Erste Bank übernimmt Plaza-Bau in Siófok

Die Erste Ingatlan GmbH, eine Tochter der Ersten Bank, wird nach Angaben des Internetportals sonline.hu neuer Eigentümer des Plaza-Baus in Siófok. Über die vorläufige Vereinbarung informierten das Finanzinstitut und Sió Ingatlan Invest das Bürgermeisteramt.

Derzeit besteht kein gültiger Vertrag zwischen der Stadtführung und dem Investor. Den ursprünglichen Vertrag mit der Sió Ingatlan Invest GmbH hatte die Selbstverwaltung im Herbst letzten Jahres überarbeitet. Dabei knüpfte sie die Fortsetzung der Arbeiten an strengere Bedingungen. Für die Überschreitung von Terminen hatte der Investor 29 Millionen Forint (rund 107 000 Euro) Schadensersatz an die Selbstverwaltung gezahlt.

Für die an diesem Donnerstag anberaumte Sitzung des Abgeordnetengremiums stand eine eventuelle Erneuerung des Vertrages nicht auf der Tagesordnung. Als Grund dafür sieht sonline.hu, dass das Dokument über den Eigentümerwechsel frühestens in den ersten Märztagen abgesegnet werden könne. Danach könnten dann auch die Verhandlungen über die neuen Vertragsbedingungen anfangen.

Wasser bedroht Grundstücke am Balaton

Schneeschmelze und Regenfälle könnten für Gebiete südlich vom Balaton unangenehme Folgen haben. Grundstücke und Häuser sind vom Wasser bedroht, geht aus einem Bericht des Internetportals sonline.hu hervor. Wie in anderen Landesteilen rechnen die Experten mit Überschwemmung größerer Flächen in der Nähe des größten mitteleuropäischen Sees und des weiter westlich gelegenen Kleinen Balaton.

In Sorge ist deshalb Gábor Lombár, Bürgermeister von Balatonfenyves, dem am tiefsten gelegenen Ort des Südufers. Sollte der Wasserstand des Balaton auf maximal 115 Zentimeter steigen, würde über den Sió-Fluss Wasser abgelassen. Im Extremfall würden dann mindestens 140 Grundstücke gefährdet. Noch problematischer könnte es werden, wenn starker Wind aufkommt. Bislang beobachten die zuständigen Stellen die Lage besonders aufmerksam, denn der Pegelstand betrug zuletzt am Mittwoch 107 Zentimeter. Um die Gefahr zu begrenzen, soll Wasser aus dem Balaton langsamer, über einen längeren Zeitraum abgelassen werden.

Am Kleinen Balaton stehen bereits rund 500 Hektar unter Wasser. Um eine Ausdehnung des überschwemmten Gebietes zu vermeiden, sind Pumpen im ständigen Einsatz und befördern täglich 100 000 Kubikmeter Wasser in dafür vorgesehene Reservoirs.

Spaßbad für Harkány – Erfolg mit Problemen

Harkány im Glück: Nach dem Psoriasisprogramm von Heilbad-Krankenhaus, Heilbad und einigen Hotels hat nun auch das Projekt Spaßbad in einer Ausschreibung den Zuschlag bekommen. Das Vorhaben mit einem Investitionsumfang von 1,4 Milliarden Forint (gut fünf Millionen Euro) könnte Realität werden. Die Kleinstadt kurz vor der kroatischen Grenze würde mit der Verwirklichung der Pläne mehr Anziehungskräft vor allem für jüngere Altersgruppen gewinnen. Dafür stehen jetzt 550 Millionen Forint Fördermittel bereit, zu denen Harkány noch 850 Millionen Forint Eigenmittel aufbringen muss, berichtet das Internetportal des Komitats Baranya bama.hu.

Hier sehen Beobachter jedoch ein Problem, denn der Badeort hat für dieses Jahr immer noch nicht seinen Haushalt unter Dach und Fach. Das Defizit liegt derzeit bei einer halben Milliarde Forint. Insgesamt lasten rund vier Milliarden Forint Kredite auf Stadt und Bad. Um die zugesagte Subvention auch zu bekommen, müssten aber die eigenen Mittel innnerhalb von zwei Monaten beschafft werden.

(Lesen Sie dazu mehr in unserer April-Ausgabe)

Zoff um Balaton-Flughafen

Nach der Nachricht über die bevorstehende Wiederaufnahme des Flugbetriebs am Balaton-Flughafen in Sármellék ist zwischen den Beteiligten ein Streit ausgebrochen. Die SCD-Holding, die das Betriebsrecht erworben haben soll, bestreitet die Teilnahme des Vorsitzenden des Balaton Entwicklungsrates, Tamás Suchman, an den Abstimmungen zwischen den betroffenen kommunalen Selbstverwaltungen und der Holding. Auch mit der von Suchman anschließend genannten möglichen Zahl der Fluggäste stimmt die Holding nicht überein. Suchman fühlt sich in seiner Ehre angegriffen und droht mit Klage.

Klar scheint jedoch, dass das öffentliche Ausschreibungsverfahren zum Betrieb des Flughafens erfolgreich war und die SCD-Holding das beste Angebot unterbreitete. Jedoch seien die Vertragsabschlüsse mit den Eigentümern, den Selbstverwaltungen von Sármellék und Zalavár, noch nicht ganz unter Dach und Fach. Bei den Verhandlungen seien die Seiten darum bemüht, langfristige und stabile Bedingungen zu schaffen, damit Betrieb und Entwicklung ungestört verlaufen können. Offenbar wehren sich die Selbstverwaltungen und die Holding gegen den Eindruck, Suchman habe unmittelbar an den Vertragsverhandlungen teilgenommen. Die Kommunen und der künftige Betreiber wollen sich nach Unterzeichnung des Betreibervertrages vor der Öffentlichkeit äußern.