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Tihany setzt auf „Qualitätstourismus“

Was immer darunter zu verstehen sein mag, versucht Bürgermeister Imre Tósoki jetzt auf der Internetseite von vehir.hu zu erklären.

Jedenfalls glaubt er fest daran, daß die von der Gemeinde getätigten großzügigen Investitionen den gewünschten Erfolg zeitigen werden und Tihany dann nicht nur während der Sommermonate von Touristen beehrt werden wird, sondern rund ums Jahr.

Bereits 2008 wurde eine Planstudie fertiggestellt, die sowohl neu zu bebauende Flächen im Dorf ausweist als auch solche, die umgestaltet werden sollen. So wird das Radwegnetz, speziell zur Schiffsanlegestelle hin, erweitert werden. Das Genehmigungsverfahren dafür läuft bereits. Auch die schnelle Umgestaltung der Anlegestelle selbst liegt dem Bürgermeister am Herzen. Die dortige Basarzeile mit seinen aus den 60er und 70er Jahren stammenden Gebäuden biete keineswegs mehr einen ästhetischen Anblick. Ein neues kleineres Hotel wird dort entstehen und mit dem abgewickelten Personen- und Autofährverkehr soll sich den Gästen ein angenehmes Gesamtbild bieten.

Eine weitere Großinvestition ist die Umgestaltung des Hauptplatzes mit dem Bau eines fast 3000 Quadratmeter großen Komplexes als Ortsmittelpunkt. Auch die von Touristen stark frequentierten Dorfstraßen sollen einen neuen Pflasterbelag erhalten, die Strom- und Telefonkabel in die Erde verschwinden. Zuletzt stehen noch eine Renovierung der Freilichtbühne mit modernen Licht- und Beschalleinrichtungen sowie ein neues Dach für das Kulturhaus an.

Alle Vorhaben sollen nach den optimistischen Vorstellungen von Bürgermeister Tósoki spätestens bis zum Beginn der Sommersaison verwirklicht sein.

Besuchsverbot in 67 Krankenhäusern

Wegen der Influenza-Epidemie haben am Montag weitere Krankenhäuser in Ungarn Besuchsverbote verhängt. Damit stieg die Anzahl der Krankenhäuser, in denen die Angehörigen nicht zu den Patienten dürfen, auf 67. Unter den insgesamt sieben Regionen des Landes kommt nur die südliche Tiefebene mit den Komitaten Csongrád, Bács-Kiskun undBékés noch ohne Besuchsverbot aus.

IWF: Wirtschaftliche Korrektur in Ungarn unvermeidlich

Wegen der hohen Staatsverschuldung und der Schwierigkeiten bei der Außenfinanzierung ist eine wirtschaftliche Korrektur in Ungarn nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) unvermeidlich. Eine entsprechende Erklärung gab der Leiter einer IWF-Delegation, James Morsink, am Montag laut MTI auf einer internationalen Pressekonferenz in Budapest ab.

Ungarns Finanzminister János Veres teilte bei der Gelegenheit mit, die Regierung habe alle Verpflichtungen erfüllt, die sie gegenüber dem IWF und der Europäischen Union im Rahmen der Kreditvereinbarung über 20 Milliarden Euro übernommen hatte. Von der Summe hat die Regierung bislang 4,9 Milliarden IWF-Kredit und 2 Milliarden Euro EU-Kredit abgerufen. Diese Summen seien verwendet worden, um die Reserven der Notenbank zu erhöhen und Staatspapiere zu kaufen.

Morsink bestätigte dem MTI-Bericht zufolge, dass die ungarische Regierung die im Kreditvertrag mit dem IWF übernommenen Verpflichtungen erfüllt hat. Der IWF rechne in Ungarn mit einem wirtschaftlichen Rückgang um 3-3,5 Prozent, während das Haushaltsdefizit innerhalb von 3 Prozent bleibe. Der Chef der IWF-Delegation begrüßte die von Ungarns Regierungschef Ferenc Gyurcsány angekündigten Strukturreformen.

Industrieproduktion in Ungarn fällt

Die Industrieproduktion Ungarns ist 2008 um 1,1 Prozent niedriger gewesen als im vorangegangenen Jahr. Das teilte das Zentrale Statistische Amt am Montag mit. Allein für Dezember errechnete die Statistik im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 19,6 Prozent, bereinigt nach Arbeitstagen sogar um 23,3 Prozent. Ähnlich hoch war der Rückgang mit 15,1 Prozent zum November.

Zuletzt hatte das Land 1992 einen Rückgang im Jahresvergleich registriert, heißt es weiter in der Mitteilung. Damals stürzte die Produktion um 9,7 Prozent ab. Im Jahr 2008 sank die Produktion von Juni an mit Ausnahme der Monate Juli und September kontinuierlich.

Eine ähnlich negative Entwicklung nahm der Export von Industriewaren im vorigen Jahr. Als Folge drastischen Sinkens der Exportnachfrage nahm der Export im Jahresvergleich um 0,8 Prozent ab. Für Dezember allein registrierte die Statistik einen Absturz um 22 Prozent. Insgesamt gingen 52 Prozent des Industrie-Absatzes sowie 66 Prozent der Güter aus der verarbeitenden Industrie ins Ausland. 2007 wurde noch eine Exportsteigerung von 15,9 Prozent registriert.