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Raubüberfall – Verdächtiger nach 15 Jahren gefasst

Mehr als 15 Jahre nach zwei Raubüberfällen in Ungarn ist ein mutmaßlicher Täter jetzt hinter Schloss und Riegel. Wegen der Verbrechen, bei denen im Juni und August 1993 zwei Sparkassen in Budapest unter Einsatz von Waffen überfallen wurden, sitzt ein Täter bereits eine Freiheitsstrafe ab. Fünf Jahre nach den Geschehnissen nannte dieser in einem Polizeiverhör seinen Cousin als Tatbeteiligten. Der Mann hielt sich angeblich in Rumänien auf, war aber ungeachtet des internationalen Haftbefehls nicht greifbar, berichtet am Donnerstag die Polizei.

Bei einer Überprüfung der geltenden Haftbefehle im vergangenen Sommer kam auch diese Tat wieder auf den Tisch. Angesichts der neuen Rechtslage nach EU-Beitritten Ungarns und Rumäniens stellte das Hauptstädtische Gericht (Budapest) einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann aus. Dieser wurde an seinem Wohnort gefasst, die rumänischen Behörden leiteten die Auslieferung an Ungarn ein. Ihm drohen bei bis zu 15 Jahre Haft.