Budapest – Der irische Billigflieger Ryanair will sein Netz in Ungarn von bisher zwei auf künftig neun Linien ausbauen. Die Gesellschaft gibt aus diesem Anlass 200 unentgeltliche Tickets aus, berichtet der private Rundfunksender „Gasdasági Rádió“ (Wirtschafts-Radio). Steuern und Gebühren müssen jedoch gezahlt werden.
Neben den Linien Balaton-London und Balaton-Frankfurt macht Ryanair sieben Linien von Budapest aus auf. Angeflogen werden Dublin, Glasgow, Easst Midlands, Bristol, Liverpool, Bremen und Frankfurt-Hahn.
Ryanair betreibt in 26 Ländern 560 Billiglinien. Bis Ende März 2008 wird der Flugzeugpark des Unternehmens aus 163 Boeing 737-800 bestehen. Für die nächsten fünf Jahre ist eine Erweiterung um 99 Maschinen geplant. Voraussichtlich wird Ryanair in diesem Finanzjahr 50 Millionen Fluggäste befördern.
Nach Budapest kam Ryanair mit optimistischen Plänen, die sich auf die Erweiterung des Marktes stützen. Im ersten Jahr rechnet die Gesellschaft auf ihren Linien von Budapest-Ferihegy auf 420 000 Passagiere. Im zweiten Jahr hofft sie auf ein 50-prozentiges, danach auf ein 20- bis 25-prozentiges Wachstum.
Neue Rettungsschiffe für den Balaton
Siófok – Neue Rettungsschiffe und ein besseres Sturmwarnsystem plant der Sicherheitsbeirat der Balatonregion für den Plattensee. Zudem sollen eine größere Zahl gut ausgebildeter Wasserretter eingesetzt und die Leitung der Rettung besser koordiniert werden, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Péter Jamrik, der Web-Site inforadio.hu. Für die Realisierung der Pläne sei jedoch eine stärkere staatliche Untersützung notwendig.
Nach den Vorstellungen des Beirates soll eine komplexe Wassersicherheit für den Balaton erreicht werden. Teile davon seien die Prävention, Information, Entwicklung des Rettungs-Wachdienstes am Strand und die Organisation des Wasser-Rettungsdienstes. Bislang versehen mehrere Organe die Aufgaben ohne einheitliche Organisation. Als ersten Schritt wolle man die Koordinierung dieser Organe erreichen, sagte Jamrik. Außerdem würden mehrere spezielle Rettungsschiffe gebraucht, auf denen ein Arzt Dienst tut und die über eine ähnliche Ausrüstung verfügen wie Rettungswagen. Von staatlicher Seite wären für die Vorhaben bis zu 1,5 Milliarden Forint (etwa 6 Millionen Euro) nötig.
Obdachloser in Ungarn stirbt Kältetod
Szolnok – In der Komtatsstadt Szolnok ist ein 58-jähriger Obdachloser am zurückliegenden Wochenende an Auskühlung gestorben. Wie die Polizei am Mittwoch der Nachrichtenagentur MTI mitteilte, wurde der Tote auf einer Straße gefunden. Es komme selten vor, dass in der Stadt an der Theiß ein Obdachloser den Kältetod stirbt, da sich das humanitäre Zentrum von Szolnok an kalten Tagen besonders um die Obdachlosen kümmere, sagte eine Polizeisprecherin. Nach Angaben des Zentrums leben in der Stadt 130 bis 150 Menschen ohne eigenes Dach über dem Kopf, ihre Zahl wachse ständig. Im kalten Winter des Jahres 2005 waren im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok zehn Menschen durch Frosteinwirkung gestorben.
Mit dem Küchenmesser gegen die Polizei
Balatonkeresztúr – Mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser hat ein Mann in Balatonkeresztúr einen Polizisten angegriffen. Zuvor hatte er auf der Straße randaliert, bis die Bewohner die Ordnungshüter alarmierten, berichtet die Polizei am Mittwoch. Auf die Frage nach seinem Namen zog der Mann das Messer und richtete es auf den Polizisten. Auch die Anwendung von Tränengas konnten ihn nicht stoppen. Erst nach einem Warnschuss gab er sich geschlagen. Nach der Vorführung auf dem Revier wurde der Mann auf ärztliches Anraten wegen Allgemeingefährlichkeit ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Gewaltanwendung gegen eine Dienstperson.
