Balaton: Saison erinnert an die Sommer vor zwei Jahrzehnten

Siófok – Die Gästeschar am Balaton ist so groß wie seit langem nicht. Sie erinnert an die Sommer vor 15 bis 20 Jahren, heißt es in einem Bericht auf der Homepage des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums. Die Meinungen über die Ursachen für den Strom von Touristen gehen auseinander: Die einen sehen sie im außergewöhnlichen Sommerwetter, andere halten die nach ihrer Auffassung objektive Berichterstattung über den Plattensee für den Grund, dass die Ungarn zurückkommen. Auch das Gastgewerbe sei mit den Preisen nicht abgehoben.

Allerdings gibt es auch Anzeichen dafür, dass die Zahl der ausländischen Urlauber zurückgegangen ist. Zwar seien seit der vergangenen Woche mehr Autos mit ausländischen Nummern am Südufer des „ungarischen Meeres“ zu sehen, heißt es in dem Bericht. Ein Geldwechsler wollte jedoch beobachtet haben, dass in diesem Jahr nur halb so viel Ausländer am Plattensee Urlaub machen wie im Vorjahr.

Heitere Bilder

Ausstellung des Malers Károly Pálffy in Balatonfüred

Im Balaton Freizeit- und Kongresszentrum  von Balatonfüred wurde die Ausstellung des unlängst mit dem  Balaton-Preis ausgezeichneten Malers Károly Pálffy eröffnet.

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Bahnbrechendes Touristik-Projekt

Informationen zum Urlaubsort zukünftig direkt aufs eigene Handy

Der Lehrstuhl  für Tourismus der  Veszprémer Universität  und Atlasz World Travel nehmen als Konsortienpartner an einem EU-Projekt zur touristischen Zwecken dienenden besseren Ausnutzung der in der Mobilkommunikation liegenden  Möglichkeiten teil.

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Soziologin: Viele Familien unter dem Existenzminimum

Budapest – Etwa 60 Prozent der kinderreichen Familien in Ungarn leben nach Aussage der Soziologin Zsuzsa Ferge unter dem Existenzminimum. Die Regierungen hätten sich in der Vergangenheit nicht darum bemüht, für die Ärmsten der Gesellschaft einen Schutz aufzubauen, sagte Ferge, die an der Entwicklung eines Programms gegen die Kinderarmut mitwirkt, dem ungarischen Rundfunk.

Statistische Erhebungen zeigen nach den Worten der Soziologin ein trauriges Bild. In Ungarn seien von 2,2 Millionen Kindern 750 000 von irgend einer Form der Armut betroffen. 430 000 seien als sehr arm zu betrachten. 28 bis 30 Prozent der Bevölkerung Ungarns lebe unter dem zuletzt vom Statistischen Amt berechneten Existenzminimum. Betroffen seien 40 Prozent der Familien mit Kindern und 60 Prozent der kinderreichen Familien.

Hauptrisiko für Armut ist nach Erkenntnis Ferges der geringe Anteil an Verdienern: In einem Drittel der Familien mit Kindern gebe es keine Erwerbsperson. Mehr als ein Drittel der Kinder sieht, während es aufwächst, um sich herum keinen Menschen, der früh aufsteht, um arbeiten zu gehen, und dessen Leben die Arbeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit ausfüllen würde. Von den Roma seien 80 Prozent arm, doch unter den Armen bildeten sie dennoch nicht die überwiegende Mehrheit.

In ihrer Analyse der Gründe verweist die Soziologin darauf, dass die ungarischen Regierungen seit 1988 der Entwicklung der Marktwirtschaft freien Lauf ließen und sich nicht darum bemühten, für die Ärmsten einen Schutz aufzubauen. Das Kinderprogramm hat nach Aussage Ferges das Ziel, den Kreis der Armut zu verringern, die Vererbung der Armut zu verhindern und auch die tiefe Armut abzubauen.

Massensportlicher Höhepunkt am Balaton: 7204 Schwimmer durchquerten den See

Balatonboglár – Genau 7204 Sportler haben sich am Samstag an einem der massensportlichen Höhepunkte am Balaton beteiligt. Auf der 5,2 Kilometer langen Strecke zwischen Revfülöp und Balatonboglár durchquerten sie bei einer Wassertemperatur von 24 bis 25 Grad den See in Nord-Süd-Richtung, berichtet die Wochenschrift für Politik und Wirtschaft hvg auf ihrem Internet-Portal. Die Olympiasieger im Wasserball, Barnabás und Ádám Steinmetz kamen beide unter einer Stunde und 15 Minuten im Ziel an.

Auch Profi-Boxweltmeister Zsolt Erdei beteiligte sich an dem populären Ereignis. Mit ihm war der andere Ungar des Hamburger Box-Stalls, der ebenfalls ungeschlagene Károly Balzsay, am Start.

Ältester Teilnehmer war ein 87-Jähriger, jüngster ein 11-jähriges Mädchen.