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30 Jahre ungarischer Raumflug

Mit zahlreichen Veranstaltung wird derzeit in Ungarn der 30. Jahrestag des sowjetisch-ungarischen Raumfluges begangen. An Bord des Raumschiffes Sojus 30 waren am 26. Mai 1980 die Kosmonauten Bertalan Fakras und Valeri Kubassov vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) gestartet und am 3. Juni wieder erfolgreich gelandet. Zum Jubiläum kamen neben Kubassov unter anderem Alexej Leonow, der erste Weltraumfahrer, der in den offenen Kosmos ausstieg, Jelena Kondakowa, erste Frau, die auf einer Langzeitmission im Kosmos unterwegs war, der amerikanische Physiker und Astronaut Loren Acton und der ehemalige tschechische Kosmonat Vladimir Remek.

Zwei Tage lang (30./31.5.) weilen Farkas und die anderen früheren Weltraumfahrer in der Kulturhauptstadt Pécs, wo sie auf einer Pressekonferenz und weiteren Foren der Öffentlichkeit über die historische Mission im Kosmos berichten. Dazu gehören Vorträge von internationalen Raumfliegern am Montag (10.00 Uhr) an der Pécser Wissenschaftsakademie „Über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Raumforschung“. Programme aus Anlass des Jubiläums wird es bis Ende des Jahres an verschiedenen Orten Ungarns geben.

Corso-Hotel in Pécs eröffnet

Das erste 4-Sterne-Hotel der Premium-Kategorie ist jetzt in der ungarischen Kulturhauptstadt Europas, Pécs2010, eröffnet worden. Die ersten Gäste, eine Gruppe von Kindergärtnerinnen, kam aus Deutschland (Gelsenkirchen) in die südungarische Komitatsstadt. Sie nahmen dort an einer pädagogischen Konferenz teil.

Zu den Zielgruppen des zentrumsnah am Búza tér (Weizenplatz) gelegenen Hauses gehören vor allem Geschäftsreisende sowie Touristen mit höchsten Ansprüchen. Das Hotel bietet ihnen nach Angaben der Geschäftsführung ein Niveau, das dem von 5-Sterne-Hotels sehr nahe kommt. Deshalb wurde es auch unter dem Begriff „Premium“ eingeordnet. Erste Erfahrungen von Buchungen zeigen, dass es auf sehr starke Nachfrage bauen kann. Im laufenden Kulturhauptstadt-Jahr gibt es Perioden, in denen das Hotel bis aufs letzte Zimmer ausgebucht ist.

80 Prozent der Ungarn fuhren nicht in Urlaub

Im vergangenen Jahr haben acht von zehn Ungarn auf Urlaub verzichtet, ergab eine Umfrage der Meinungsforscher von GfK Hungária und Ipsos Nationale MediaAnalyse. Wer dennoch eine Zeitlang ausspannen wollte, wählte in erster Linie Reiseziele im eigenen Land. Auslandsreisen wiederum gingen vorwiegend nach Griechenland, Italien und Österreich. Im Urlaub standen Strand, Sonnenbaden und Stadtbesichtigungen im Vordergrund. 54 Prozent der Befragten erklärte, dass sie überhaupt nicht in Urlaub fahren.

Auch für dieses Jahr seien die Reisepläne nicht allzu zuversichtlich, sagte der GfK-Direktor für Kundenbeziehungen, János Bacher. 76 Prozent der Ungarn planten nicht einmal eine länger als fünf Tage dauernde Ferienreise. Das sind mehr als im Jahr zuvor (71 Prozent). 10 Prozent der Bevölkerung wollten sich innerhalb der Landesgrenzen erholen, während ganze 7 Prozent eine Reise ins Ausland planten.

Zoll in Ungarn findet erstmals Morphin

Ungarns Zoll hat bei einer geplanten Aktion in Budapest vier Ungarn gestellt und bei ihnen zwei Kilogramm hochreines Morphin gefunden. Einer der mutmaßlichen Täter ist Polizist, deshalb übernahm die Budapester Ermittlungsbehörde den Fall.
Die sichergestellte Menge entspricht etwa 10 000 tödlichen Dosen der Droge, die in der Medizin als starkes Schmerzmittel eingesetzt wird. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass der ungarische Zoll diesen Stoff beschlagnahmte, teilte die Behörde am Donnerstag (27.5.) mit. Auf dem Schwarzmarkt hätte die Lieferung einen Erlös von 15 Millionen Forint (rund 54 000 Euro) gebracht.