Immer weniger Deutsche machen Urlaub am Balaton

Siófok – Die Deutschen am Balaton werden immer weniger. Das geht aus einer Analyse auf der Website des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums hervor. Darin wird der Rückgang der Zahlen bei den Deutschen, die die größte Gruppe unter den Ausländern stellen, als sehr entscheidend eingeschätzt.

Dieses Jahr kamen bis August 115 400 deutsche Touristen auf 817 000 Übernachtungen am Plattensee, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang sieben bzw. zehn Prozent bedeutet. Noch im Jahre 2000 buchten 237 000 Urlauber aus Deutschland 1,8 Millionen Übernachtungen. Damit wurde die Gästezahl halbiert.

Auch bei den Österreichern, der zweitgrößten ausländischen Urlauberschar, traten herbe Verluste ein. Die Quartiergeber registrierten 39 300 Touristen aus dem Nachbarland, die 157 200 Übernachtungen in Anspruch nahmen. Im Vorjahresvergleich waren das 6,5 bzw. 7,3 Prozent weniger. Hier entsprechen jedoch die Zahlen etwa denen vom Jahr 2000. Die Holländer und Dänen, die in der Bedeutung folgen, brachten ähnliche Rückgänge. Zuwachs gab es dagegen bei Tschechen, Slowaken, Rumänen, Slowenen, Ukrainer und Serben. Angesichts relativ geringer absoluter Zahlen konnte dies jedoch keinen Ausgleich der Verluste bei deutschen und österreichischen Touristen bringen.

Zwei Bomben in der Donau gefunden

Budapest – Bei Reparaturarbeiten an der nördlichen Eisenbahnbrücke in Budapest sind am Dienstag in Abständen von mehreren Stunden zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Zunächst hatte am Morgen eine Maschine, die an einem Pfeiler der Brücke eingesetzt war, eine etwa 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Wasser gehoben, berichtete die Polizei. Der Schiffsverkehr, die Straßen im Umkreis von 500 Metern und die Brücke selbst wurden besperrt, bis eine Einheit von Feuerwerkern des Verteidigungsministeriums den Sprengkörper geborgen und abtransportiert hatte.

Gegen Abend stießen Arbeiter an etwa der gleichen Stelle auf eine weitere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Feuerwerker der Streitkräfte rückten erneut aus, um den Sprengkörper aus der Donau zu bergen. Unterdessen sicherte Polizei den Ort mit entsprechenden Absperrmaßnahmen.

Ab 21. Dezember freie Fahrt über Ungarns Grenzen

Budapest – Mit der Erweiterung des Schengener Raumes wird auch Ungarn am 21. Dezember die Kontrollen zu den EU-Nachbarländern abschaffen. Damit ist es dann auch an der sogenannten grünen Grenze erlaubt sich frei zu bewegen.

Die meisten Grenzstationen verwaisen: Rechner werden abgebaut, die Einrichtungen verpackt, so dass in Ungarn die Grenze auf einer Länge von 1100 Kilometern frei von Kontrollen sein wird. Mehr Verantwortung übernimmt Ungarn dafür an den EU-Außengrenzen, die zu Kroatien, Serbien und der Ukraine bestehen.

Rund 2500 Grenzer werden mit der Neuregelung für Polizeiaufgaben und Tiefenkontrollen frei. In Grenznähe ist also durchaus damit zu rechnen, dass Uniformierte Pass oder Personalausweis sehen wollen.

Die Schlagbäume fallen am Stichtag sofort, sagte der Sprecher des ungarischen Zolls, Jenő Sipos, einem Bericht der Zeitung „Népszabadság“ zufolge. Fast 50 Übergänge an Straßen, Eisenbahn und Gewässern seien derzeit in Betrieb, die meisten Bauten würden entweder verkauft oder abgebaut. Für eventuelle zeitweilige Kontrollmaßnahmen bleibe jedoch eine minimale Infrastruktur bestehen.

Ehedrama in Ungarn – Frau erstochen

Kaposvár – Eine 46-jährige Frau ist am Sonntag in dem Dorf Kaposkeresztúr (Komitat Somogy) vermutlich nach einem Ehestreit erstochen worden. Nachdem die schnelle medizinische Hilfe Anzeige erstattet hatte, begannen Ermittlungen gegen unbekannt, teilte die Polizei am Montag in Kaposvár mit. Die Kriminalpolizei verhörte als Verdächtigen den 47-jährigen Ehemann, dem vorgeworfen wird, seiner Frau nach einem Wortwechsel einen Stich in die Herzgegend zugefügt zu haben. Das Opfer starb am Tatort, dem gemeinsamen Wohnhaus des Ehepaares. Der Mann befindet sich in Polizeigewahrsam.

Frau nach Sturz in Brunnen gerettet

Kaposvár – Aus acht Meter Tiefe hat die Feuerwehr in Ordacsehi bei Balatonboglár (Komitat Somogy) eine Frau aus einem Brunnen gerettet. Ein Familienmitglied hatte die ältere Frau in ihrer Not entdeckt, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Mit einem Seil zogen die Retter die bereits ohnmächtige Frau nach oben. Danach kämpften sie eine Stunde lang um das Leben des Unfallopfers. Ein Hubschrauber brachte die Frau, nachdem ihr Zustand stabilisiert war, ins Krankenhaus.