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Pauliner und Stadt erneuern Kirche

Das Portal der Lyceums-Kirche in der Fußgängerzone von Pécs/Fünfkirchen zieht immer wieder die Blicke der Touristen auf sich. Sie zählt zu den zahlreichen historischen Schmuckstücken der künftigen Kulturhauptstadt Europas, und der Pauliner-Orden als Eigentümer setzt alles daran, das Bauwerk zu erneuern. Seitdem der Orden die Kirche vor zehn Jahren wieder in Besitz nahm, wurde der alte Glanz im Innern bereits wieder hergestellt, berichtet die Stadt am Montag der Presse.

Nun springt Pécs den Gläubigen bei, um auch den Rest der Arbeiten zu bewältigen. Bürgermeister Péter Tasnádi beantwortete die Bitte des Ungarischen Pauliner-Ordens um finanzielle Unterstützung mit der Überweisung von einer Million Forint (rund 4000 Euro), und der Kommunal-Ausschuss legte noch eine halbe Million dazu. Mit dem Geld soll die Renovierung der Fassade und des Eingangsbereichs gefördert werden. Rechtzeitig zum Jahr der Kulturhauptstadt (2010) strahlt die altehrwürdige Kirche dann wieder in ihrer ganzen Pracht.

Heroin in Reserverad und hinter Armaturenbrett

Drogenkurieren ist der Zoll wieder einmal an der Grenze zwischen Ungarn und Rumänien auf die Spur gekommen. Das vermeintlich gut versteckte Heroin fanden die ungarischen Zöllner im Reifen des Reserverades und hinter dem Armaturenbrett eines bulgarischen Pkw. Insgesamt vier Kilogramm „Stoff“ hatten die beiden Bulgaren bei sich, als sie mit ihrem Wagen die Grenze passierten. Das Heroin im Wert von rund 40 Millionen Forint (etwa 160 000 Euro) wurde beschlagnahmt, die beiden Bulgaren in Gewahrsam genommen. Gegen sie läuft jetzt ein Verfahren wegen des begründeten Verdachts des Missbrauchs von Drogen in großen Mengen, teilte Zollsprecher Oberst Jenő Sipos am Montag mit.

Manipulierte Wasseruhren

Der Wasserversorger DRV, wegen umstrittener Absperrmaßnahmen in Siófok in die Kritik geraten, steht vor einem neuen Problem.

Nach Ansicht eines Technikfachmanns, der herausfand, weshalb die Wasseruhren in Mehrfamilienhäusern nur einen Bruchteil des tatsächlichen Verbrauchs anzeigen, präsentiert die DRV Möglichkeiten der Manipulation geradezu auf dem Tablett. Kinderleicht sei das Ganze zu bewerkstelligen, so der namentlich nicht genannte Spezialist.

An vielen Orten seien Wasseruhren mit Magnetkupplung eingebaut, so genüge ein am Zählwerk angebrachter Magnet, um die Verbrauchsmessung zu verlangsamen, so der Mann laut siofokinapilap.hu. Es sei übrigens unwesentlich, ob die geeichte Uhr von der DRV stamme, oder aus einem Armaturengeschäft, die dann nachträglich geeicht wird. Bei einem Probekauf einer Wasseruhr in einem solchen Fachgeschäft wurde gleich auch erklärt, wie leicht zu manipulieren sei.

Die DRV tauscht die alten Wasseruhren nun sukzessive gegen neue aus, verrät Gábor Jankó, der PR-Referent. Diese garantierten nicht nur Meßgenauigkeit, sondern schlössen auch betrügerische Manipulationen aus.

Begrüßenswerte Zwischenlandung auf dem Balaton

Ein hierzulande ganz seltener Vogel wurde am Hafen in Szigliget gesichtet, die Küstenseeschwalbe.

Sie ist ein Zugvogel mit einem rekordverdächtigen Zugweg und legt von den arktischen Brutplätzen in die antarktischen Überwinterungsgebiete und retour eine Strecke von bis zu 30.000 Kilometern zurück. Welche Route die Küstenseeschwalbe zwischen den beiden „Polen“ dabei fliegt, ist nicht eindeutig geklärt. Ihr Besuch am Balaton ist daher vielleicht nur Zufall, oder hängt mit dem reichlichen Nahrungsangebot hier zusammen. Kleine Fische werden beim sogenannten Stoßtauchen bevorzugt erbeutet.

Die ungarischen Amateurornithologen sind jedenfalls ganz aus dem Häuschen und hoffen, die Schwalben noch einige Tage beobachten zu können. Die Vogelart wurde als Sensation erstmals in den 90er Jahren am Balaton gesichtet und scheint sich hier – wenigstens vorübergehend oder als Zwischenstation – recht wohl zu fühlen.

Beobachtern gelang es, sich den Vögeln vorsichtig bis auf einen halben Meter zu nähern. Die Küstenseeschwalbe steht auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.