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Pálinka einigt Parlament in Ungarn

In seltener Eintracht hat das ungarische Parlament ein Gesetz über den Pálinka, das hochprozentige Obstlergetränk mit großer Tradition, verabschiedet. Pálinka, Trester-Pálinka und der Nationale Pálinka-Rat existieren nun auf sicherem gesetzlichen Boden – abgestützt durch die Zustimmung aller fünf Parteien. Dieses Mal votierte nur ein Abgeordneter mit nein, während sich zwei der Stimme enthielten. 359 Mitglieder des Hohen Hauses gaben ihr Ja für die sichere Zukunft des Pálinka, berichtet das Erste Ungarische Rechtsportal jogiforum.hu am Dienstag.

Von Rechts bis Links waren sich die sonst ewig zerstrittenen Parteien einig, dass und wie die ungarische Trinkspezialität geschützt werden muss. Dabei ging es nicht nur um die Vorschriften über verwendbare Grund- und Hilfsstoffe, sondern auch das Verbot von Aromatisierung, Färbung und Süßung. Sollte eine der Bedingungen nicht zutreffen, darf das Getränk nicht mehr den Namen Pálinka tragen – es wird zum Destillat herabgestuft. Als wichtigste Aufgabe des Nationalen Pálinka-Rates bestimmt das Gesetz, „das gemeinsame ungarische Interesse voranzubringen, das mit der einheitlichen Regelung von Herstellung, Herkunft, Qualität und Originalitätsschutz verknüpft ist“.