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Regionalflugplätze im Aufwind?

Sármellék, Taszár und Siófok-Kiliti mit unterschiedlichen Perspektiven

Dem Sármelléker Flugplatz „wuchsen Flügel”, seitdem die im Eigentum der irisch-ungarischen Investorengruppe befindliche Cape Clear Aviation Repülotérüzemelteto és Fejleszto Kft. die den kommunalen Selbstverwaltungen übereignete Immobilie auf 99 Jahre pachtete.

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Bajnai neuer ungarischer Ministerpräsident

Ungarns Parlament hat am Dienstag den bisherigen Wirtschaftsminister Gordon Bajnai zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Nach der Entscheidung auf dem Wege eines Misstrauensvotums nahm Amtsvorgänger Ferenc Gyurcsány unter den Abgeordneten Platz. Bajnai legte unmittelbar nach seiner Wahl den Amtseid ab, meldet die Nachrichtenagentur MTI. Damit ist die mehr als dreiwöchige Regierungskrise in Ungarn beendet, das Land wird innerhalb kürzester Zeit wieder eine arbeitsfähige Regierung haben.

Schon im Vorfeld hatte Bajnai entschiedene Schritte gegen die Krise angekündigt und erklärt, dass sie auch weh tun würden. Im Parlament sagte er am Tag seiner Wahl, dass ein ehrliches, aufrichtiges Programm gebraucht werde. Das Programm enthalte schmerzvolle Elemente zur Reduzierung der Ausgaben. Aber es seien Schritte nötig, die die Grundlage für Wachstum schaffen und die Arbeit in den Mittelpunkt rücken.

Der Forint reagierte auf die Wahl Bajnais mit einem Anstieg gegenüber Euro und Dollar. Während der Euro am Nachmittag bei 291 Forint notierte, waren es nach der Wahl des neuen Regierungschefs 288 Forint.

Die stärkste Oppositionspartei, Fidesz, lehnte den Weg des Misstrauensvotums ab und bleibt nach wie vor bei ihrer Forderung von Neuwahlen. Fraktions-Chef Tibor Navracsics erklärte, ohne Neuwahlen werde es kein effektives Krisenmanagement geben. In Umfragen liegt Fidesz derzeit mit einem haushohen Vorsprung vor den regierenden Sozialisten.

Zweite Balatonfähre vor der Verwirklichung

Die Pläne bestehen seit langem, fehlende Mittel haben die zweite Balatonfähre bisher verhindert.

Zwischen Fonyód und Badacsonytomaj soll sie verkehren und die fünf Kilometer lange Strecke über den See in 18 Minuten zurücklegen. Das angestrebte Ziel ist in erster Linie in der Entlastung der im Westen den Balaton umführenden Straßen zu sehen. Letzten Entwicklungen zufolge hoffen nun sowohl die beteiligten Gemeindeverwaltungen, die Schifffahrtsgesellschaft, als auch der Balaton-Entwicklungsrat auf finanzielle Förderung des Projekts durch die Europäische Union.

Gyula Horváth, geschäftsführender Direktor der Balaton-Schifffahrtsgesellschaft, verweist auf vorliegende Zahlen, die beweisen, daß ein zweiter Fährbetrieb die Umwelt am Balaton wesentlich weniger belasten würde als tausende von Kraftfahrzeugen auf den Straßen zwischen Fonyód und Badacsony rund um den See.

Mit Unterstützung durch EU-Mittel und eigene Geldquellen könne die Finanzierung innerhalb von eineinhalb Jahren gesichert sein und die neue Fährverbindung ihren Betrieb spätestens 2012 aufnehmen, so Horváth.

(Quelle: siofokinapilap.hu)

Ungarns Sozialisten nur noch bei zehn Prozent

Nach dem Rücktritt von Ferenc Gyurcsány als Ministerpräsident und Parteichef hat sich noch mehr Wählerschaft von den Sozialisten zurückgezogen. Nur noch zehn Prozent der Ungarn würden für die Sozialisten abstimmen, ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Progresszív Intézet, deren Ergebnisse am Sonntag veröffentlicht wurden. Das ist der schlechteste Wert, der für die USP jemals gemessen wurde.

Wenn jetzt Wahlen gewesen wären, hätten der Umfrage zufolge 62 Prozent der Wahlberechtigten teilgenommen. Die tatsächliche Wahlbeteiligung wäre jedoch nach Aussage des Instituts wahrscheinlich noch geringer gewesen. Es wäre ein Parlament gewählt worden, in dem nur noch die jetzige stärkste Oppositionspartei Fidesz und die Sozialisten vertreten wären. Bislang gehören dem Parlament vier Parteien an. In die Umfrage waren 2500 Menschen einbezogen.