenen Stadt Dombóvár.

EU-Botschafter: Neun Staaten erfüllen Schengen-Bedingungen

Budapest – Ungarns Landgrenzen zu den EU-Nachbarn werden mit dem 21. Dezember dieses Jahres ohne reguläre Kontrollen frei passierbar sein. Gemeinsam mit weiteren acht Staaten schließt sich dann Ungarn der Schengen-Zone an und öffnet seine Grenzen. Eine entsprechende Entscheidung fällten nach einem Bericht des Internetportals hírszerző.hu die Botschafter der EU-Staaten. Die neun Staaten haben nach Einschätzung der Botschafter alle Bedingungen erfüllt, die für den Beitritt zur Schengenzone nötig sind.

Die Entscheidung bedarf noch der formalen Zustimmung der Innenminister am 8. November. Nach dem zu erwartenden positiven Votum des Europa-Parlaments Anfang Dezember wird die Erweiterung der Schengen-Zone dann wirklich offiziell. Dem Schengen-Abkommen sind mit Ausnahme von Zypern alle acht im Jahre 2004 aufgenommenen neuen EU-Mitglieder und Malta beigetreten. Für den Luftverkehr wird der Beitritt am 30. März kommenden Jahres wirksam.

Winterhalbjahr an Balaton und Velence: Sturmwarnung eingestellt

Siófok – Das Winterhalbjahr an Balaton und Velence-See hat begonnen: Das Sturmwarnsystem ruht für die Zeit, in der es kaum Badende im ungarischen Meer gibt. Am Mittwoch gab es die letzte Anzeige bis zur Wiederaufnahme des Dienstes im kommenden Frühjahr, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf radio.hu.

Nach Angaben des Meteorologischen Dienstes gab es in der zurückliegenden Saison am Balaton elf Mal Sturm mit mehr als 90 Stundenkilometer Geschwindigkeit oder mehr, was mehr als das Doppelte des Vorjahres war. Die Zunahme der Zahl der Sturmtage werde auch dadurch deutlich, dass das Sturmwarnsystem 30 Prozent mehr tätig war als im vorangegangenen Jahr. Die für die Balaton herausgegebenen Sturmwarn-Alarme erwiesen sich zu 85, die für den Velence-See zu 87 Prozent als genau.