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Malév strebt Gewinn von 25 Millionen Euro bis 2012 an

Auf der diesjährigen Generalversammlung der nationalen ungarischen Fluglinie ist der Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr angenommen sowie der Sanierungsplan für die nächsten drei Jahre verabschiedet worden. Dieser sieht vor, bis zum Jahr 2012 die Gewinnzone zu erreichen und ein Ergebnis von 25 Millionen Euro auszuweisen. Im abgelaufenen Jahr beliefen sich die Verluste der staatlichen Airline nach Steuern auf insgesamt 26,82 Milliarden Forint (95,79 Millionen Euro).

Inflation in Ungarn über 5 Prozent

Die Jahresteuerungsrate in Ungarn hat im Juni 5,3 Prozent erreicht. Um so viel lagen die Preise über dem Niveau des Vergleichsmonats von 2009, berichtet das Zentrale Statistische Amt in Budapest am Dienstag (13.7.). Im ersten Halbjahr 2010 lagen die Preise sogar um 5,7 Prozent über denen des Vergleichszeitraumes vom Vorjahr.

Im Jahresvergleich stiegen die Preise für Lebensmittel nur um 1,1 Prozent, wobei sich freilich bei einzelnen Kategorien wesentlich höhere Anstiege ergaben, so bei einzelnen Wurstsorten 6,5, bei Essen außer Haus 5,7, bei Käse 5,0 und bei saisonalen Lebensmitteln 3,0 Prozent. Für Zucker, Mehl, Speiseöl, Gebäck und Schweinefleisch meldet die Statistik zum Teil erhebliche Preisrückgänge. Überdurchschnittlich erhöhten sich dagegen die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren (10,2) sowie Haushaltsenergie (9,7 Prozent). Auch Fernreisen, Müllabfuhr und Personennahverkehr wurden beträchtlich teurer.

Ungarn gehört damit in der EU zu den Ländern mit der stärksten Inflation. Im Durchschnitt sprechen harmonisierte Angaben für alle 27 Mitgliedstaaten im Monat Mai von 2,0 Prozent Preisanstieg. Während Lettland (-2,4 Prozent) und Irland (-1,9 Prozent) Preisrückgang meldeten, lagen Griechenland (5,3) und Ungarn (4,9 Prozent) beim Preisauftrieb an der Spitze.

Frühere LPG-Bauern wollen Milliarden-Entschädigung

Eine Entschädigung von umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro wollen einige ehemalige Mitglieder der einstigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) des Dorfes Segesd (Komitat Somogy) gegen den Staat Ungarn geltend machen. Ein gewisser József Szálai und Streitgenossen ersuchten die Europäische Union um Hilfe, schreibt die Zeitung „Népszabadság“ am Montag (12.7.).

Im Namen von einer Million ungarischen Genossenschaftsbauern wollen sie 34 000 Milliarden Forint (etwa 3,6 Milliarden Euro) Entschädigung vom ungarischen Staat. Die Summe entspricht nach Berechnungen der Zeitung etwa dem Zweieinhalbfachen der Ausgaben des ungarischen Staatshaushaltes im vorigen Jahr. Deshalb schon sei es äußerst zweifelhaft, dass der Staat der Forderung Genüge tun könnte, sollte er den Prozess verlieren.

Mit ihrer Forderung beziehen sich die einstigen LPG-Mitglieder auf einen Beschluss des Verfassungsgerichts aus dem Jahre 2001. Darin war festgestellt worden, dass die Genossenschaftsgesetze von Anfang der 90er Jahre und die damit verbundenen Entschädigungs-Regeln nicht dem Grundgesetz entsprechen. Entschädigung hatte der Staat nämlich zum Teil aus Flächen geleistet, die den Genossenschaften entzogen wurden. Damit sei den LPG-Mitgliedern Schaden zugefügt worden. Die Betroffenen möchten nun den Gegenwert der auf solche Weise entzogenen fünf Millionen Haktar Acker- und eine Million Hektar Waldfläche zurückbekommen.

Rechtsexperten sagten jedoch der Zeitung, dass für die Erfüllung der Forderungen nicht viel Chancen bestehen. Die Entschädigung wurde nämlich durch ein besonderes Gesetz vor sechs Jahren abgeschlossen. Das Gesetz habe auch schon die Normenkontrolle bestanden und Fehler seien nicht entdeckt worden.

Lokales Unternehmen plant Windpark im Nordwesten Ungarns

Das ungarische Windkraftunternehmen Pannon Szélerőmű mit Sitz in Győr plant die Errichtung einer Sieben-Turbinen-Windfarm in der Nähe von Bálbona. Mit dem Bau der 15 MW-Anlage soll nach Angaben der Lokalzeitung 24 Óra im September begonnen werden. Damit erhöhe sich die Anzahl der energieerzeugenden Windkraftturbinen im Komitat Komárom-Esztergom auf 69 Stück.