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Deutsche Mordverdächtige bleiben in Haft

Die drei deutschen Tatverdächtigen im Doppelmord von Mohács bleiben weiter in Untersuchungshaft. Das entschied am Donnerstag das Stadtgericht Pécs (Komitat Baranya), teilte Gerichtspräsident István Hajdu mit. Die drei – ein 38-jähriger und ein 42-jähriger Mann sowie eine 23-jährige Frau – werden mit dem Mord an einem deutschen Ehepaar im Herbst vorigen Jahres in Verbindung gebracht. Die Polizei ermittelt wegen im Voraus geplanten und aus Habgier verübten Mordes an einem ebenfalls aus Deutschland stammenden Rentner-Ehepaar. Die Mutmaßlichen Täter und die Opfer lebten bereits seit Jahren in Ungarn.

(Ausführliche Informationen in der Printausgabe 09/2010)

Eine Milliarde Forint Kredit für FlyBalaton

Einen Kredit über mehr als eine Milliarde Forint (etwa 3,5 Millionen Euro) hat die Ungarische Entwicklungsbank den Betreibern des Flughafens FlyBalaton in Sármellék gewährt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin für Wirtschaft und Politik HVG am Mittwochabend auf seinem Internetportal. Der Kredit besteht aus zwei Teilen. Der Kreditnehmer, die zur SCD-Gruppe gehörende FB Airport GmbH, muss den Teil für Investitionen den Angaben zufolge bis zum Jahr 2025, den für Umlaufmittel bis 2015 getilgt haben.

Vier Tote bei Verkehrsunfall in Ungarn

Bei einem Verkehrsunfall im Komitat Somogy sind am Montag (10.8.) vier Männer ums Leben gekommen. Wie das Internetportal sonline.hu am Dienstag berichtet, stießen nahe der Ortschaft Somogyaszaló zwei Pkw aus bislang ungeklärter Ursache zusammen. Die Insassen des einen waren aus dem Komitat Baranya zur Arbeit in das Nachbarkomitat unterwegs, am Steuer saß ein 50-jähriger Mann, der mit dem Wagen auf den unbefestigten Randstreifen geriet und daraufhin mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenstieß. Die drei Mitfahrer waren auf der Stelle tot, der Chauffeur starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Im anderen Fahrzeug wurde eine Frau schwer, ihr Mann und ihr Sohn leicht verletzt.

Die Polizei untersucht die Ursachen des Unfalls unter Einbeziehung von Experten, konnte jedoch vorläufig keine Einzelheiten mitteilen. Wie es hieß, ist es nicht auszuschließen, dass überhöhte Geschwindigkeit zur Katastrophe führte.

Die besondere Tragik des Geschehens liegt dem Bericht zufolge darin, dass die Unfallopfer für ihre Familien, die unter schwierigen materiellen Verhältnissen leben, die Ernährer waren. Die Abgeordneten ihres Wohnortes traten zu einer Sondersitzung zusammen und beschlossen für die Familien eine Soforthilfe sowie die Übernahme eines Teils der Bestattungskosten. Der Bürgermeister wurde beauftragt, sich beim zuständigen Ministerium für Selbstverwaltung für die Familien einzusetzen.

Roma-Morde in Ungarn – Anklage steht bevor

Die Serienmorde an Roma in Ungarn sind aufgeklärt, gegen die vier inhaftierten mutmaßlichen Täter schlägt das Nationale Ermittlungsbüro Anklageerhebung vor. Bei der in ganz Europa einzigartigen Serie von Verbrechen waren an neun Tatorten 78 Schüsse abgegeben und an sieben Tatorten Brandsätze geworfen worden. Sechs Menschen wurden dabei ermordet, darunter ein Kind, weitere fünf erlitten schwere Verletzungen, auch unter ihnen ein Kind, berichten ungarische Medien am Dienstag über die Ermittlungsergebnisse.

Als Motive für die Verbrechen nennen die Ermittler Rache für früher erlittenes Unrecht und Einschüchterung. Das persönlich erlittene Unrecht sei jedoch vor langer Zeit geschehen und habe nichts mit den Opfern der Verbrechensserie zu tun.

(Ausführlicher Bericht in unserer September-Ausgabe.)