Ein bislang unbekannter Täter hat am Mittwochabend den Direktor und einen Lehrer einer Schule in Budapest erschossen. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mit. Der mit einer Kapuze getarnte Mann hatte 18.40 Uhr die im Stadtteil Csepel befindliche Schule betreten und das Feuer eröffnet. Dabei traf er zwei Mal tödlich, ein Wachmann musste mit einer Handverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Danach flüchtete der Mann vom Tatort.
Die Polizei riegelte die Umgebung der Schule ab und richtete Straßenkontrollen an den Ausfallstraßen von Csepel ein, das auf einer Donau-Insel im Süden der Hauptstadt liegt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Für Hinweise auf den Täter wurde eine Belohnung von fünf Millionen Forint (rund 20 000 Euro) ausgesetzt.
An der betroffenen Schule in der Széchenyi-Straße werden nach Angaben der Nachrichtenagentur MTI vorwiegend hyperaktive, mehrfach benachteiligte, autistische, überalterte und lernschwache Kinder unterrichtet. Die Schule war vor einem Jahr privatisiert worden und wird jetzt von einer Stiftung unterhalten.
Zahlreiche Beschwerden bei Verbraucherschutz
Etwa ein Viertel der Bevölkerung Ungarns hat nach eigener Aussage beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen während der vergangenen drei Jahre Schaden erlitten. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Sozial- und Wirtschaftsforschung Tarki. Bedeutenden Gefahren seien dabei Menschen mit geringer Schulbildung und Frauen ausgesetzt, gehr aus den jetzt veröffentlichten Ergebnissen hervor.
Frauen erlitten insbesondere beim Kauf von Bekleidung und Lebensmitteln sowie in der Dienstleistungssphäre bei öffentlichen Versorgungsbetrieben, bei Reparatur und Montageleistungen Nachteile. Männer fielen vor allem im Zusammenhang von Bank- und Finanzleistungen der eigenen Unaufmerksamkeit oder der Täuschung von Dienstleistern zum Opfer. Insgesamt sei festzustellen, dass die traditionellen Rollen und Arbeitsteilung auch auf dem Gebiet der Schäden im Verbraucherschutz zu beobachten ist, die Chancengleichheit auch auf diesem Gebiet noch auf sich warten lässt.
Kaposvár „Siedlung des Jahres“ in Ungarn
Das Komitatszentrum Kaposvár (Somogy) hat den Titel „Siedlung des Jahres“ gewonnen, berichtet die Ungarische Tourismus AG am Montag. Bürgermeister Károly Szita nahm die Urkunde aus den Händen des stellvertretenden Generaldirektors der Tourismus AG, Balázs Szűcs, entgegen.
Für den Gewinner des Titels lobt das Unternehmen alljährlich auch noch einen Sonderpreis aus, mit dem der Gewinner ein Jahr lang in den Genuss besonderer Unterstützung durch die nationale touristische Marketing-Organisation kommt. Über verschiedene Kanäle, unter anderem im Fernsehen des Landes und auf der Web-Site des Tourismus-Unternehmens, wird immer wieder auf die touristischen Vorzüge der jeweiligen Kommune aufmerksam gemacht.
Weniger Erdgas für Ungarn
Ungarn hat als Folge des russisch-ukrainischen Gasstreits am Montag einen leichten Rückgang der aus der Ukraine eintreffenden russischen Erdgaslieferungen registriert. Statt vertraglich vereinbarter 38 Millionen kamen 30 Millionen Kubikmeter über die Grenze, sagte Energieminister Csaba Molnár der Nachrichtenagentur MTI. Die geringere Menge werde keine Probleme verursachen, da sich mehr als drei Milliarden Kubikmeter Gas in den Lagern befinden. Außerdem gebe es noch eine strategische Reserve von 500 Millionen Kubikmetern.
Nach einer Sitzung des Krisenausschusses für die Erdgas-Versorgung. Der Chef der Erdgas-Liefer AG, János Zsuga erwartet für Dienstagvormittag eine Bestätigung von ukrainischer Seite für die am selben Tag anstehenden Lieferungen. Die Liefermenge für Montag sei am Mittag angezeigt worden.
