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Orgelweihe und Superkonzert in Balatonboglár

Am kommenden Sonntag wird um 10 Uhr die neue Orgel in der Boglárer Pfarrei "Lobpreisung des Hlg. Kreuzes" eingeweiht.

Die Feier einer Hochmesse, zelebriert von Dr. Astrik Várszegi, Abt in der Benediktinerabtei Pannonhalma, wird von Orgelkünstler Dr. Lukács Áment und dem gemischten Chor "Balaton Vox" umrahmt.

Pläne für den Bau einer Orgel in Balatonboglár existierten bereits 1943, des Krieges wegen wurden sie aufgegeben. 1997 nahm man dann einen neuen Anlauf, leider schlug auch dieses Vorhaben aus organisatorischen Gründen fehl. Wiederum später erhielt dann endgültig die Orgelbaufirma BKM in Dunakeszi den Bauauftrag. Die berühmten ungarischen Organisten Dr. Lukács Áment und István Lantos standen beratend zur Seite.

In sagenhaften 13.000 Arbeitsstunden entstand die Orgel mit zwei Manualen und 13 Registern. Von den insgesamt 2000 Orgelpfeifen ist die größte 4,16 Meter, die kleinste nur 6 Millimeter lang. Die "Orgelkönigin" kostet mehr als 50 Millionen Forint und es bedeutet eine große Unterstützung, daß der Balaton-Entwicklungsrat 20 Millionen und die Stadt Balatonboglár 9 Millionen zu den eigenen kirchlichen Geldern von 10 Millionen Forint zuschießt. Der verbleibende Rest soll durch Spenden von Firmen und Privatpersonen gedeckt werden.

Bereits vor der Orgelweihe steht Balatonboglár ein in wahrscheinlich ganz Europa einzigartiges Konzertereignis ins Haus. Durchgehend 24 Stunden, und zwar von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 10 Uhr, werden sich stündlich bekannte Virtuosen an der Orgel präsentieren. Jedermann ist zu diesem Mammutkonzert herzlich eingeladen.

(Quelle: siofokinapilap.hu) 

Wieder Roma in Ungarn ermordet



Die Serie von Anschlägen auf Angehörige der Roma-Nationalität in Ungarn reißt nicht ab. In der Nacht zum Donnerstag wurde ein Roma-Mann in Tiszalök (Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg niedergeschossen, als er sein Haus verließ, um die Nachtschicht in der Arzneimittelfabrik in Tiszavasvár anzutreten, berichtet der private Nachrichtensender hírTV.

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Fußballschule Mézga in der Krise

Finanzielle Nöte verhindern die Teilnahme an den Landesmeisterschaften

Die in den letzten zehn Jahren mehr als 300 ungarische und internationale Medaillen und Pokale erringende Kaposvárer Fußballschule Mézga ist in Problemen. Die in vier Altersklassen antretenden Mannschaften haben kein Geld mehr, sich zu den jetzt beginnenden Landesmeisterschaften nominieren zu lassen.

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Siófoker Polizei contra Bordsteinschwalben

Prostitution ist in Ungarn durch Gewerbescheine legalisiert, der Staat erhofft sich dadurch mehr Steuereinnahmen.

Dennoch hat die Siófoker Polizei wieder einmal zwei Freudenmädchen aufgegriffen und verhört, weil sie an nicht genehmigter Stelle, nämlich an der Hauptstraße 7, ihre Dienste anboten. Róbert Lengyel, Polizeichef von Siófok, vergleicht das Vorgehen gegen Prostituierte mit einem Kampf gegen Windmühlen. Trotzdem sei es bereits mehrmals gelungen, die Bordsteinschwalben vor Gericht zu bringen, da ärztliche Zeugnisse fehlten, die an den Gewerbeschein gekoppelt sind.

Das "älteste Gewerbe" sieht sich in Ungarn einer völlig absurden Gesetzeslage gegenüber. Geschätzte 9000 Vollzeitbeschäftigte und bis zu 20.000 Saisonarbeiterinnen dürfen nur in einer Entfernung von 50 Metern zu Hauptstraßen, 100 Metern zu Bundesstraßen (ország út) und 300 Metern zu öffentlichen Institutionen auf den Strich gehen, d.h. daß Prostitution nach dem Gesetz an sich legal ist, jedoch nur in bestimmten Zonen ausgeübt werden darf. Das Marktpotential der Freischaffenden wird laut Ágnes Bakonyi von der Finanzbehörde APEH mit 800 Millionen Euro jährlich beziffert.

(Quellen: sonline.hu, MTI)