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Ungarns Ministerpräsident wirft das Handtuch

Der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány will zurücktreten. Auf dem Parteitag der Sozialistischen Partei (MSZP) in Budapest schlug er am Samstag ein Misstrauensvotum gegen sich vor, um eine neue Regierung unter einem neuen Ministerpräsidenten zu ermöglichen. In Abstimmung mit anderen Parteien könnten die Sozialisten so eine andere Person zur Lösung der gegenwärtigen Krise finden. Der Regierungs-Chef schlug laut Nachrichtenagentur MTI vor, am Montag das Parlament zu unterrichten, Verhandlungen über die Person eines neuen Ministerpräsidenten aufzunehmen und diesen in zwei Wochen auf einem außerordentlichen Parteitag zu nominieren. Gyurcsány wurde danach mit 508 von 599 Delegiertenstimmen im Amt des Parteichefs bestätigt.

Knapp drei Jahre nach den letzten Parlamentswahlen zog der Ministerpräsident mit diesem Schritt offenbar die Konsequenzen aus immer heftigeren Debatten um seine Person und die Sozialistische Partei. Diese hatten kurz nach den Wahlen mit der Veröffentlichung seiner Geheimrede vor der Fraktion seiner Partei begonnen, die als „Lügenrede“ bekannt wurde. Darin hatte Gyurcsány in heftigen Worten die fehlerhafte Politik seiner Partei angeprangert und die Abkehr von fortgesetzten Lügen gefordert.

Die stärkste Oppositionspartei Fidesz (Ungarischer Bürgerbund) verlangte seitdem unablässig den Rücktritt der sozialistischen Regierung und verweigerte zugleich jegliche Zusammenarbeit. Schon seit längerer Zeit verfügt die vom früheren Ministerpräsidenten (1998-2002) Viktor Orbán geführte Partei in Meinungsumfragen über eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Fidesz kündigte bereits an, dass sie nicht zu Verhandlungen über einen neuen Ministerpräsidenten bereit sei, sondern auf Neuwahlen bestehe.

Der Fidesz werde am Montag die Auflösung des Parlaments beantragen, kündigte Fraktions-Chef Tibor Navracsics nach einer außerordentlichen Präsidiumssitzung seiner Partei an. Sollte es gelingen, darüber Einigung zu erzielen, könnte die vorgezogene Parlamentswahl am 7. Juni zusammen mit der Wahl zum Europa-Parlament stattfinden, sagte er.

Chancen im Weintourismus

Winzer aus Zala auf Studienreise in Slowenien

Eine Gruppe von Winzern aus Zala fuhr im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts, das sich die Entwicklung der Chancen des Weintourismus zum Ziel setzt, zu dem Lendvaer Verein der Obst- und Weinproduzenten nach Slowenien.

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Reallöhne in Ungarn stark gesunken

Um fast 7 Prozent ist der durchschnittliche Reallohn in Ungarn im Monat Januar zum Vergleichsmonat des Vorjahres gesunken. Das berichtet das Zentrale Statistische Amt in der neuesten Übersicht über Beschäftigte und Einkommen in der nationalen Wirtschaft. Bei einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3,1 Prozent gingen in Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten die Bruttolöhne um 5,2 und die Nettolöhne um 4 Prozent zurück. Die Beschäftigtenzahl für Januar 2009 gibt die Statistik mit rund 2,8 Millionen an, 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Vollbeschäftigte erzielten einen durchschnittlichen Bruttolohn von 194 500 Forint (aktuell rund 650 Euro). Im Schnitt der gesamten Volkswirtschaft lag der Nettolohn bei 119 800 Forint, darunter der der körperlich Tätigen bei 89 000 und der der geistig Tätigen bei 151 000 Forint.

Radiomuseum in Keszthely

Mehr als 300 alte Grammophone, Radiogeräte und Plattenspieler zu sehen

Es gab in Ungarn noch keine Ausstellung, wo alte Grammophone, Radiogeräte, Plattenspieler, Musiktruhen, Tonbänder und die zu Zeiten des Starts des Fernsehprogramms in Ungarn ab 1956 hergestellten Fernsehgeräte ausgestellt wurden.

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