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Wettbewerbsamt bestraft Telekom

Eine Strafe von 200 Millionen Forint (etwa 735 000 Euro) muss die ungarische Telekom auf Beschluss des Amtes für wirtschaftlichen Wettbewerb wegen unlauteren Wettbewerbs zahlen. Hauptaktionär des Unternehmens ist die Deutsche Telekom mit knapp 60 Prozent.

Die Rechtsverletzung des größten Telekommunikations-Unternehmens in Ungarn wurde von der Behörde bei einem SMS-Spiel unter dem Motto „90 Golf, 90 Gewinner“ festgestellt, bei dem an einem jeden von 90 Tagen jeweils ein Auto vom Typ Golf zu gewinnen war.

Im Gegensatz zu den meisten Gewinnspielen sei der Gewinn jedoch nicht durch Auslosung zu gewinnen gewesen. Bei dem Spiel mussten Quiz-Fragen beantwortet und während der Dauer des Spieles zahlreiche SMS im Gegenwert von jeweils mehr als einem Euro verschickt, für richtige Antworten Punkte gesammelt sowie im Gegenzug Promotions- und Informations-SMS der Telekom empfangen wurden. Dabei war es auch möglich, den Empfang von SMS unentgeltlich zu stoppen.

Das Wettbewerbsamt beanstandete unter anderem Hinweise darauf, dass der Kunde dem Gewinn nahe sei, auf die Gewinnchance am selben oder am letzten Tag. Die Aggressivität der kommerziellen Praxis habe sich auch darin gezeigt, dass die Teilnehmer nach ihrer Registrierung mitunter dutzendweise SMS erhielten und dabei Ziel dieser SMS eindeutig war, den Verbraucher zu drängen, weitere SMS mit erhöhtem Preis an die Telekom zu schicken. Mit dieser Praxis habe die Telekom die betroffenen Verbraucher in gesetzwidriger Weise und aggressiv zur Teilnahme am Spiel stimuliert.

Bei der Festlegung der Strafe ging das Wettbewerbsamt von der Preiseinnahme aus der Promotion aus und wertete unter anderem als erschwerend, dass die Rechtsverletzung über mehrere Monate ging beziehungsweise einen breiten Kreis von Kunden betraf.

SCD-Gruppe übernimmt Schulden für Flugplatz Sármellék

Die SCD-Gruppe als Betreiberin des Flugplatzes bei Sármellék übernimmt die 330 Millionen Forint Schulden von Zalavár und Sármellék, die diese an den früheren Betreiber zu zahlen hätten. Ein Gericht hatte die beiden Kommunen als Eigentümer des Flugplatzes verpflichtet, mit der Summe Investitionen aus der ersten Hälfte der 90er Jahre zu bezahlen, die vom damaligen Betreiber, der Balaton Airport Kft. Vorgenommen worden waren (siehe Printausgabe Oktober der Balaton Zeitung).

Wie SCD mitteilte, wird sie sich die Summe der Schulden vom Mietpreis zurückholen, den sie den Selbstverwaltungen für den FlyBalaton-Flughafen und das anliegende Gelände zahlt. Beide Kommunen hätten als Prozessverlierer die Summe nicht zahlen können, da sie annähernd ihrem Jahresbudget entspricht.

Wölfe werden in Ungarn heimisch

Ähnlich wie in Deutschland scheinen auch in Ungarn die Wölfe frühere Reviere zurück zu erobern. So beobachten Bewohner des nordostungarischen Bükk-Gebirges immer mehr Spuren, die auf Wölfe hinweisen. Wie die Regionalzeitung „Heves Megyei Hírlap“ berichtet, haben Wölfe Lämmer und Schafe gerissen.

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Mercedes feiert in Ungarn Richtfest

Nur ein Jahr nach der Grundsteinlegung hat Mercedes-Benz am Bau seines neuen Werkes in Ungarn Richtfest gefeiert. Daimler habe gegen den allgemeinen Trend in der weltweiten Krise investiert, wurde aus diesem Anlass am Donnerstag (21.10.) auf einer Pressekonferenz am Standort des Werkes in der Komitatsstadt Kecskemét mitgeteilt. Die Errichtung des Hochbaus innerhalb von acht Monaten und die vorgesehene Gesamtbauzeit des schlüsselfertigen Industriebetriebes innerhalb von zweieinhalb Jahren bedeute eine Benchmark.

Mit einer Investition von rund 800 Millionen Euro schafft Mercedes-Benz in Kecskemét eine Fabrik, in der 2012 die Produktion von Kompaktwagen der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse anlaufen wird. Nach Erreichen der vollen Leistung sollen 100 000 Autos im Jahr gefertigt werden.

Derzeit seien auf der Baustelle mehr als 1600 Menschen beschäftigt, damit der Bau ungeachtet der straffen Termine plangemäß vorankommt, erklärte der Leiter der Investition und künftige Direktor der Fabrik, Frank Klein. Nächster Meilenstein werde der Abschluss der Montage der Maschinenreihen und technischen Anlagen sein. „Unser Ziel ist es, dass wir den Kunden von 2012 an aus der Kecskeméter Fabrik hervorragende, Spitzenqualität repräsentierende Mercedes-Benz-Autos anbieten können.

Die Stammgarde des Projektes, annähernd 650 Leute, darunter 450 ungarische Mitarbeiter, seien bereits an Bord, sagte Klein. Bis Jahresende werde die Fabrik 700 Mitarbeiter haben. Seit einem Jahr läuft auch die Ausbildung der ungarischen Mitarbeiter in einem eigenen Ausbildungszentrum in Kecskemét sowie in den deutschen Fabriken von Mercedes-Benz.