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Neues Autobahn-Teilstück in Ungarn übergeben

Budapest – Die nordöstliche Komitatsstadt Nyíregyháza ist seit diesem Freitag an das ungarische Autobahnnetz angeschlossen. Regierungschef Ferenc Gyurcsány sowie Verkehrsminister János Kóka und Finanzminister János Veres übergaben den 40 Kilometer langen Abschnitt, mit dem die M3 von Budapest aus durchgehend befahrbar ist.
Allein in den letzten fünf Jahren hat sich das Autobahnnetz Ungarns auf nunmehr 1000 Kilometer verdoppelt, sagte Gyurcsány nach einem Bericht auf dem Internetportal der Wochenschrift „HVG“. Der Bau wird nach seinen Angaben in Richtung ukrainische Grenze fortgesetzt. Verkehrsminister Kóka machte auf weitere wichtige Verkehrsprojekte des Landes aufmerksam. Schon im kommenden Jahr wird die Autobahn M7 fertig gestellt, die am Balaton vorbei nach Kroatien führt und eine schnelle Verbindung zur Adria schafft. Auch der Bau der M6 von Budapest in die Kulturhauptstadt Europas 2010, Pécs, geht weiter.

Über 20 Fälle von Hirnhautentzündung in Ungarn

Budapest – Immer mehr Menschen erkranken gegenwärtig in den westungarischen Komitaten Zala und Vas an Hirnhautentzündung. Als wahrscheinliche Ursache der Infektion lokalisierten die Experten ungekochte Ziegenmilch aus einer Herde der Region. Mehr als 20 Menschen meldeten sich bisher mit Krankheitssymptomen in Krankenhäusern von Zala und Vas, berichten ungarische Medien.

Zuletzt wurde am Donnerstagvormittag ein Patient mit Verdacht auf Hirnhautentzündung auf die Infektionsstation des Krankenhauses von Zalaegerszeg aufgenommen, sagte Chefarzt Pál Ribiczey. Der Mann hatte ebenfalls die in Verdacht stehende Milch von Ziegen getrunken, die vermutlich von Zecken angesteckt wurden. Die Paarhufer können zwar die Krankheit übertragen, zeigen aber selbst keine Symptome. Die Veterinärbehörde des Komitats Zala hatte bereits am Montag die betroffene Ziegenhaltung und deren Produkte gesperrt.

Bei einigen der früher aufgenommenen Patienten besserte sich inzwischen der Zustand, sagte der Arzt, sie fühlen sich besser und das Fieber ging zurück. Dagegen haben die später erkrankten Patienten ernsthafte Beschwerden, wobei jedoch Lähmungen als mögliche Komplikation bisher nicht auftraten.

Milliardenprogramm für Radfahrer in Ungarn

Budapest – Radfahren soll in Ungarn während der nächsten sieben Jahre bedeutende Unterstützung erhalten. 56 Milliarden Forint (etwa 224 Millionen Euro) – vor allem aus EU-Mitteln – bewilligt die Regierung für das Programm Rad fahrendes Ungarn. Das Programm zur Popularisierung des Radfahrens und der Erweiterung des Radwege-Netzes wurde gemeinsam von mehreren Ministerien und Zivilorganisationen ausgearbeitet, berichtet die Zeitung „Népszava“. Gemeinsam mit der Hauptstadt fördert das Verkehrsministerium die Kampagne „Mit dem Stahlross zur Arbeit“.

Mehrere Fälle von Hirnhautentzündung in Ungarn

Budapest – In Ungarn treten derzeit verstärkt Fälle von Hirnhautentzündung auf. Als wahrscheinliche Ursache vermuten Mediziner Medienberichtenberichten zufolge das Trinken ungekochter Ziegenmilch. Das Krankenhaus in Zalaegerszeg weiß nach Angaben des leitenden Chefarztes der Infektionsstation, Pál Ribiczey, von 17 Fällen. Auf die Station aufgenommen wurden bisher 14 Patienten. Bei allen Kranken handelt es sich um junge Erwachsene.

Im Nachbarkomitat Vas werden zwei Patienten mit Symptomen von Hirnhautentzündung behandelt. Sie sind schwer, aber nicht lebensbedrohlich erkrankt.

Die Ziegenzucht, aus der die möglicherweise infizierte Milch stammt, wurde unterdessen geschlossen. Blutproben von den etwa 100 Tieren wurden zur Untersuchung ins Epidemologische Institut nach Budapest geschickt. Ein Ergebnis ist jedoch erst in einer Woche zu erwarten.

Ein Amtstierarzt machte darauf aufmerksam, dass die Milch nur in rohem Zustand infektiös sein kann. Gekocht ist sie unbedenklich. Da die vermutlich durch Zecken auf die Ziegen übertragene Krankheit bei den Tieren keine Symptome hervorruft, sei dem Züchter kein Vorwurf zu machen.