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Amoklauf in Ungarn – Ein Toter

Ein 23-jähriger Amokläufer hat am Donnerstag in einer Klinik der Universität Pécs ein Blutbad angerichtet. In einem Hörsaal gab der Mann Schüsse ab, denen ein 19-Jähriger zum Opfer fiel. Ein weiterer 19-Jähriger wurde lebensgefährlich, eine 54-jährige Frau und ein 37-jähriger Mann schwer verletzt, berichtet die Polizei. Eine halbe Stunde nach dem Notruf, der um 12.21 Uhr einging, nahm ein Sonderkommando der Polizei den Amokläufer, der keinen Widerstand leistete, auf der 7. Etage der 400-Betten-Klinik fest. Es wurde ein Verfahren zur Prüfung von Tathergang und Motiven eingeleitet.

Der mutmaßliche Täter war Medienberichten zufolge Mitglied eines Schützenklubs. Er besaß als Inhaber eines Waffenscheins eine 9-mm-Pistole, teilte der Rektor der Universität, Róbert Gábriel, den Berichten zufolge mit. Das Todesopfer war ein Student, bei den Verletzten handelt es sich um weitere zwei Studenten und eine Reinigungskraft.

Politiker und Parteien sowie der Oberbürgermeister der Komitatsstadt sprachen nach der Bluttat ihr Beileid mit den Betroffenen aus. Ganz Ungarn ist wegen der Tat tief erschüttert.

Innenminister Tibor Draskovics, der zusammen mit Bildungsminister István Hiller nach Pécs gereist war, sprach sich für eine Verschärfung der Schusswaffen-Gesetze aus. Bei dem Verbrechen handele es sich nicht um einen Terroranschlag, das Geschehen stehe mit anderen Straftaten im Zusammenhang.