Balaton Zeitung E-Paper Banner

Weihnachtsbäume schon im Oktober stark begehrt

Der in Ungarn fast schon hobbymäßig betriebene „Klau“ von Weihnachtsbäumen zeitigt 2008 besonders frühe Ergebnisse.

Den Vorreiter spielt dieses Jahr die Gemeinde Porrog im Komitat Somogy, etwa 50 km südlich von Keszthely gelegen, wo die Tannensaison eröffnet wurde. In den das Dorf umgebenden Hügeln haben Diebe 331 Silbertannen ausgegraben, fachgerecht mit den Wurzelballen, berichtet sonline.hu. Die Bäume waren zwischen 80 und 100 Zentimetern hoch, der Schaden wird mit 700.000 Forint angegeben, fünf Jahre Arbeit waren umsonst.

Der Vorfall ist nicht der einzige seiner Art. Kein Jahr vergeht ohne Baumdiebstähle, so wurden vor drei Jahren in der gleichen Gegend Tannen im Wert von mindestens einer Million Forint entwendet, obwohl Polizei und Bürgerwehren gerade zur jetzigen Zeit verstärkt auf der Hut sind.

Man vermutet, daß für den Diebstahl in Porrog wenigstens vier Leute verantwortlich zeichnen, die gut mit der Umgebung vertraut waren. Doch was können die Besitzer schon gegen die Diebe unternehmen? Vielleicht elektrische Zäune errichten, die jedoch wiederum gegen bestehende Gesetze verstoßen.

Die Bürgerwehren sind jedenfalls in Alarmbereitschaft versetzt. So soll auch der weit verbreitete Diebstahl von Tannenzweigen für Kränze und Grabgebinde kurz vor Allerheiligen möglichst stark eingedämmt werden.

Reisen zu Feiertagen in Ungarn beliebt

Feiertage in Verbindung mit langen Wochenenden sind bei den Ungarn als Reisezeit sehr beliebt. Das ergab eine Meinungsumfrage der Ungarischen Tourismus AG im September in Budapest bei Besuchern der Ausstellung „Hauptsaison“, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Der Renner unter den Feiertagen ist dabei der 20. August, an dem die Ungarn unter anderem ihren Staatsgründer Stefan I. verehren. An diesem Tag gaben 36,3 Prozent der Befragten an zu verreisen. Danach folgen Pfingsten (31,7 Prozent), der 23. Oktober (Beginn der Revolution von 1956 – 28,4 Prozent) sowie Ostern und der Jahreswechsel (26,1 und 18,0 Prozent).

Beliebte Aktivitäten im Sommerhalbjahr sind dabei Stadtbesichtigungen, Besuche von Heil- und Wellness-Bädern sowie Burgen und Schlössern. Außerdem spielen kulturelle Sehenswürdigkeiten und Kunstdenkmäler, Wein und Gastronomie, Festivals, Nationalparks und Wandern eine wichtige Rolle.

Wie die Umfrage weiter ergab, wollen 90 Prozent der Befragten bis Ende Mai kommenden Jahres verreisen, wobei sich ein Reisender durchschnittlich 2,4 Mal auf den Weg macht. Von hundert Menschen, die eine Reise planen, wählen 95 Prozent ihr Ziel im Inland, 38 im Ausland und 31 beides. Insgesamt führen 60 Prozent der Reisen ins Inland und 40 Prozent ins Ausland.

Eine neue Art Stadtmanagement

An dem bis 2008 dauernden Projekt kann auch Balatonfüred teilnehmen

Jeder ist in etwas gut, das ist einer der Grundsätze der europäischen Organisation, deren Ziel die Verbesserung der Lebensumstände der Stadtbevölkerung ist. In Europa leben mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in urbanen Räumen.

Weiterlesen…

Ryanair bremst Sármellék aus

Trotz günstigerer Erwartungen ist es beschlossene Sache: Ryanair verringert seine Flüge zum Fly Balaton Airport.

Die irische Billigfluggesellschaft bedient zwischen 26. Oktober 2008 und 29. März 2009 mehrere Strecken nicht mehr, so die zwischen Sármellék und Düsseldorf. Deshalb ist der Fly Balaton Airport – einer der sich am schnellsten entwickelnden regionalen Flughäfen Ungarns – gezwungen, im genannten Zeitraum seinen laufenden Betrieb zu rationalisieren, speziell auf dem Dienstleistungssektor. Das erklärte laut siofokinapilap.hu Lajos Palkó, der Marketingdirektor des Fly Balaton Airports.

Ryanair kündigte im Sommer an, trotz gestiegener Treibstoffkosten alle bisher bedienten Orte weiterhin anfliegen zu wollen. Die Billigfluggesellschaft versuchte zwischenzeitlich zu erreichen, dass die Nutzungsgebühren der Flughäfen gesenkt werden. In sieben Fällen, in denen keine günstigeren Vereinbarungen mit den Airports getroffen werden konnten, beschloß man, die Verbindungen ab Anfang November für sieben Wochen auszusetzen. Auch Budapest-Ferihegy findet sich in diesem Kreis: Etwa 180 Verbindungen dorthin werden gestrichen, so wird sich das jährliche Passagieraufkommen erwartungsgemäß um 27.000 Fluggäste verringern.

Der vierteljährliche Gewinnertrag von Ryanair ist wegen verteuerter Treibstoffkosten um 85 Prozent gesunken, auch weil die Fluggesellschaft keine gesonderten Kerosinzuschläge erhoben hat. Möglicherweise schließt man 2008 mit einem Verlust von 60 Millionen Euro ab.