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Leinen los auf dem Balaton!

Am Samstagvormittag startet das erste Linienschiff um neun Uhr von Siófok aus nach Balatonfüred.

Dort wird es mit einer kleinen Feier begrüßt werden. Damit beginnt auch schon die diesjährige Schifffahrtssaison, bei der vorläufig vier, in der Sommervorsaison 45, in der Hauptsaison 98 Verbindungen bedient werden.

Vorerst werden nur die Strecken Siófok-Balatonfüred-Tihany bzw. Fonyód-Badacsony zweimal täglich hin und zurück befahren. Ab 29. Mai, dem Beginn der Vorsaison, wird es dann schon 45 Verbindungen rund um den See geben, vom 4. Juli bis 23. August (Hauptsaison) beachtliche 98. Abgesehen davon verkehren bereits jetzt die Autofähren zwischen Tihany und Szántód täglich von 7.00 bis 20.00 Uhr. Die Betreibergesellschaft bietet je nach Nachfrage auch spezielle Ausflugsschiffe an. Genaue Fahrpläne können der Webseite www.balatonihajozas.hu entnommen werden.

Die Fahrkartenpreise für Linienschiffe haben sich im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent erhöht, die Fährpreise haben sich nicht verändert. Die Balaton Schifffahrts AG (BAHÁRT) durfte 2008 eine Umsatzsteigerung von fast zwei Prozent erfahren, insgesamt wurden 1,7 Millionen Fahrkarten verkauft. Für dieses Jahr wäre man schon zufrieden, die Vorjahreszahlen erreichen zu können, so der Verkaufsdirektor.

(Quelle: siofokinapilap.hu)

Nachtclub nahm Ausländer als Geiseln

Im Milady Night Club in Budapest sind nach einem Bericht des Internetportals index.hu zwei Mitglieder des Internationalen Fußballverbandes (FIFA) als Geiseln genommen worden, weil sie die ihrer Ansicht nach überhöhte Rechnung von einer halben Million Forint (etwa 1700 Euro) nicht bezahlen wollten. Drei Männer ließen die Ausländer in der Nacht zum Sonntag so lange nicht gehen, bis sie ihre „Rechnungen“ beglichen hatten. Sie begleiteten ihre Gefangenen einzeln zu einem Bankautomaten und bekamen so mehr als 400 000 Forint. Die Polizei leitete inzwischen gegen die mutmaßlichen Täter ein Verfahren wegen Menschenraubs ein. Es wurden Haftbefehle beantragt.

Der Chef der Polizei-Abteilung für organisierte Kriminalität, Oberstleutnant Imre Gulyás sagte gegenüber Index, dass die beiden Gäste des Nachtklubs nur zwei Erfrischungsgetränke bestellt hatten, an ihrem Tisch jedoch zwei Frauen des Klubs Platz genommen hatten, deren Bestellung sie ebenfalls begleichen sollten. Die Männer wurden zwischen 23.00 und 4.00 Uhr gefangen gehalten.

Der Milady Night Club am Szent István Ring 13 steht auf der Schwarzen Liste der Budapester Vergnügungsstätten. Mehrere Internetforen haben Ausländer schon darauf hingewiesen, dass unter anderem diese Adresse gemieden werden sollte.

Bajnai kandidiert für Amt des Regierungs-Chefs

Ungarns Sozialisten haben am Sonntag den Parteilosen Gordon Bajnai als Kandidaten für das Amt des Regierungs-Chefs gewählt. Für ihn stimmten 93 Prozent der Parteitagsdelegierten, meldet die Nachrichtenagentur MTI.. Nach Ostern soll er vom Parlament mit Unterstützung der Freien Demokraten als Nachfolger des glücklosen und nach fünfjähriger Amtszeit unpopulärsten Politikers des Landes, Ferenc Gyurcsány, auf dem Wege eines konstruktiven Misstrauensvotums zum neuen Ministerpräsidenten gekürt werden. Das Amt des Parteichefs, das Gyurcsány ebenfalls niedergelegt hatte, übernahm Ildikó Lendvai, für die 91 Prozent der Delegierten votierten.

Am Nachmittag hatten etwa 25 000 Menschen am Budapester Heldenplatz in einem Aufruf unter anderem vorgezogene Neuwahlen, die Wiederherstellung der Sauberkeit des öffentlichen Lebens sowie „den Schutz von Heim und Boden in Ungarn“ gefordert. Die Wahl Bajnais zum Ministerpräsidenten müsse verhindert, Gyurcsány und er für die Zerstörung des Landes zur Rechenschaft gezogen werden. Der Aufruf wurde an die Adresse von Präsident László Sólyom am Präsidentenpalast übergeben.

Am Abend zogen etwa anderthalb Tausend Menschen von der Kundgebung zum Kossuth-Platz vor dem Parlament, wo sie ein starkes Polizeiaufgebot erwartete, Es kam zu keinen nennenswerten Zusammenstößen.

Heilbad Igal: Sonntags Nahkampftag

Wenn Sie den ganz engen Kontakt zu anderen leichtbekleideten Erholungssuchenden schätzen, wären Sie heute im Thermalbad Igal voll auf Ihre Kosten gekommen.

Auch ein seit Tagen herrschendes Frühlingswetter mit reichlich Sonnenschein und angenehmen Außentemperaturen hat die Verantwortlichen in Igal noch nicht dazu bewegen können, Badefreuden in weiteren gefüllten Außenbecken zu vermitteln. Völlig überrascht zeigte man sich ob des unerwartet heftigen Besucherandrangs schon am Sonntagvormittag. So blieb wohl nichts anderes übrig, als den Gästen in nur einem Thermalaußenbecken Gelegenheit zu heilendem Wasserkontakt zu bieten.

Die Badenden selbst standen der dann herrschenden Enge hilflos gegenüber und waren in ihrer Mehrheit sichtlich genervt, war schon der vorherige Aufenthalt in den viel zu klein geratenen Umkleideräumen alles andere als angenehm. Und nun glich auch noch das Erreichen einer Sprudeldüse in der Beckenwand dem Kampf gegen Windmühlen. Fußtritte und Ellbogenchecks – wohlgemerkt ganz unabsichtlich und meistens sofort entschuldigt – verstärkten den Badegenuß.

Einer hat sich dann doch noch getraut, einen Offiziellen des Bades um Rat zu fragen, oder besser danach, wann wohl die weiteren Außenbecken gefüllt würden, vielleicht bis Ostern? Und siehe da: Freundlichkeit den Kunden gegenüber ist auch in Igal oberstes Gebot. Ein warmherziges Lächeln, verbunden mit einem entschuldigenden Achselzucken, bringt den Gast zwar nicht wirklich weiter, bestärkt aber dessen Gefühl, jederzeit herzlich willkommen zu sein. Und wenn man schon wisse, ob und wann man wiederkomme, könne man vorher doch alles telefonisch erfragen.

Na denn, hier gleich mal die Telefonnummer: (+36) 82/573-037.

-gd-