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Drei Viertel der Ungarn ohne Ersparnisse

Die Ungarn verfügen offenbar nur sehr begrenzt über gespartes Geld. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Meinungsforscher von GfK und des Wall Street Journals hervor, über die ungarische Medien am Mittwoch (7.7.) berichten. So verfügen drei Viertel der Ungarn über gar keine Ersparnisse. Wenn sie aber welche hätten, dann wüssten sie nicht, was sie damit anfangen sollten, ergab die Umfrage weiter. Während ein Drittel der Europäer keine Ersparnisse haben, liegt der Anteil in Mittel-Osteuropa über 70 Prozent.

In Hinblick auf die Größe des Vermögens hieß es, dass die Hälfte der Europäer über weniger als 25 000 Euro verfügt. Neun Prozent haben Ersparnisse zwischen 25 000 und 50 000 Euro und nur bei vier Prozent übersteigt das Vermögen 50 000 Euro.

In Ungarn dagegen besitzen sieben Prozent der Bevölkerung 5 000 bis 15 000 Euro, jeweils ein Prozent bringen es auf 15 000 bis 25 000 beziehungsweise über 25 000 Euro. Die meisten der Ungarn, die überhaupt etwas auf der hohen Kante haben, gaben dafür Summen unter 5 000 Euro an.

Ungarn holt im Wettbewerbsranking auf

Ungarns Wirtschaft belegt im diesjährigen Jahrbuch für Wettbewerb des International Institute for Management Development (IMD) den 42. Platz unter den fortschrittlichsten Ländern weltweit. Damit klettert das Land im Vergleich zu 2009 um drei Plätze nach oben und lässt Länder wie die Slowakische Republik und Slowenien hinter sich. Ganz oben steht mit Singapur, Hong Kong und den USA ein Trio nahezu gleichauf. Auf Rang 16 folgt Deutschland als erste der „traditionellen“ Ökonomien, dahinter kommen Großbritannien (22), Frankreich (24), Japan (27) und Italien (40) auf die Plätze.

700 Millionen Euro Hochwasserschäden in Ungarn

Die Hochwasser der vergangenen Wochen in Ungarn haben möglicherweise Schäden von mehr als 200 Milliarden Forint (etwa 700 Millionen Euro) angerichtet, berichtet der Private Nachrichtensender inforádió. Die vorläufige Bilanz hatte der Chef des Katastrophenschutzes, György Bakondi, am Dienstag (6.7.) bekanntgegeben. In 36 Siedlungen von sechs Komitaten sind 317 Häuser zerstört worden, zu deren Wiederaufbau der Staat mit rund 3,4 Milliarden Forint beitragen will. Weitere rund 20 Milliarden werden staatlichen Organisationen und Selbstverwaltungen für entstandene Mehrausgaben gewährt.